Wie lange hat man in der DDR auf einen trabbi gewartet?

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8 Antworten

Ohne Beziehungen waren es mal 9, mal 13 oder 14 Jahre, zuletzt eher länger. Das variierte etwas je nach Produktion und Export. Auch wo man bestellte, war mitbestimmend. Größere Zentren in Großstädten wurden bevorzugt, kleinere nachrangig. Mit Beziehungen ging es deutlich schneller. Oder man war hoch genug im Staatsapparat verankert, dann gab es schon mal einen Lada 2105/2107 oder ähnliches. Auf andere Fahrzeuge gab es weniger Wartezeit, aber sie waren dafür meist unheimlich teuer.

Interessant auch die Gebrauchtwagenentwicklung. Durch die Nachfrage wurden die Preise beim doppelten Neupreis angesetzt, dann für jedes Betriebsjahr 1.000 Mark abgezogen. Dafür musste man sogar den Wagen bei einer staatlichen Wertbestimmungsstelle vorführen (wie TÜV).

Hongej 14.11.2015, 23:51

Hallo!Bloedsinn,klar musste man warten.Nur wer das Geld hatte ,der hatte es schon in geringer Zeit.Dem Staat war es wichtig so schnell Geld einzuhandeln,die Summe doppeltsoviel ist sehr uebertrieben.Staatsapparat da muss ich Recht geben.Das groesste Problem vieler DDR-Buerger war wo ein Auto bestellen.Automaerkte von Gebrauchten gab es wenig ,aber die Interesse ,wer wusste wo,wann war sehr  hoch und meist hatte jeder ein Auto gekauft der dort auf den Maerkten war.Da sagt man DDR-Buerger waren arm fuer solche Dinge ,stimmt ja auch nicht ganz.Das man es schnell versteht und nicht denkt.(Ich war so einer,NEIN!!!)Ich war keiner der im  Haendedrueckverein oder Schwulenverein taetig war. mfg Hongej

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darkhouse 15.11.2015, 07:21
@Hongej

Dem muss ich nun widersprechen. Das Geld war meist hart zusammen gespart und meist sogar vorhanden. Nur war der Staat nicht an DDR-Mark interessiert, sondern an Devisen. Somit wurde erstmal exportiert, was ging. Dann kamen die sozialistischen Vertragsstaaten an die Reihe, auch dorthin MUSSTE die DDR entsprechende Stückzahlen liefern. Für den heimischen "Markt" war grundsätzlich und immer eine Mangelversorgung da. Ein Auto bestellen war überhaupt kein Problem und in jeder größeren Stadt möglich. Die Wartezeit lies sich per Beziehungen und gewisser materieller Unterstützung teils deutlich verkürzen, keine Frage. Aber das konnte nicht jeder. Auch die Zuteilung hochwertiger Wagen gab es nur für auserwählte.

Und Gebrauchte waren tatsächlich so teuer, weil die Preise durch die Mangelversorgung (Angebot-Nachfrage) so hoch gingen. Märkte gab es dafür keine, nur Anzeigen in Zeitschriften oder Zuruf. Die Anzeigen mussten sogar geringere Preise ausweisen als dann tatsächlich fällig wurde. Also, deine Aussagen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

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Ein Jahr? Mein Großvater hatte 10 Jahre auf seinen Trabant gewartet. Es hatte schon Gründe, warum Gebrauchtwagen damals teurer waren als Neuwagen ;)

8 bis zehn Jahre im Durchschnitt. Es gab genug Leute die Ihren Trabant erst n paar Tage vor dem Mauerfall bekamen.

LG

darkhouse 10.11.2015, 10:26

Und nach dem Mauerfall... Denn die Zuteilung ging weiter mit Anspruch auf Abnahme des Fahrzeugs plus Bezahlung (!), obwohl man sich längst einen Golf zulegte...

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Die Faustregel besagte..so teuer das Auto, soviel Jahre mußte darauf gewartet werden!!

So ungefähr 10 Jahre hat man gewartet 

Ja, bis zu 15 Jahre. Üblich waren 5 - 10 Jahre. Wenn man Beziehungen/Kontakte hatte, ging es schneller.

Nein viiiiiiieeeeeel länger 10-15 Jahre!

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