Wie lange ist eine Studentin unterhaltsberechtigt?

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2 Antworten

Wenn das Studium die erste Ausbildung (Ausnahme ggf. bei "aufeinander aufbauende Ausbildungen"...) des Kindes ist, so hat es während dieses Studiums noch einen Anspruch auf Barunterhalt an die Eltern - leben diese getrennt, so ist jeder Elternteil anteilig verpflichtet (je nach Einkommenshöhe...).

Die Eltern müssen diesen Unterhalt aber nicht "von sich aus" zahlen, sondern das Kind muss diesen erstmal einfordern - nachdem es den Eltern seinen Anspruch nachgewiesen hat und die Anteile (anhand der Einkommensnachweise der Eltern und ggf. der des Kindes selbst) errechnet wurden. 

Ggf. müsste das Kind seine Ansprüche dann "titulieren" lassen, denn nur mit einem Titel könnte es den Unterhalt auch tatsächlich einklagen/ pfänden lassen - ohne Titel geht das nicht.

Eine Altersbegrenzung für den Unterhalt gibt es dabei nicht. 

Das "Kind" ist aber verpflichtet, diese Ausbildung schnellst- und bestmöglich zu absolvieren und über Ergebnisse/ Leistungen entsprechend Rechenschaft abzulegen (Leistungsnachweise etc...)

Kommt es dieser Verpflichtung nicht nach, kann sein Unterhaltsanspruch dadurch "verwirken". Die Eltern könnte einen bestehenden Titel dann ggf. entsprechend "abändern" lassen oder ohne Titel den Unterhalt einstellen... 

Ein (1) Studiengangswechsel innerhalb der ersten zwei Studienjahre wird dem Kind aber in der Regel (und so zumeist auch in der Rechtsprechung...) zugestanden. Ansonsten darf die "Regelstudienzeit" nicht weit überschritten werden. (Promotionsstudenten haben keinen Unterhaltsanspruch an die Eltern...).

Mit dem Wegfall des Kindergeldanspruches zum 25. Geburtstag eines Kindes endet sein Unterhaltsanspruch an die Eltern noch nicht.

Allerdings gilt die 27 da schon als "magische Grenze" (in der Rechtsprechung):  Einem "Kind", das bis dahin noch keine Ausbildung abgeschlossen hat, darf unterstellt werden, eine solche nicht zielstrebig genug zu absolvieren und seinen Unterhaltsanspruch verwirkt zu haben. Zahlende Eltern sollten es ggf. auf einen Rechtsstreit ankommen lassen...

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Hallo, viele Deiner Fragen findest Du hier beantwortet - auch die zum Job neben dem Studium:

http://www.unterhalt.net/kindesunterhalt/studenten.html

Grundsätzlich ist es so, dass das volljährige Kind, das Unterhält fordert, seine gesamten Einkünfte und sonstiges Vermögen angeben muss. Stellt sich heraus, dass etwas verschwiegen wurde, kann der Unterhaltsanspruch verwirkt werden. 

Grundsätzlich kommt es aber darauf an, ob der Unterhaltsanspruch tituliert wurde und ob dieser Titel über die Volljährigkeit hinaus gilt. 

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