Wie lange werde ich das noch durchhalten?

5 Antworten

Hallo hopii,

ob Du tatsächlich an einer Depression leidest, sollte am besten durch einen Arzt festgestellt werden. Er kann mit Dir über eine mögliche Behandlung sprechen. Vielleicht wird er Dir auch vorschlagen, eine Psychotherapie zu machen. Sollte er bei Dir eindeutig eine Depression diagnostizieren, könnten Dir das folgende "10-Punkte-Programm" dabei helfen, Deine Depressionen zu überwinden oder mindestens eine Verbesserung Deiner Beschwerden herbeizuführen:

1. Informiere Dich so gut wie möglich über Deine Krankheit

Ein sehr gutes Hilfeportal mit umfassenden Informationen ist die "Stiftung Deutsche Depressions Hilfe". Hier ist der Link dazu:
https://www.deutsche-depressionshilfe.de/start

Je mehr Du über die Erkrankung weißt, umso besser kannst Du Dich selbst verstehen und umso eher wird Dir auch klar, wo Du ansetzen musst, um gegen die Depressionen anzugehen. Auf der obigen Website findest Du außerdem eine sehr nützliche Suchfunktion für Krisen- und Beratungsdienste.

2. Sieh Deine Depressionen nicht als Schande oder Makel

Schließlich kann jeder irgendwann von einer Depression betroffen sein. Diese Einstellung kann es Dir nämlich erleichtern, einen Arzt oder Psychotherapeuten aufzusuchen und ihn um Hilfe zu bitten. Dieser Schritt wird Dir vielleicht alles andere als leicht fallen und Dich Überwindung kosten. Die Hilfe anderer anzunehmen ist jedoch kein Zeichen von Schwäche, sondern ist ein notwendiger Schritt in Richtung Genesung. In aller Regel wird niemand aus eigener Kraft mit einer schweren Depression fertig werden.

3. Erstelle Dir ein persönliches Notfallset

Wie könnte solch ein Notfallset aussehen? Schreib Dir die Kontaktdaten von Freuden auf, an die Du Dich wenden kannst, wenn es Dir besonders schlecht geht. Oder lege Dir Fotos von Menschen, denen Du viel bedeutest, in greifbare Nähe. Höre Dir Lieder an, die Dich in eine gute Stimmung bringen. Führe ein Tagebuch, in dem Du positive Gedanken und angenehme Erlebnisse aufschreibst. Darin kannst Du immer wieder lesen, wenn Dich trübe Gedanken beschäftigen.

4. Versuche nicht allein, mit Deinen Problemen fertig zu werden

Vertraue Dich jemandem an, der mitfühlend zuhören kann. Das könnte ein Familienangehöriger, ein Verwandter oder ein guter Freund sein, der die nötige Reife besitzt, Dir beizustehen. Manche, denen es schwerfällt, sich anderen mitzuteilen, haben auch gute Erfahrungen damit gemacht, ihre Gedanken und Gefühle zunächst aufzuschreiben. Sie werden dann nicht mehr als so belastend empfunden (siehe Punkt 3).

5. Gehe bewusst gegen Minderwertigkeitsgefühle vor

Viele, die an Depressionen leiden, haben auch mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen. Vielleicht kennst auch Du die innere Stimme, die überkritisch ist und Dich zu unrecht verurteilt. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein. Versuche vermehrt Deine guten Seiten und Deine Stärken zu sehen. Sollte Dir das schwerfallen, dann bitte andere darum, Dir zu sagen, welche positive Seiten ihnen an Dir aufgefallen sind. Statt Dich selbst zu verurteilen und schlecht zu Dir zu sein, versuche es doch einmal mit dem Gegenteil: Sei sanft gut zu Dir, gönne Dir bewusst etwas Schönes und habe Verständnis für Deine Fehler und Schwächen.

6. Spüre falsche und verzerrte Denkmuster auf

Oftmals sind an der Entstehung einer Depression verzerrte Denkmuster mit beteiligt. Spüre sie auf und gehe bewusst dagegen vor! Wie könnten denn solche verzerrte Denk- und Verhaltensmuster aussehen? Hier sind einige Beispiele:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: Bei mir läuft immer alles schief.

- Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Natürlich kannst Du nicht von heute auf morgen ein ganz anderer Mensch werden. Doch je öfter es Dir gelingt, in neuen Bahnen zu denken, desto weniger depressive Gedanken wirst Du haben. Gerade hierbei kann eine Psychotherapie sehr hilfreich sein. Bei einer Verhaltenstherapie beispielsweise werden neue Denk- und Verhaltensmuster verinnerlicht und eingeübt.

