Wie lange ist man "Pflegebedürftig" nach einer Abtreibung?

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6 Antworten

  • Schwangerschaftsabbrüche finden ambulant statt. Du musst danach nicht krankgeschrieben werden. Im Regelfall wird man aber wegen der Narkose an dem Tag des Abbruchs nicht arbeiten gehen. Es kann sein, dass einige Ärzte Dich ein bis drei Tage krankschreiben. Du bist aber in der Lage, alle Tätigkeiten des Alltags selbst durchzuführen. Ja nach Narkose darf am Tag des Abbruch kein Fahrzeug geführt werden.
  • Die Schmerzen sind im Normalfall gering und ähneln stärkeren Menstruationsschmerzen. Du kannst Dir zudem wirksame Schmerzmittel verschreiben lassen.
  • Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei medizinischer und kriminologischer Indikation. In den anderen Fällen (Beratungsregelung) übernimmt der Staat die Kosten, wenn die Schwangere weniger als 1033 Euro im Monat zur Verfügung hat. In allen übrigen Fällen müssen die Kosten von der Schwangeren getragen werden.
  • Es ist Pflicht, drei Tage vor dem Abbruch eine offizielle Schwangerschaftskonfliktberatung zu durchlaufen. Darüber stellt die Beratungsstelle einen Schein aus. Sehr neutral, objektiv und umfassend berät zum Beispiel profamilia.de
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Der eingriff dauert (je nach fortschritt der schwangerschaft) 10-25 min. Richtigerweise bleibt man dannach noch für 1 Stunde zur Beobachtung dort. Dannach darfst du nach Hause gehen, solltest dich aber ausruhen. Du wirst normalerweise für einige wenige tage krank geschrieben, du bekommst schmerzmittel mit nach hause. Du fühlst dich müde, schlapp.. es kann zu komplikationen wie unterleibsschmerzen, blutungen, infektionen und fieber kommen. In dem fall musst du sofort wierder hin. Routinemäßig gibt es aber eine verpflichtende nachuntersuchung, auch wenn du keine beschwerden hast.

Vor jeder abtreibung findet eine untersuchung deines schwangerschaftsfortschritts und ein gespräch statt, schließlich kann es zu lebensverändernden komplikationen wie unfruchtbarkeit bis hin zu lebensgefährlichen infektionen kommen, das kommt zwar recht selten vor, du wirst darüber aber aufgeklärt. Außerdem wird dir klar gemacht, dass es psychologische nachwirkungen haben kann. Eine abtreibung übernimmt die Krankenkasse nicht, außer in schwerwiegenden fällen wie einer vergewaltigung.

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Kommentar von Dea2010
16.10.2012, 14:33

Eine abtreibung übernimmt die Krankenkasse nicht, außer in schwerwiegenden fällen wie einer vergewaltigung.

Falsch.

Ein Schwangerschaftsabbruch auf Wunsch der Frau ist in Deutschland unter bestimmten gesetzlichen Vorgaben (§ 218 ff StGB) legal (rechtswidrig aber straffrei). Diese Voraussetzungen sind:

  1. Die Konzeption darf nicht länger als 12 Wochen zurückliegen; für den Abbruch mit Medikamenten (RU 486 ) gilt die 7. Schwangerschaftswoche als Grenze. In anderen Ländern der EU gelten zum Teil davon abweichende Fristen.

  2. Die Schwangere hat an einer Beratung teilgenommen und darüber eine Bescheinigung erhalten.

  3. Der Eingriff wird frühestens 3 Tage nach der Beratung von einem Frauenarzt, der die Zulassung für den Eingriff hat, durchgeführt; dies muss kein Kassenarzt sein.

  4. Die Kosten für den Eingriff und alle damit in Zusammenhang stehenden Untersuchungen darf die Krankenversicherung nicht übernehmen.

  5. In bestimmten Härtefällen übernimmt das Bundesland (in Bayern der Freistaat) einen Teil der Kosten. Die Prüfung dazu erfolgt durch eine beliebige Krankenkasse - es muss also nicht die eigene sein; diese stellt eine sog. Kostenübernahmeerklärung aus. Der Zuschuss kann bis zu € 350,- betragen.

  6. Der den Eingriff durchführende Arzt ist allerdings nicht an diesen Kostenrahmen gebunden, er stellt eine Rechnung nach GOÄ (Gebühren Ordnung für Ärzte). Die üblichen Kosten liegen bei € 500,-.

  7. Der Schwangerschaftsabbruch kann chirurgisch oder medikamentös (z.Zt. nur etwa 5 %) durchgeführt werden.

http://www.dr-miller.com/Interruptio.html

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Der Eingriff erfolgt unter Teilnarkose. Und bis der Körper das Narkosemittel verstoffwechselt hat, ist man NICHT arbeitsfähig, punkt. Und ja, man merkt das danach!

Schmerzen? Man spürt es, ja, wie starke Regelschmerzen. (Freundin musste da durch) Und man blutet nach, wie bei der Periode.

WENN es ein legaler Abbruch ist, dann zahlt das die Kasse.

Das Beratungsgespräch und die Einhaltung der Fristen sind zwingend, ohne das kein legaler Abbruch.

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Kommentar von Kriegspandemie
16.10.2012, 14:51

Ich kann das so nicht bestätigen. Eine freundin von mir die in berlin lebt, musste ihre kosten selbst tragen, deswegen habe ich auch geschrieben dass es die kassa nicht zahlt. Vielleicht hängt das vom bundesland ab?

In Österreich trägt man für so einen eingriff die alleinigen kosten.

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Kommentar von elisi
16.10.2012, 14:58

Es gibt auch noch die Möglichkeit der Loaklanästhesie, da ist frau sicher am nächsten Tag wieder arbeitsfähig (wenns nicht eine schwere körperliche Arbeit ist). In Deutschland zahlt die Kasse, aber nur bei Frauen mit sehr geringem oder keinem eigenen Einkommen.

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Gar nichts dergleichen. Einen Tag schonen. BG muss glaube ich in Deutschland sein.

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Bei einer ambulanten Abtreibung bleibt man solange in der Praxis, bis die Narkose "ausgeschlafen" ist. Man bekommt Schmerzmittel und ein paar Verhaltensregeln (nicht baden, kein Sport für zwei oder drei Tage etc.) Dann geht man nach Hause und kann am nächsten Tag eigentlich wieder arbeiten (nur keine schwere körperliche Arbeit)

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Kommentar von elisi
16.10.2012, 14:53

Es gibt ja auch noch die Lokalanästhesie, da ist frau schneller wieder auf den Beinen.

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Bei den Fragen seit dem 5.10. zum Thema Schwangerschaft, Abtreibung usw. denke ich es wäre besser für Dich erst mal zum Frauenarzt zu gehen um Gewissheit zu bekommen.

Dann mach Dir Gedanken wie es weitergehen soll.

Um das Bereatungsgespräch kommst Du im übrigen nicht rum.

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Kommentar von Kirby2012
16.10.2012, 14:28

Ich bin nicht schwanger^^ Wieso schnallt das hier eigentlich keiner?! ... Das es evtl hätte passieren können, hat mich nur zum nachdenken gebracht und ich wollte mich in diese Richtung einfach mal etwas informieren.

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