Wie lange wird der sinnlose Krieg gegen Drogen noch fortgeführt?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

So lange bis die Drogenpolitik basierend auf Empfehlungen von Fachleuten gestaltet wird.

"Juristen, Mediziner und Sozialwissenschaftler kämpfen für eine Entkriminalisierung von Drogen. Bei einer Tagung in Frankfurt bekräftigten die Mitglieder des sogenannten Schildower Kreises ihre Argumente und legten konkrete Vorschläge für eine Regulierung vor.

Die Mitglieder des 2007 gegründete Netzwerks wollen nach eigenen Angaben «auf die schädlichen Folgen der Drogenprohibition aufmerksam machen und legale Alternativen zur repressiven Drogenpolitik aufzeigen»."

https://www.zeit.de/news/2019-11/08/konkrete-vorschlaege-fuer-entkriminalisierung-von-drogen

Nach deinem Punkt müsste man auch jegliche Waffen erlauben. Kann ja jeder selbst entscheiden ob er sie nutzt.

Je nach Droge betrifft es eben nicht nur die Person. Ein Raucher schafft viele Passivraucher die jährlich an Lungenkrebs sterben. Ein Halluzinierender Autofahrer überfährt andere Menschen. Ein aggressiver Alkoholiker erschlägt oder ersticht unschuldige Dritte. Und diese Drogen sind legal.

Es gibt legale Drogen, die gehören verboten und es gibt illegale die sollten erlaubt sein - meiner Meinung nach. Aber ALLES erlauben erleichtert den Konsum - es ist ja schließlich legal, also kann man es mal ausprobieren, wird dann wohl nicht so schlimm sein. Es senkt die Hemmschwelle und kann so bei vielen "Laien im Konsumieren" zu schweren Konsequenzen führen. Bis hin zum Tod inkl. Fremdgefährung.

Der aktuelle weg ist sicher nicht der beste, aber alle Drogen zu legalisieren würde die Opfer nur wo anders kosten. Und das wären genau so "Unschuldige und Schuldige" wie jetzt auch.

Waffen zielen auf Verletzung ab, Drogen konsumieren Menschen selber.

Und Drogen werden trotz Verbot konsumiert.

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@Powqe

Sollte man meinen. Drogen können aber auch als Waffe eingesetzt werden. KO Tropfen fallen z.B. auch unter Drogen.

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@Saraa921

K.O. Tropfen gibt es auch trotz Verbot . Sonst geht auch Alkohol.

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@Powqe

Und Waffen gibt es auch, trotz Verbot. Waffen können verletzen oder schützen. Drogen können den Konsument verletzen oder berauschen. Es hat alles seine Vorteile und Nachteile und es würde den Rahmen sprengen die hier zu besprechen. Es ging um die Aussage, dass jeder selbst entscheiden sollte, weil es sonst niemanden bestrifft, welcher ich hier widersprochen habe. Es betrifft eben doch andere Menschen, jede Handlung von einem Menschen betrifft andere Menschen. Man muss eben abwägen zwischen Freiheiten und Sicherheiten.

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@Saraa921

Durch eine Legalisierung wird nicht signifikant mehr konsumiert, aber sicherer. Das heißt die Fremdschädigung ist bei einem Verbot tatsächlich größer

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@TASTAT

Das wäre mir neu. Hinsichtlich der Waffen gibt es z.B. in Amerika bestimmt auch einen sicheren Umgang damit als hier, aber dennoch ist der angerichtete Schaden durch Waffen dort deutlich höher. Es gibt trotz Legalisierung eben auch Menschen die sich nicht verantwortungsvoll verhalten, sei es der fehlende Wille, fehlendes Können oder auch psychisch bedingt. So etwas kann man mit einem Verbot zum Teil abfangen oder zumindest eine Hemmschwelle erschaffen.

Sicher könnte man auf Dauer damit verhindern, dass Konsumenten sich bei Problemen verstecken oder gar nicht über das Produkt informiert werden. Dennoch bleibt es zum Teil gefährlich, weshalb es ja auch verboten ist. Eine Legalisierung ALLER Drogen halte ich daher nach wie vor für den falschen Weg. Und da anfangs durch eine Legalisierung die Hemmschwelle sinkt zu konsumieren und auch der Zugang erleichtert wird, wird es zunächst deutlich mehr Opfer geben. Nur weil die Möglichkeit besteht wird sich nicht jeder informieren und verantwortungsvoll handeln.

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@Saraa921

Man müsste Drogen wie LSD, Pilze, Gras und Ecstasy (und noch weitere) auf jeden Fall legalisieren. Diese Drogen werden eh konsumiert und werden erst so richtig gefährlich, wenn man den Wirkstoffgehalt und die sonstigen Stoffe darin nicht kennt. Zudem ist das Abhängigkeitspotential bei den oben genannten Drogen eher gering wenn überhaupt vorhanden

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Naja, eine Gesellschaft von Drogenabhängigen ist alles andere als erstrebenswert. Süchtige kosten den Staat viel Geld und bringen nix, da sie weder Arbeiten gehen (bzw die wenigsten Süchtigen), noch Geld zum konsumieren haben.

Man kann das durchaus verstehen, dass man das verhindern möchte als Staat.

Trotzdem würde mMn vernünftige, mit Fakten belegte Aufklärung mehr bringen, als das generelle Verbot. Leider sehen das manche scheinbar anders..

Drogenabhängige wird es immer geben egal ob Verbot oder nicht also ist das Argument sinnlos

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@AsapOsiris

Verbote hebt man nicht auf, nur weil dagegen trotzdem verstossen wird.

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Wenn Cannabis, Kokain etc. legal werden, schafft das zusätzliche Arbeitsplätze, Steuereinnahmen etc. Schau dir doch mal die Umsätze an von normalen Zigaretten, alkoholischen Getränken etc.

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Durch eine Legalisierung werden nicht mehr Menschen abhängig. Und wenn doch, kann diesen Menschen um einiges besser geholfen werden

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@TASTAT

Ausserdem denken alle Legalisierungsgegner direkt immer an Kokain im Supermarkt....

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Die Welt macht mit Drogen sehr viele Einnahmen, und sie profitieren davon. Wenn Drogen abgeschafft werden, dann wird die Wirtschaft darunter leiden, aber dafür würde die Lebenserwartung und auch Lebensqualität stark ansteigen.

Darum geht's doch gar nicht

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Bin dabei. Konsumenten verlieren dann aber auch jeden Anspruch auf Kostenerstattung durch die Krankenkassen für Behandlungen, die mittelbar als Folge des Konsums ausgemacht werden können.

Und des jetzigen Verbots ? Die Kosten ?

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Das gleiche dann für Fettleibigkeit und Sportler

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