Wie lange muss ein Werbeartikel vorrätig sein?

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11 Antworten

Lede gibt es da keine festgeschriebene Zeitspanne. Geht man damit vor Gricht - tut kaum einer - entscheidet der Richter von Fall zu Fall. Man kann aber immer Druck auf bie Läden ausüben, die scheuen negative Werbung, Presse usw.

Auf welcher Grundlage soll ein Richter den was zu Gunsten des einzelnen Kaufinteressenten entscheiden, wenn dieser das erwartete Produkt nicht im Laden vorfindet? Welche Rechte soll der Kaufinteressent denn hier ueberhaupt geltend machen koennen.

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@DerCAM

Die Werbung ist natürlich im Prinzip ein verbindliches Angebot. Damit haben sich durchaus schon Gerichte beschäftigt!

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ist es denn nicht gesetzlich geregelt,das ein Werbeprodukt,eine gewisse Zeit vorrätig sein muss?

Ja, gem § 5 (5) UWG eine "ausreichende Menge" für "mindestenstens zwei Tage" - was eben nicht bedeutet, daß gerade du noch einen bekommen musst.

Einen Rechtsanspruch auf einen Kaufvertrag hast du eh nicht, und einen Wettbewerbsverstoß abzumahnen, bringt dir auch keinen :-O

G imager761

Das ist eine rein wettbewerbsrechtliche Frage. Als Kaufinteressent kannst du hingegen keinerlei Rechte geltend machen, wenn die angebotene Ware nicht in ausreichender Menge verfuegbar ist.

Du hast also keinen Anspruch, ein in einem Prospekt beworbenes Produkt auch tatsaechlich zu erhalten. Schliesslich stehst du zu dem Zeitpunkt, an dem du von der Werbung Kenntnis erhaeltst, noch in gar keinem vertragsverhaeltnis mit dem haendler. Ein solches entsteht regelmaessig erst in dem Moment, in dem du dem Haendler dein Kaufangebot unterbreitest UND der Haendler dies dann auch annimmt (oder umgekehrt, ein Massenprospekt stellt jedoch noch kein Vertragsangebot dar). Wenn er das beworbene Teil aber nicht mehr vorraetig hat, wird er dein Kaufangebot gar nicht erst annehmen und somit gibt es auch keinen Vertrag, aus dem du irgendwelche Rechte ableiten koenntest.

Allerdings kann ein Wettbewerbsverstoss vorliegen, wenn der Haendler ein Produkt bewirbt, dieses dann aber nicht in ausreichender Menge vorraetig haelt. Dagegen vorgehen koennen aber nur Mitbewerber des betreffenden Haendlers sowie Verbraucherschutzverbaende. Ansprueche des Verbrauchers entstehen hieraus regelmaessig keine.

Es ist fuer den Verbraucher also voellig uninteressant, welche Menge der beworbenen Produkte tatsaechlich vorraetig ist.

Normal müssen artikel aus Werbeaktion bis zu 2 Tagen käuflich sein. Das ist BGH-gesetzlich geregelt. Nur man achte auf "normal". Die Formulierung ist so wachsweich bzw die Umgehungsmöglichkeiten sind so vielfällig, dass dies fast nie der Fall ist. Ich wolte einen LCD-TV kaufen. den gab es in Magdeburg nicht mehr. Da habe ich den über meine Schwester in Höchstadt/Aisch bekommen. Also ca. 400 km erfernst, wurde mir aber frachtfrei zugesand.

Und noch ein Beispiel zu Kaufland. Es wurden Handstaubsauger für 14.95 € beworben. Als ich anrief und frage ob dieser noch zu haben ist: "Ja ein Stück ist nocht da. Das wurde mir für 2 Stunden reserviert. Als ich das Teil beim Empfang abholte, dann aber am Regal vorging lagen da noch 7 Geräte. Nur waren diese mit 19,95 € ausgezeichnet. Ich nahm ein zweites mit und bekam deses auch für 14,95 €.

Am heutigen zweiten Tag der Gültigkeit des Handzettels dürfte die beworbende Ware noch nicht ausverkauft sein.

Dazu rechtlich folgendes; Das OLG Hamburg (Urt. v. 07.03.2005 - Az.: 5 U 99/04) hatte darüber zu entscheiden, in welchem Umfang ein Werbetreibender Sonderangebote bei sich im Laden zu bevorraten hat, wenn er diese aktiv in der Öffentlichkeit bewirbt. ...

