Wie lange ist die Eingewöhnungszeit eines Hundes (kein Welpe)?

9 Antworten

Hallo,

Hunde aus dem Tierheim haben meist eine leidvolle Vergangenheit hinter sich - denn geliebte Tiere gibt niemand so einfach ins Tierheim.

Sie sind oft kaum bis schlecht erzogen, haben oft Gewalt erlebt, Vernachlässigung etc. pp. Das hat sie geprägt und leider nicht positiv

Einen solchen Hund zu adoptieren ist sehr löblich - aber die Problematik, die damit verbunden ist, sollte man nicht unterschätzen. Für ein junges Mädchen, dass noch keine Hundeerfahrung hat, ist so ein Hund nicht wirklich eine gute Idee.

Sicher gibt es auch Ausnahmen - das muss man im Tierheim abklären, die kennen ihre Pfleglinge sehr gut.

ABER: gerade diese oft "herumgeschuppsten" Hunde brauchen oft sehr sehr lange, bis sie Menschen wieder vertrauen. Da kann die Eingewöhnungszeit auch durchaus einige Monate dauern.

Und wenn der Hund das Alleinesein noch gar nicht erlernt hat - kann auch das Monate dauern, wenn er es überhaupt lernt. Vllt. ist er genau aus diesem Grunde abgegeben worden - weil er Trennungsangst hat und stundenlang jault und bellt und alles zerstört und überall hinmacht.

Mit zwei Wochen in den Herbstferien ist es nicht getan - da reichen meist noch nicht mal die 6 Wochen Sommerferien. Natürlich kann man auch Glück haben - aber was, wenn nicht? Auf jeden Fall braucht man den berühmten Plan B in der Hinterhand.

Sonst ist der Frust nachher sehr schnell groß - und der Hund wieder schneller im Tierheim, als er gucken kann. Und das sollte man ihm keinesfalls zumuten.

Habt ihr überhaupt überlegt, wie ihr die Betreuung, während du in der Schule bist, gewährleistet? Was ist mit dem Hund, wenn du mit der Schule fertig bist und den ganzen Tag eine Ausbildung machst oder studierst?

Bitte denke in erster Linie an die Bedürfnisse des Hundes und sein Wohl - und nicht an deinen eigenen Wunsch nach einem Hund.

Gutes Gelingen

Daniela

Wenn du tagsüber in der Schule bist, sollte deine Mutter oder jemand anderes da sein und sich um den Hund kümmern. Es muss geklärt werden, wie lange der Hund regelmäßig allein sein müsste, als Maximum sollte man nicht mehr als 5 Stunden nehmen. Und dann benötigt ihr natürlich einen Hund, der mit solchen Tagesabläufen auch schon Erfahrung hat.

Drei Wochen können als Eingewöhnungszeit für einen Hund ohne Verhaltensauffälligkeiten schon ausreichen. Aber auch ein Hund, der schon weiß wie man sich benimmt, muss lernen, dass das bei euch genau so gilt. Hunde lernen nämlich personenabhängig, das heißt, die Regeln, die der eine Mensch aufstellt gelten noch lange nicht bei einem anderen Menschen.

Ob du davon jetzt Hundeflüsterer wirst...warten wir es ab ;)

Hallo, ich weiss zwar nicht wie alt du wirklich bist, aber aus deiner Frage und aus deinem Schreibsil schliesse ich, dass du noch weit von den 18 entfernt ist. Zumindestens bei uns in der Region ist es so, dass du kein Tier adoptieren darfst wenn du nicht Volljährig bist. (Bei uns wird sogar ein Einkommens und Wohnnachweis verlangt).

Ausserdem kannst du nicht davon ausgehen, dass Hunde aus dem Tierheim "wissen" wie Hund sich zu benehmen hat. Bei wenigen Hunden ist die Geschichte ihres teilweise Leidensweg geklärt. Ausserdem kannst du solchen Tieren nicht in den Kopf schauen und musst immer mit Überaschungen rechnen. Und nichts schlimmer für einen aus dem Tierheim geretteten Hund wenn er WIEDER abgeschoben wird.

Nun aber zu der Eingewöhnungszeit. Bei unserer letzten Adoption hat es genau 14 Stunden gedauert bis der Hund sich bei uns in Haus, Garten und vor allem Familie eingewöhnt hatte, und wusste wo seine Rangfolge in seinem neuen "Rudel" ist. Sie ist aber auch ein wirklich liebes Tier!!

Das kannst du nur aber nicht als Maßstab legen, denn wir hatten auch schon Fälle die sich nur sehr schwer in die Familie und ihr "neues" Leben integrieren konnten.

Und genau aus diesem Grund ist deine Frage nicht Global zu beantworten. Denn es gibt kein standartisiertes Lebewesen und es ist von Tier zu Tier verschieden.

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