Wie lange habe ich Zeit mich nach dem Studium privat krankenzuversichern?

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6 Antworten

Hallo luluSexy,

wenn du eine Arbeitnehmertätigkeit aufnimmst und oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) verdienst wird dich deine Krankenkasse kontaktieren. Mit einem Verdienst oberhalb der JAEG bist du nicht versicherungspflichtig in der GKV versichert, sondern ein freiwilliges Mitglied.

Das heißt: Du kannst dir aussuchen, ob du gesetzlich oder privat versichert sein möchtest.

Ab Zugang des Schreibens, dass eine freiwillige Mitgliedschaft besteht, hast du zwei Wochen Zeit deine Mitgliedschaft in der Gesetzlichen Krankenkasse zu kündigen und zu dem Zeitpunkt der Anstellung in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Falls du diesen Termin verpasst hast oder dir etwas mehr Zeit nehmen willst kannst du das auch machen. Denn du hast auch danach noch die Möglichkeit in die private Krankenversicherung zu wechseln. Das geht dann allerdings nur ordentlich unter Berücksichtigung der Bindefrist (18 Monate) und der Kündigungsfristen (zum Ende des übernächsten Monats).

Viele Grüße

Katharina vom Barmenia-Team

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Beendigung des Studiums ist ein Statuswechsel. 

Durch das Pflichtversicherungsgesetz hast du keine Möglichkeit, die Versicherung hinaus zu zögern. Du musst dich unmittelbar entscheiden, wie du dich weiter versichern willst.

Wenn du über der Pflichtversicherungsgrenze liegst, kannst du aber mit der entsprechenden Kündigungsfrist jederzeit in den privaten Versicherungsschutz wechseln

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Das muss lückenlos geschehen.

Wenn Du nach dem Studium (Pflichtversicherung in der GKV) direkt eine Angestelltentätigkeit mit einem Einkommen über der JAEG beginnst (also versicherungsfrei bist) und nichts unternimmst, bist Du automatisch freiwillig gesetzlich versichert. Siehe hierzu SGB V § 188 Abs. 4.

Danach hättest Du dann eine entsprechende Kündigungsfrist (2 Monate zum nächsten 1.) um in eine PKV zu wechseln. Siehe hierzu SGB V § 174 Abs. 4.


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Kommentar von Apolon
23.02.2017, 18:38

Die Kündigungsfrist (2 Monate zum nächsten 1.)

Wie kommt man auf dieses Ergebnis.

Die Mindestlaufzeit beträgt doch 18 Monate.

Und zur Quelle des § 174 findet man diesen Text:

 

§ 174
Besondere Wahlrechte

(1) (weggefallen)

(4) (weggefallen)

 

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Krankenversicherung nach dem Studium - Das Angestelltenverhältnis

In einem Angestelltenverhältnis muss man sich zumindest in
den ersten drei Jahren nach der Regelung der Pflichtversicherung
gesetzlich versichern. Dann kann nicht mehr der günstige Studententarif
genutzt werden, sondern es werden die vollen Beitragssätze fällig, die
sich am Einkommen orientieren. Stand 2016 liegt der allgemeine
Beitragssatz zur Krankenversicherung bei 14,6 % des Einkommens, von
denen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils 7,3 % übernehmen. Nach drei
Jahren besteht dann die theoretische Möglichkeit in eine private
Krankenversicherung zu wechseln
, wenn während dieser gesamten Zeit das Jahreseinkommen über der Pflichtversicherungsgrenze (2016: 56.250 Euro im Jahr) lag
.

Für das Jahr 2017 gilt folgender Wert für die

Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze):

57.600 € p.a. (4.800 € monatlich)

Gruß siola55

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Kommentar von DolphinPB
23.02.2017, 15:25

Unsinn, das ist die uralte Regelung.

Er kann sich sofort privat versichern wenn er gem. Arbeitsvertrag über der JAEG verdient.

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Kommentar von siola55
23.02.2017, 16:11

Sorry - war wohl die falsche Auswahl:

Vereinfachter Wechsel von der GKV in die private Krankenversicherung

Zugleich erleichtert das Gesetz einen Wechsel von der GKV in die
private Krankenversicherung (PKV): Demnach können gesetzlich
Krankenversicherte in die PKV wechseln, wenn ihr regelmäßiges
Jahresarbeitsentgelt die sogenannte Versicherungspflichtgrenze in einem
Jahr – anstatt wie bisher in drei Jahren – überschreitet. Berufsanfänger
mit einem Gehalt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze können direkt
zwischen der GKV und der PKV wählen.

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das hängt unter Umständen davon ab, wie du zum Ende des Studiums versichert bist. ob man bereits freiwillig versichert ist, weil man z.B. über das 14. Fachsemester hinaus ist, oder bereits das 30. .Lebensjahr vollendet hat, oder ob man noch pflichtversichert war (KVdS).

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Krankenversicherungsschutz muss lückenlos sein.

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