Wie lange müssen Ärzte Patientenakten aufbewahren?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

DEin Arzt kann die Unterlagen aus der Praxis anfordern. In der Regel werden Diese 30 Jahre aufbewahrt. Sollte es sich um eine vererbbare Erkrankung (auch bei Krebs) handeln, bekommt ihr sofort Auskunft, da Ihr Familienangehörige seit....LG

DH! 30 Jahre, korrekt! Zumindest was die gesetzliche Aufbewahrungszeit betrifft. In Zukunft wird das länger sein, da die Daten seit vielen Jahren elektronisch verarbeitet und gespeichert werden.

Gegebenenfalls würde ich mir bei begründetem Verdacht eine richterliche Verfügung besorgen.

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Akten müssen 30 Jahre aufbewahrt werden

Egal wie lange die Akten aufgehoben werden müssen, Ihr werdet nichts erfahren. Es sei denn, Ihr habt eine Vollmacht des Vaters, dass dieser den Arzt von seiner Schweigepflicht entbindet.

Unser Vater ist schon 1977 gestorben, die genaue Ursache ist uns aber nicht wirklich bekannt. Unsere Mutter lebt auch nicht wo wir nachfragen könnten.

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@kieljo

Das ist bedauerlich, aber abgesehen von der Aufbewahrungsfrist, darf euch der Arzt eh keine Auskunft geben, wenn eurer Vater nicht eine Entbindung von der Schweigepflicht euch gegenüber beim Arzt abgegeben hat.

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Eine postume Entbindung von der Schweigepflicht läge auch dann vor, wenn ein mutmaßliches Interesse des Patienten bestehen würde (Kunstfehler, Straftat etc.). Allein die Neugierde von Angehörigen, auch wenn sie noch so gut zu verstehen ist, stellt jedoch keinen Grund zu Herausgabe der Akte dar.

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Scheidungsurteil von 1976 für Erbschein fehlt

Für die Antragstellung auf einen Erbschein für unsere verstorbene Mutter brauchen wir ihr Scheidungsurteil, das es aber auch im Amtsgericht nicht mehr gibt. Auch auf der Eheurkunde wurde dieser Eintrag versäumt wie mir heute vom Standesamt Bremen mitgeteilt wurde ( Eheschließung Bremen 1958, Scheidung Magdeburg 1976) Da wurde zu DDR Zeiten nichts kommuniziert. Wir haben im Stadtarchiv Magdeburg eine öffentliche Todesanzeige unseres 1977 verstorbenen Vaters gefunden, auf dem auch unsere Mutter und das Datum der Scheidung aufgeführt wird. Das ist das einzige Dokument mit einem Scheidungsvermerk, das wir haben. (außer auf der Sterbeurkunde unsres Vaters , die aber nicht anerkannt wird) Dem Standesamt Bremen genügt die Todesanzeige aber nicht um die Eheurkunde nach 38 Jahren auf den rechtmäßigen Stand zu bringen. Man verweist uns wieder an das Nachlassgericht in Magdeburg, das das Dokument vielleicht anerkennen könnte - oder eben auch nicht. Wir haben bei diesem Amtsgericht nur schlechte Erfahrungen gemacht, wir wurden arrogant behandelt und es wurde in keiner Weise der Versuch unternommen, uns behilflich zu sein. Wir wurden von einem Amt zum ändern geschickt, und erhielten oft widersprüchliche Informationen. Dabei geht um kein Vermögen sondern um das Konto unserer Mutter. Geld, das sie für ihre Beerdigung zusammengespart hatte! Damit wir uns keine Sorgen machen sollten. Es ist echt ein Skandal! Was können wir jetzt noch tun? Alle Bemühungen sind gestrandet. Kann uns jemand helfen? Wir sind dankbar für jeden Rat ! Martina

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