Wie lange hat die Berufsgenossenschaft zeit um auf einen Wiederspruch zu antworten?

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1 Antwort

Hoi.

Der erste Unfall wurde mit Bescheid abgelehnt. Dagegen hast du Widerspruch eingelegt. Dieser Widerspruch hätte beizeiten bearbeitet werden müssen.

Nach dem

§ 88  SGG

(1) Ist ein Antrag auf Vornahme eines Verwaltungsakts ohne zureichenden Grund in angemessener Frist sachlich nicht beschieden worden, so ist die Klage nicht vor Ablauf von sechs Monaten seit dem Antrag auf Vornahme des Verwaltungsakts zulässig. Liegt ein zureichender Grund dafür vor, daß der beantragte Verwaltungsakt noch nicht erlassen ist, so setzt das Gericht das Verfahren bis zum Ablauf einer von ihm bestimmten Frist aus, die verlängert werden kann. Wird innerhalb dieser Frist dem Antrag stattgegeben, so ist die Hauptsache für erledigt zu erklären.

(2)

Das gleiche gilt, wenn über einen Widerspruch nicht entschieden worden ist, mit der Maßgabe, daß als angemessene Frist eine solche von drei Monaten gilt.

Kannst du den beweisen, dass du überhaupt einen Widerspruch eingelegt hast? Hast du damals den Widerspruch mit Einschreiben oder Postzustellungsurkunde o.ä. verschickt?

Wenn nicht, ist die Ablehnung rechtskräftig geworden.

Jetzt ist der zweite Fall zu prüfen. Solange du aber keinen Bescheid hast, weder Ablehnungs- noch Rentenbescheid, läuft auch keine Frist.  

Du solltest dir überlegen, Hilfe zu suchen: VdK, SozVd, Gewerkschaft oder einen Anwalt - dieser Fall scheint etwas komplizierter zu werden.......

Ciao Loki

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Kommentar von elektromeister
05.07.2016, 18:53

Du hast das Expertensternchen verdient!!

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Kommentar von Kevbrauchthilfe
05.07.2016, 19:42

Vielen dank! Ja den beweis das der wiederspruch eingegangen ist habe ich und gestern wirde mir dies auch nochmal von der BG telefonisch bestätigt.

Wie oben von dir verfasst muss es "beizeiten bearbeitet" werden, ist es aber nicht wie man an den 4 jahren erkennt^^ also ist es doch dann klar😂 heißt es jetzt nicht eigentlich automatisch das es als arbeitsunfall anerkannt wird?

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