Wie lange sollte einem der Vermieter Zeit geben, die Nebenkostenabrechnung zu bezahlen?

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5 Antworten

Der Mieter hat vier Wochen lang Zeit, die Betriebskostenabrechnung zu überprüfen. Die Frist beginnt mit Zugang der Abrechnung beim Mieter. Innerhalb dieser vier Wochen muss der Mieter noch keine Zahlungen vornehmen.

Mit Ablauf der vierwöchigen Überprüfungsfrist muss der Mieter die vom Vermieter gewünschten Nachzahlungen vornehmen, kann dabei aber einen Teil zurückbehalten oder unter Vorbehalt zahlen (siehe nächsten Punkt in diesem Ratgeber).

Unabhängig davon hat der Mieter insgesamt zwölf Monate Zeit, gegen die Nebenkostenabrechnung Beschwerden vorzutragen und den Vermieter um eine Korrektur zu bitten. Innerhalb dieser Zeitspanne hat der Mieter das Recht, Einsicht in die Abrechnungsunterlagen und Kostenbelege direkt beim Vermieter vorzunehmen. Dazu muss der Mieter in der Regel direkt vor Ort beim Vermieter erscheinen. Nicht alle Vermieter senden dem Mieter auf Verlangen Kopien der Dokumente und Belege zu. Geschieht das aber, so hat der Vermieter das Recht, bis zu 25 Cent pro Kopie vom Mieter zu verlangen.

Nein, das ist nicht in Ordnung. Da man ja auch berücksichtigen muß, daß eine Zahlung z. T. mehrere Tage bis zur Gutschrift auf dem Empfängerkonto dauert, müsste die Überweisung bereits heute veranlasst werden. Das kann nicht sein, der Vermieter muss eine angemessene Frist für die Überweisung einräumen (10-14 Tage).

So kenne ich das auch, man muss die Abrechnung erst mal prüfen, und bisher brauchten wir immer erst zusammen mit der nächsten Miete zu zahlen.

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Die Fristsetzung ist zwar nicht Unrecht, aber auch nicht angemessen. Wer den Zeitraum für unangemessen hält, kann schriftlich gegen die Abrechnung widersprechen, Einsicht in alle Unterlagen nehmen und somit eine Zeitverzögerung erzielen. Auch nicht der richtige Weg, aber eine Antwort.

Der Vermieter muss Dir 1) die Möglichkeit einer Prüfung (Nebenkostenabrechnung) einräumen. Das geht sicher nicht von heute auf morgen.

2) Zahlungsziel 21 Tage finde ich angemessen.

3) Der Vermieter kann die Vorauszahlungen für das Folgejahr anpasssen. So werden hohe Nachforderungen vermieden.

Unser alter Vermieter hat uns immer eine Frist von 2 Wochen gesetzt. Wenn einer eine hohe Nachzahlung hatte, konnte man kulanterweise auch in mehreren Raten nachzahlen.

Bei einer Gutschrift (eher selten) bekam man das Geld auch sofort.

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Da die meisten Vermieter in der Regel die Nebenkosten auch vorstrecken müssen, kann ich das mit der Fristsetzung verstehen. Denn die Stromversorger, die Gemeinde etc. wollen ja auch pünktlich ihr Geld sehen.

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