wie lange reiten um "gut" reiten zu können?

11 Antworten

Sie meint das macht es vor allem durch die Hilfengebung am Zügel 

das ist völlig falsch. wenn sie es so macht, macht sie es falsch.

das erarbeitet man über bein und sitz. deine freundin ist also meilenweit von gutem reiten entfernt.

gutes reiten beginnt mit der ersten longenstunde. in erster linie benötigt man dazu lernwillen, konzentrationsfähigkeit (auf den unterricht) und sensibilität für das, was das pferd tut und wie es reagiert. und es braucht ein geeignetes schulpferd. das wichtigste ist aber geduld mit sich selber und seinem lerntempo. diese geduld musst du selber haben und diese geduld muss dein trainer haben.

"gut" reitet, wer pferdefreundlich reitet.

mit den zügeln den pferdekopf runterzuzuppeln ist alles andere - nur nicht pferdefreundlich.

das, was viele im stand beim pferd mit den zügeln tun, um "den kopf runterzuzuppeln) quittieren alle unsere schulpferde mit rückwärtsgehen. wenn der reiter es dann gar nicht bleibenlässt, folgt ein bocksprung. so verhält sich jedes gut ausgebildete pferd.

also - "gut reiten", das macht man von anfang an oder man lernt es nie.

bei uns kommen die reitschüler in die gruppe, wenn sie die grundlagen für das reiten über bein und sitz gelernt haben und das pferd ohne zügel steuern können. die verwendung der zügel wird dann nach und nach erarbeitet. galoppieren lernt der reitschüler, wenn er dazu bereit ist. viele äussern den wunsch, zu galoppieren nach etwa 1 1/2 - 2 jahren. wenige eher, manche erst nach 3 jahren. niemand, der nicht will, muss bei uns galoppieren.

unsere schulponys und -pferde werden mit reiter an der longe nicht galoppiert, um ihre beine und ihren rücken zu schonen.

überleg bitte, was du willst - hast du sportliche ambitionen, brauchst du von anfang an intensivtraining, reitest du, um deine freizeit mit einem schönen hobby zu gestalten, such dir eine reitschule, die pferdefreundliches reiten anbietet.

du willst den fünften schritt vor dem ersten machen. und sicher - mit 25 bist du als reitanfänger uralt^^

die älteste anfängerin bei uns am stall war 60, als sie das erste mal auf einem pferd sass. das ist jetzt 6 jahre her. sie holt sich wöchentlich ihre einzelstunde ab und geniesst es sehr, mal für einige stunden ihrem stressigen alltag den rücken zu kehren. dieses jahr hat sie sich den traum von einem seriösen reiterurlaub mit vielen begleiteten ausritten an einem seriösen reiterhof erfüllt und sich gefreut, weil man ihr ein wirklich sehr fein zu reitendes pferd zugeteilt hat.

bitte nimm dir deine freundin nicht als beispiel und schau auf das, was du selbst tust.

ein guter ausgleichssport ist lenkdrachen fliegen. denn der drachen reagiert auf die kleinste bewegung deiner finger und deines körpers - mindestens genauso sensibel wie ein pferd.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

tja.... ein Leben reicht nicht aus. Auch die Olympiasiegerin würde im nächsten Leben manches anders machen.

Es kommt nicht auf die Dauer des Reitens an. Ich kenne eine Frau, die seit 30 Jahren reitet und zwar sehr schlecht. Ihr Pferd betreibt halt Fleischtransport. Gott sei Dank verlangt sie von ihrem jetzigen Pferd auch fast nichts. 30 Minütchen Schritt ums Feld.

Aber ich erinnere mich an ein junges Mädchen, das seine sechste Reitstunde hinter sich hatte und mal das brave Pferd einer Freundin "reiten" durfte. Wir schauten dem Mädchen zu und ich sagte dann leise zu meiner Freundin. "Wenn die dabei bleibt, reitet die in zwei Jahren besser als wir." Das Mädchen hatte ein großes Talent und meine Voraussage hat sich auch bewahrheitet. Allerdings große Talente brauchen auch "große" Trainer, damit sich ihr Talent entfaltet.

Ansonsten solltest du dir auch mal ein paar gute Reitlehren zu Gemüte führen. Fang mit "So verdient man sich die Sporen " von Horst Stern an. DAs Buch ist zwar 50 oder 60 Jahre alt, aber grundsätzlich stimmt das, was darin steht. Es ist super für Anfänger geeignet. Und danach, wenn du schon ein wenig verstanden hast, liest du das Buch von M.Putz "Reiten mit Verstand und Gefühl."

Und was das "Kopf runter" angeht.... bei korrektem Reiten ist nicht der Kopf unten, sondern der Hals ab Widerrist. Der Kopf ist unten, weil er am Hals befestigt ist. (Es sei denn, das Pferd geht "in Aufrichtung", aber soweit bist du noch viele, viele Jahre lang nicht.)

Vergiss das also mit dem "Kopf unten" ganz schnell. Soweit, dass der Hals nach unten kommt, bist du noch sehr, sehr, sehr lange nicht. Wie sagte ein RL: "der Kopf ist wie ein Apfel. Der fällt von alleine - wenn man richtig reitet." Oder der ehemalige Chef der Münsteraner Reitschule Albert Stecken sagte: "Richtig reiten reicht."