7. Verlange von Dir keinen Perfektionismus

Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass Dich die Depression vorübergehend lähmt. Du kannst also von Dir nicht die gleichen Leistungen erwarten, wie vor Deiner Krankheit. Doch sei guten Mutes: Viele haben sie überwunden und sind wieder völlig gesund geworden!

8. Stoppe das negative Gedankenkarussell

In einer Depression saugt man negative Gedanken quasi wie ein Staubsauger in sich auf und sie drehen sich wahrscheinlich ständig um Deine schlimme Situation. Was könntest Du gegen diese Negativspirale tun, in der Du gefangen bist? Versuche doch einmal ganz bewusst über Folgendes nachzudenken: Gibt es etwas in Deinem Leben, wofür Du dankbar sein kannst? Welche Menschen sind für Dich da und lieben Dich? Oder gibt es weitere Menschen, die Dir helfen könnten? Lenke Dich, so gut es geht, mit Dingen ab, die Dir guttun und Dir Freude machen.

Manchen hilft es, wenn sie im Laufe des Tages mehrmals etwas Schönes und Angenehmes tun und es ganz bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel: die geliebte Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken und versuchen, die damit verbundene Freude bewusst wahrzunehmen. Oder: In einer sonstigen angenehmen Situation verweilen und das Schöne daran eine ganze Zeitlang bewusst auf sich wirken lassen. Das wirkt wie Streicheleinheiten für Deine Seele! Probiere es doch einmal aus!

9. Bewege Dich möglichst oft und ausdauernd

Anfangs kann das ein kurzer Spaziergang sein, den Du im Laufe der Zeit etwas ausdehnen könntest. Das Laufen schafft das Gefühl, etwas geleistet zu haben und baut Dein Selbstwertgefühl auf. Ganz abgesehen davon, was die frische Luft und das Licht in Deinem Körper bewirken, wirst Du feststellen, dass beim Laufen Deine Grübeleien über Negatives nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Andere Möglichkeiten der Bewegung wären z.B. Radfahren, Schwimmen oder Gartenarbeiten. Auch wenn es Dich anfangs große Überwindung kostet Dich in Bewegung zu setzen, wirst Du feststellen, dass sich Deine Stimmung mehr und mehr aufhellt.

10. Wenn Du an Gott glaubst, dann suche auch bei ihm Hilfe!

Viele erwarten heutzutage aus dieser Richtung eigentlich nichts oder nicht mehr viel. Sie denken vielleicht, Gott nehme ihr Leid gar nicht war. Dem ist jedoch nicht so, wie aus vielen Stellen in der Bibel hervorgeht. In einem Text heißt es beispielsweise: ""Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10). Gott ist also keineswegs unnahbar, wie viele glauben. Er kann Dir helfen, wenn Du Dich ihm zuwendest und seine Nähe suchst.

Das sind nur einige wenige Tipps, die bei der Bekämpfung einer Depression hilfreich sein können. Ob Du erfolgreich bist, hängt zum einen von Deinen eigenen Bemühungen und zum anderen auch von der Art der Hilfe ab, die Du erhältst. Ich wünsche Dir, dass der Tag kommt, an dem Du Dein seelisches Tief überwunden hast und wieder vermehrt Freude in Dein Leben zurückkehrt!

LG Philipp



Hello.... Hatte ähnliches in meiner pubertären Zeit durch. Du denkst über Therapie nach - also hast du doch schon einen Lösungsansatz! Und wenn es nur zum zur Ruhe kommen ist, eine stationäre Therapie ist nicht schlimm und kann dir viel Last von den Schultern nehmen. Außerdem wird dir dort aufgezeigt, wie du deinen Tagesablauf stressfrei planen kannst, familiäre Probleme bewältigst, dir steht professionelles Fachpersonal zu Rat und Tat und mit den sozialen Kontakten (aus denen sich auch u.U. Freundschaften schließen können) klappts dort auch ganz gut. Alles Gute für Dich, Cheeky

nur falls ich das mache würde meine familie alles erfahren und davor habe ich angst ( werde erst in 3 Monaten 18)

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Puh. Medikamente sind auf Dauer keine Lösung. Such dir Freunde. Oder versuche mal heraus zu bekommen wieso du kein Halt findest und du so unglücklich bist.

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Wenn du dich danach richtest und, dann findest du auch ein Weg.

Die Kunst im Leben ist das Geben und Nehmen (nicht materiell) was ein Halt bzw. Anerkennung gibt.

das vertrauen in andere leute habe ich verloren und im grunde mache ich nichts gerne also so spontan fällt mir nichts ein

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