Wie lange kann sich Deutschland noch das veraltete Bildungssystem leisten?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Es gibt durchaus Schulen und Lehrer, die Schüler zum intrinsischen Lernen motivieren können und dies auch tun.

Das gelingt vor allem Lehrern an Schulformen wie Waldorf oder Montessori...

Aber auch an staatlichen Schulen kann das gelingen, wenn die Grundvoraussetzungen (kleine Klassen, motivierte Lehrer, genügend Material, Zeit) gegeben sind und Lehrern zu einem gewissen Grad freie Hand gelassen wird.
Aber da müssen auch die Schüler mitziehen und sich auch selbst Dinge erarbeiten. Das ist anstrengend und wird nicht immer geliebt.
Und solange unter Schülern die Meinung vorherrscht, dass Man cool ist, wenn man sich in der Schule verweigert, wird das leider nichts. Da können sich Lehrer und Kultus noch so anstrengen.
Wenn aber an Schulen frontal wie vor 20 Jahren gelehrt wird (was Schüler teilweise genießen, weil Zeit fürs Netz) dann wirds schwierig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch wenn ich mir vorstellen kann, was Du mit Deiner Frage meinst, muss ich Dir sagen, dass es keine Systemfehler in der Schule gibt. Sie funktioniert genau so, wie es von ihr verlangt wird. Der Irrtum liegt darin, dass wir der Schule Funktionen zuweisen, die sie in ihrem heutigen Zustand weder erfüllen kann noch soll.

Die 4 Funktionen der Schule:

  • Vorbereitung auf (berufliche und gesellschaftl.) Anforderungen
  • gesellschaftlich erwünschte Verhaltensweisen (Erziehung)
  • Selektion (man kann auch Auslese sagen) und Zuweisung sozialer Positionen in der Gesellschaft
  • Sicherung der Loyalität gegenüber dem Staat

Das funktioniert in allen Gesellschaften gleich, egal ob Königreich, Diktatur oder Demokratie. Keine einzige dieser Funktionen dient dem Bedürfnis nach individueller Bildung des einzelnen Menschen. Letzeres war nie Aufgabe der Schule. Als die herrschende Gesellschaft Soldaten brauchten, produzierten Schulen Soldaten, als sie Faschisten brauchten, produzierten die Schulen Faschisten. Gleiches gilt für den Bedarf an Nationalisten, Fabrikarbeitern, Konsumenten usw.

Ein Paradebeispiel, neben Deutschland, ist China. Das Land nimmt regelmäßig Spitzenpositionen in den PISA-Studien ein und in keinem anderen Land ist die Selbstmordrate unter Schülern so groß wie dort. Das nimmt man billigend in Kauf. China will wirtschaftlich und politisch an die Weltspitze und die Schule erzeugt den Konkurrenzkampf schon unter den Schülern.

Wenn etwas die Schule ins Wanken bringen kann, dann ist es der technologische Fortschritt. Ich betone KANN. Das Foto - ich hoffe man kann etwas erkennen - belegt etwas anderes.

Als Einzelner hast Du nur die Möglichkeit, Dich dem Sytem zu entziehen.

Gruß Matti 

"Entwicklung" der Schule - (Schule, Bildung)
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich möchte das mal anders formulieren: Können wir es uns leisten, Schüler zu haben, deren Lebensinhalt darin besteht, sich in sozialen Netzen zu tummeln und bei Nichtwissen sich hier die Hausaufgaben lösen zu lassen? Kurz: wie wäre es, wenn Bildung und Lernen einen etwas höheren Stellenwert bekäme? Und die Motivation, selber Probleme lösen zu wollen?

Wenn Schüler es als ihr Grundrecht ansehen, im Unterricht im Netz zu surfen, dann helfen auch modernere Methoden nicht sehr viel. Wenn jedes noch so kleine Wort auf die große juristische Waage gelegt wird, was soll man solchen Menschen beibringen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Problem in Dreutschland ist, dass quasi jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht. Die Kultusministerien sind unbeweglich, wie das eben in einem verstaubten Beamtentum üblich ist. Wenn ein Schüler von einer Schule in Niedersachsen z. B. nach Bayern wechselt, dann geht dieser Übergang nicht reibungslos, sondern mit Defiziten belastet. Es gab vor Jahren Zeiten, da war sogar die Rechtschreibung zu Teilen im Norden anders als im Süden. Ich wohne im Bundesland Bayern. Viele Schüler denen der Lehrstoff an bayerischen Gymnasien zu schwierig ist, das Abi wahrscheinlich nicht schaffen, wechseln in ein hessisches Gymnasium. Dort schaffen die Schüler das Abi dann wesentlich leichter. Solche Unterschiede dürfte es nicht geben. Es sollte eine Vereinheitlichung der Schulsysteme und des Lehrstoffes an allen Schulen, egal ob Grundschule, Mittelschule oder Gymnasium angestrebt werden. Das wird aber ein Wunsch bleiben, dessen Umsetzung nie erfolgt. Das liegt an unserem System und Änderungen sind nicht vorgesehen. Es könnte ein zentrales Kultusministerium geben, welches die Lehrinhalte einheitlich festlegt. Auch die Lehrinhalte müssten dringend angepasst werden, aber auch da ändert sich kaum etwas.Man hält eben an den alten Strukturen fest. PISA Studien zeigen doch im Vergleich mit anderen Ländern, dass bei uns Nachholbedarf wäre.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Bulimielernen ist sicher ein Problem. 

Die Hauptprobleme liegen in der Absenkung des Leistungsniveaus, der Forderung nach möglichst vielen Abiturienten (die dann aber immer weniger können), einer wachsenden Zahl von bildungsfernen Eltern, oft eingewandert und in der Hektik von Reformen, die an der falschen Stelle ansetzen (Gymnasium auch bei Hauptschulempfehlung, , kostenneutrale Inklusion, individuelles Lernen etc.).

Außerschulische Probleme sind das Schwinden der Lesekultur ("Bücher sind schwul"), Überschwemmung der jungen Leute durch Medienmüll, sinkende Erziehungskraft der Familien usw. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Solange kein neues Konzept steht, muss wohl das Alte ran. 

So schlecht ist das System in Deutschland nicht!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe nicht verstanden, was jetzt überhaupt die Frage sein soll? Eine Antwort scheinst du nicht zu wollen, oder?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sam30092786
02.03.2017, 08:09

Wie lange kann sich Deutschland noch das veraltete Bildungssystem leisten?

0

In welchem Bildungssystem hast du denn Schreiben gelernt?

Wenn du für irgendetwas eintrittst, dann argumentiere besser nicht mit so einem wirren Gebrabbel.

Sonst kann der Schuss, besonders bei Bildungsfragen, ganz leicht nach hinten losgehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sam30092786
02.03.2017, 08:03

Genau wegen solchen Aussagen disqualifiziert man sich an einem Gespräch teilzunehmen.

Wenn du es nicht verstehen willst oder kannst, solltest du es lassen zu kommentieren. Man sollte es im Subtext verstehen können, sofern du über ein Gehirn verfügst. Ich habe nie behauptet dass ich Deutsch perfekt beherrsche. Das ist auch keine Voraussetzung sofern man in der Lage ist den richtigen Inhalt zu filtern.

2
Kommentar von Kuhlmann26
02.03.2017, 09:19

@rednblack: Du legst ein typisches Verhalten an den Tag. Wer gegen eine andere Meinung ist, aber keine Sachargumente hat, geht zu persönlichen Angriffen über, um als Sieger aus der "Diskussion" hervorzugehen.

1

kannst ja auf privatschule deiner wahl suchen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?