Korrektes Reiten ist das harmonische Zusammenspiel aller HIlfen. Und die Zügelhilfe ist die vergleichsweise uninteressanteste Hilfe von allen. Sie sollte vielleicht 5 bis 10% der HIlfen ausmachen. Und bis man das einigermaßen kann, vergehen in der Regel Jahre.

Reiten ist der schwerste Sport, den es gibt, denn man muss nicht nur lernen, oben zu bleiben, sondern man muss lernen , mit seinem Körper einen Dialog mit dem Pferd zu führen. SCHWER. SEHR, SEHR SCHWER.

Albert Stecken sagte: "Richtig reiten reicht."

Das war Paul Stecken! Ansonsten natürlich völlig richtige Antwort

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@Grauling0605

ach so. Alles klar. Für mich hieß der immer Albert. Vermutlich habe ich seinen Vornamen unwillkürlich mit dem Namen des Bruders meines damaligen Reitlehrers verwechselt. Der hieß nämlich und hat eine sehr große und teurer Reitlehrer geschrieben. Albert Brandl hieß er.

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@Dahika

Albert war sein Bruder, ebenfalls Offizier, Dressurreiter und Bundestrainer der Deutschen Dressur

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…und selbst „Hals unten“ ist noch keine Garantie, dass es „richtig“ und „gut“ ist. Allein, das richtig zu sehen und bewerten zu können, dauert Jahre. Zu tief darf der Hals auch nicht kommen.

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Was nennst du „gut“? Das ist wie Klavierspielen. Man lernt nie aus, und was „gut“ ist, beurteilt jeder anders.

Wenn für dich „gut“ ist, dass das Pferd den Kopf so schön hält, bei gutem Unterricht 4 Jahre. Bei weniger gutem Unterricht nie.
Dass es „so schön leicht aussieht“, bei einmal in der Woche frühestens in 10 Jahren; bei mangelndem Talent oder schlechtem Unterricht nie.
Wenn Du ein begabter Paartänzer bist, geht es vielleicht auch etwas schneller. Denn im Prinzip ist gutes Reiten wie Tanzen - der Reiter führt, das Pferd reagiert freudig.

Ein braves Pferd im gewünschten Tempo in die gewünschte Richtung zu bugsieren, lernt man relativ schnell. Wirklich gut reiten dagegen ist eine Lebensaufgabe.

Was den Zügel angeht: weniger ist mehr. Auf die perfekte Koordination und das Feingefühl kommt es an!

Befasse dich auch in der Theorie mit dem Reiten. Es gibt gute Fachbücher und anschauliche Lehrfilme. Denn nur, wenn man wirklich versteht, was man macht, kann es „gut“ werden.

  1. was ist ein Beaverspferd?
  2. Denn im Prinzip ist gutes Reiten wie Tanzen - der Reiter führt, das Pferd reagiert freudig.

Ich kenne einen Araberreiter, der seinen Araber siegreich gegen Warmblüter in der M-Dressur geritten hatte. Er ist hauptberuflich Tanzlehrer und würde deinen Satz absolut unterstreichen.

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@Dahika

Zu 1) hab dies und noch ein paar weitere Tippfehler korrigiert 😉

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Es gibt keine Tips und bei 1 x die Woche wird es sehr lange dauern, bis Du Dich einigermaßen mit den Pferdebewegungen angefreundet hast. Und dann kommt noch die generelle Kommunikation.

Du hast aber den Vorteil, dass Du durchs Tanzen schon ein sehr gutes Körpergefühl mitbringst.

Und, den Tip möchte ich Dir geben, lass Dir Zeit, setz Dich nicht unter Druck, vergleiche nicht, sondern hab Spaß und fühl Dich ein.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Pferdehaltung/Reiten seit 1970

,,Gut reiten" ist schwierig zu sagen, weil es ja nach oben hin keine Grenzen gibt. Aber die ,,Grundlagen lernt man sehr schnell. Das Wichtigste für den Anfang ist eine gute Körperhaltung. Du kannst dann später auch immer mehr ausprobieren und dich spezifizieren, in Richtung Dressur, Springreiten, usw.

Aber die ,,Grundlagen lernt man sehr schnell.

Äh ne. Vielleicht bist du ja ein Supertalent, aber beim Reiten lernt man nichts sehr schnell.

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@Dahika

Außer man zählt "im Schritt draufsitzen und grob die Richtung bestimmen" als Grundlagen. Meinen Freund kann ich jetzt nach viermal draufsitzen alleine über den großen Springplatz schicken im Schritt. Er sitzt tatsächlich recht geschmeidig und hat kapiert, wie man sich drehen muss, um zu lenken. Alles weitere muss ihm jemand anders beibringen.

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@Dahika

Bei mir gings sehr schnell. Also klar waren das schon ein paar Stunden, aber trotzdem

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@Grauling0605

Also als Grundlagen zähl ich jetzt schon bisschen mehr, alle Gangarten gut können, Zirkel, Volte, Aussitzen, etc.

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@Eyserider

Die Grundlagen gehen bis L . Und wer kann von sich mit Fug und Recht behaupten, es bis L geschafft zu haben?

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