Unter Berücksichtigung der Art der Ware, der Gestaltung der Werbung, der Attraktivität des Preises und der Größe und Bedeutung des werbenden Unternehmens greift hier die Vermutung des § 5 Abs.5 UWG, wonach der Verkehr eine ausreichende Bevorratung jedenfalls für zwei Tage erwartet."

http://www.dr-bahr.com/news/news_det_20050507104501.html

Das nächste Mal nicht vom Verkaufspersonal abspeisen lassen, sondern die Marktleitung verlangen.

Dann werde ich mich heute mal Telefonisch melden.

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@Bluesea13

vor zig Jahren hatte ich auch mal unbedingt ein Schnäppchen von denen haben wollen, damal war ein Folieschweißgerät dort super günstig. Bei meinem Eintreffen war es natürlich schon weg. Habe mir dort einen mit Krawatte geschnappt und in höflichst auf meine lange Anreise und meiner nun vorgefundenen Enttäuschung hingewiesen und siehe da er griff zum Handy und tlefon ierte mit anderen Filialen. Bereits m Folgetag konnte ich mir mein Schnäppchen abholen.

Ich denke, wenn man dort sachlich und korrekt auftritt, wird schon der Versuch unternommen, eine Kundenzufriedenheit zu erzielen.

Ich hoffe du erreichst auch durch ein Telefongespräch dort etwas. Wir hier bei gutefrage.net wünschen dir wohl alle, dass es klappt. Wäre auch für andere bestimmt von Interesse, din Ergebnis zu erfahren.

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@helmutgerke

Ich war heute nochmals da,und siehe da!

es wurde telefoniert...eine andere Filiale(selbe Stadt) hatt noch welche.Werde mich heute früh auf den Weg machen.

Das ich aber den Vorschlag unterbreiten musste,ist naja...

danke :-)

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Heute? Wann macht denn euer Kaufland auf? Unseres öffnet erst um 7 Uhr. Vielleicht war der Artikel noch nicht eingeräumt? Warum hast du nicht gleich vorne am Eingang gefragt (am Informationsschalter)?

ja wenn man werbung macht, dann muss man auch entsprechende mengen des produktes vorrätig haben. sonst ist das nicht rechtens. wie der begriff für das vergehen war, weiß ich nicht mehr.... vll unlauterer Wettbewerb?

Nein. Woraus soll sich die Pflicht ergeben, etwas vorrätig haben zu müssen?

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@EpicNeo

Naja aber gemeint sind wohl nur Extremfälle, bei denen die Leute in den Laden durch übertriebene Lockvogelangebote gelockt worden sind. Ein einfacher Werbeflyer wie hier dürfte dafür nicht genügen.

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Es gibt keine Regel dafür, dass ein Gegestand vorrätig sein muss. Stichwort: Freie Marktwirtschaft!

Wenn nicht ausdrücklich auf der Werbung drauf steht, solange der Vorrat reicht,steht der Laden in der Pflicht. Oder auch begrenzte Stückzahl.

normal steht im flyer sowas wie "nur solane der vorrat reicht"

das ist eine sogenannte freizeichnungsklausel, die sichert den verkäufer gegenüber unzufriedenen kunden ab.

"angaben ohne gewähr" z.b. bei lottozahlen ist auch so was

sorry für dich aber da hast du wohl leider pech gehabt...

im internet gibts aber auch immer ganz günstige geräte wenn dir das hilft

findest du in dem ganzen prospekt keine solche freizeichnungsklausel bist du natürlich im recht und das produkt muss in dem angegebenen zeitraum auch vorrätig sein... aber ich denke nich dass die das vergessen haben...

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@Kitty831988

Selbst ohne eine solche Klausel hat der Kaufinteressent keinen Rechtsanspruch darauf, das beworbene Teil auch wirklich zu erhalten. Schliesslich hat er ja nicht einmal einen Rechtsanspruch darauf, dass der Haendler mit ihm ueberhaupt einen Kaufvertrag schliesst.

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@DerCAM

schon klar... ich dachte das wäre eh logisch und wollte nur ne begründung abgeben... welcher geschäftsbetreiber würde sich denn schon freiwillig in rechtliche schwierigkeiten bringen indem er jedem kunden ein solches gerät in form eines flyers versprechen würde?^^

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es gibt keine vorschrift wie viele artikel vorhanden sein müssen, aber es muss schon eine angemesse menge sein und nicht nur 10 stück oder so

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