Wie lange vor einer Zwangsversteigerung ist ein freihändiger Kauf einer Immobilie noch möglich, u vor allem noch realistisch,kann Gläubigerbank das untersagen?

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5 Antworten

Wie in diesem Forum erwähnt, kann der betreibende Gläubiger bis quasi zur letzten Minute das Verfahren einstellen lassen.

Im vorliegenden Fall ist es jedoch wenig wahrscheinlich. Der Kaufvertrag ist noch gar nicht geschlossen, da man "derzeit noch in Preisverhandlungen" ist. Selbst wenn die Preisverhandlungen kurzfristig abgeschlossen werden und sich noch ein Notar findet, benötigt der betreibende Gläubiger, also die Bank, einige Zeit um die Seriosität des Kaufvertrages und des Käufers zu prüfen. Die Bank will vermeiden, daß es sich um einen Scheinvertrag handelt, der nur dazu dient, die Zwangsversteigerung abzublasen.

Genau da hätte ich als Kreditfachmann meine Bedenken, wenn jemand so kurz vor dem Termin einen Kaufinteressenten aus dem Hut zaubert.

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Kommentar von Aoki74
03.02.2016, 14:49

Ich dass es so kommt, dann hätten wir noch eine Chance das Haus zu erhalten. Traurigerweise wollte keine Bank die Immobilie zum angegebenen VK-Preis des Eigentümers finanzieren. Sollte es nun tatsächlich zur ZV kommen und der Preis sinken, würd die Sache natürlich anders aussehen.

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Das ist viel zu knapp. Bei einem Kauf kurz vor dem ZV Termin besteht die Gefahr, das der Käufer zwar einen Kaufvertrag hat, die Gläubigerin es jedoch nicht rechtzeitig schaft, den Termin aufheben zu lassen. In diesem Fall kann es passieren, dass das Objekt an einen Dritten versteigert wird und der "Käufer" auf den Notarkosten hängen bleibt.

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Kommentar von Aoki74
02.02.2016, 19:51

Also besteht für uns noch Hoffnung es in der Zwangsversteigerung zu erhalten! Dann heißt es jetzt abwarten u Glück haben.

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Die betreibende Gläubigerin kann das Verfahren jederzeit zur Eisntellung beantragen.

Sofern ein potenieller Käufer vorhanden ist, der das Vertrauen der betreibenden Gläubigerin genießt und diese veilleicht zusätzlich noch ein Kreditgeschäft wittert, könnte die Einstellung sogar noch während des Termins oder auch noch danach im Wege der Versagung des kurzzeitig ausgesetzen Zuschlags erfolgen.

Sofren es der Bank aber zu lästig erscheint das Risiko der ZV zu schmälern, gehen sie doch einfach hin und ziehen Sie sich die Immobilien per Gebot rein!?!

Entscheidet die Bank anders, können Sie das so oder so nicht verhindern. Bieter sind bei Terminen gern gesehene Gäste!

Sogar da geht teilwesie "noch was" im Gespräche auf dem Gerichstflur mit dem Vertreter der Bank während er 1/2-stündigen Bietzeit. -

Pecunia non olet!

Vergessen Sie nur nicht die Bietgarantie in Höhe von 10 % des Verkehrswertes beizubringen und denken Sie an Ihren Personalausweis!.


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Kommentar von Aoki74
02.02.2016, 15:21

Ja, das würden wir ja gerne. Haben jetzt nur Angst, dass es doch noch vorab verkauft wird.

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Grundsätzlich ist es bis zur letzten Minute möglich. Dazu muss aber der betreibende Gläubiger zustimmen und den Termin aufheben. Die Frage ist, was der Gläubiger haben will. Nur die Aussage "Ich kaufe" wird wohl nicht reichen. Der Gläubiger wird sicher Geld sehen wollen. Als Privatperson muss (ich glaube nur in manchen Bundesländern) dir der Kaufvertragsentwurf 14 Tage zur Verfügung gestellt werden. Erst dann darf beurkundet werden. Dies sollte man beachten.

Ob der Gläubiger mitmacht, hängt sicher vom Zeitpunkt und vom Kaufpreis ab.

Da die Zwangsversteigerung einmal läuft und der Termin möglicherweise schon steht, ist dies ggf. der leichtere Weg für den Gläubiger. Ein Kaufvertrag muss abgewickelt werden, ggf. weitere Gläubiger beachtet werden etc. Bei der Zwangsversteigerung wird der Zuschlag erteilt und gut.

Als Gläubiger kann der Kaufvertrag immer untersagt werden, außer dieser wird dadurch voll befriedigt.

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Kommentar von Aoki74
02.02.2016, 13:53

Der ZV-Termin ist ja bereits in 2 Wochen, also kann ich hoffen, dass es uns vorher keiner vor der Nase wegschnappt!?

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Kommentar von schelm1
02.02.2016, 14:29

Als Privatperson muss (ich glaube nur in manchen Bundesländern) dir der
Kaufvertragsentwurf 14 Tage zur Verfügung gestellt werden. Erst dann
darf beurkundet werden.

Gilt nur für Geschäfte mit Immobilienprofis (Bauträgern etc.) zum Schutz des Käufers vor Übertölpelung, nicht für Verträge unter Privatleuten, die dürfen Sich gegenseitig vertraglich übers Ohr hauen!.

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Ob es diesbezüglich rechtliche Fristen zu beachten gibt weiß ich nicht.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die Gläubigerbank Einwände haben wird, wenn durch einen Verkauf ein dem Verkehrswert entsprechender Erlös erzielt wird.

Spätestens mit der Eintragung der Zwangsversteigerung im Grundbuch dürften jedoch die Chancen auf einen Verkauf der Immobilie gegen Null tendieren.

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Kommentar von Aoki74
02.02.2016, 13:48

Wann geschieht denn diese Eintragung und wo kann ich erfahren ob sie schon erfolgt ist? Und weshalb sieht es dann genau mit dem Verkauf schlecht aus?

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