Wie lange muss man als Privatperson Steuerbescheide aufbewahren?

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3 Antworten

Generell 10 Jahre kann man so nicht sagen. Beispielsweise schreibt das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit nur vor, das Handwerkerrechnungen 2 Jahre aufzubewahren sind. Diese Rechnungen werden ja bei der Erklärung mit eingereicht und vom FA geprüft.
Da die Bescheide von Privatpersonen i.d.R. nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung ergehen sind sie 1 Monat nach Zustellung rechtskräftig und die Belege hat man wieder zurück.
Damit ist das Jahr für das FA erledigt und man kann den Bescheid und die Unterlagen vernichten. Ausnahme siehe oben. Nur wenn grundsätzlich strittige Aufwendungen gelteld gemacht wurden auf welche das FA im Bescheid wg. anhängiger Klagen hinweist sollte man den Bescheid aufheben (wie jetzt z.B. die Pendlerpauschale-Km-Geld-Weg zur Arbeit).
Wenn also nur die ganz normale ESt.-Erklärung gemacht wird, ohne irgendwelche anderen Einkünfte, kann man die Bescheide eigentlich vernichten, aber besser für das nächste Jahr aufheben zum kucken was im Vorjahr erklärt und beschieden wurde.

Nein - nur als Gewerbetreibender muss man sie 10 Jahre aufheben - wobei sich das eigentlich nicht auf die Steuerbescheide, sondern auf alle Unterlagen, die man seiner Steuererklärung in den letzten 10 Jahren zugrunde gelegt hat, bezieht. Wirkliche Privatpersonen als Arbeitnehmer müssen Unterlagen dieser Art nur afheben, wenn sie ihre Steuererklärung mit ELSTER abgegeben haben - dem Steuerprogramm der Finanzbehörden, denen man kaum Belege beifügen muss.

Alle Rechnungen und Steuerbescheide sind 10 Jahre aufzuheben.

wow, Danke - wirklich auch als Privatperson 10 Jahre?

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