Wie lange kann man Nikotin, Teer (& andere Schadstoffe der Zigarette) im Blut nachweisen?

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Cotinin ist das Hauptabbauprodukt des dem Körper durch Rauchen und Passivrauchen zugeführten Nikotins. Seine Konzentration im Körper (Blut und Urin) ist abhängig von der Menge und Geschwindigkeit der Nikotinaufnahme und der Eliminationsgeschwindigkeit. Nikotin selbst wird rasch aufgenommen und verteilt und wird mit einer Halbwertszeit von 3 Stunden eliminiert. Cotinin hingegen hat eine Halbwertszeit von 19 Stunden und eignet sich deshalb besser zum Nachweis. Von der festgestellten Cotininmenge kann zurück auf die Ausgangsmenge Nikotin gerechnet werden (Halbwertszeit = Zeit, nach der die Hälfte der anfänglichen Konzentration abgebaut sind).

Nikotin bzw. Abbauprodukt Cotinin können im Körper prinzipiell im Speichel, im Urin, im Blut oder den Kopfhaaren nachgewiesen werden. Exakte Tests können von analytischen Labors durchgeführt werden. Ebenso stehen Schnelltests für den Nachweis von Nikotin in Urin und Speichel zur Verfügung. Die festgestellten Nikotinmengen lassen Rückschlüsse über das Rauch- verhalten einer Person oder dem Ausmaß einer Passivrauchbelastung zu. Kurzfristige Passivrauchbelastung lässt sich sowohl im Blut wie im Urin nachweisen, langfristige Belastung durch Kopfhaaranalyse.

Kopfhaaranalyse: Nikotin und Cotinin können wegen ihres schnellen Abbaus in Urin und Serum nur kurzfristig nachgewiesen werden. Einer Dauerbelastung z.B. auch durch Passivrauchen, lässt sich am besten durch eine Nikotinbestimmung im Haar nachweisen. Das menschliche Kopfhaar nimmt den Rauch aus der Umgebung ( bei Rauchern auch aus dem Körper) auf und speichert Rückstände über längere Zeit. Zur Analyse reicht eine etwa 2cm lange Strähne.

entnommen von rauchfrei.de

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