Wie lange habe ich Kündigungsfrist ohne einenArbeitsvertrag?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Du hast einen Arbeitsvertrag, wenn keinen schriftlichen, dann eben einen genau so gültigen mündlichen oder durch übereinstimmendes Handeln (Arbeitsangebot und Arbeitsannahme) entstandenen.

Wenn es also keinen schriftlichen Arbeitsvertrag mit vereinbarten Kündigungsfristen gibt, dann gelten eben die gesetzlichen Bestimmungen!

Danach hast Du - unabhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses (die Dauer der Probezeit ausgenommen) - eine Kündigungsfrist von 4 Wochen/28 Kalendertagen zum 15. oder zur Mitte eines Kalendermonats.

Die Frist beginnt am Tag nach Zugang der schriftlichen Kündigung beim Arbeitgeber.

Wenn z.B. der 31.12. Dein letzter Tag des Arbeitsverhältnisses sein soll, muss die Kündigung spätestens (!) am 03.12. beim Arbeitgeber sein; da das aber ein Sonntag ist, und wenn auch am Samstag (02.12.) kein betrieblicher Arbeitstag ist, wäre Freitag, der 01.12., der letzte Tag.

Von jetzt an könntest Du frühestens zum 15.09. kündigen, wenn dem Arbeitgeber die Kündigung spätestens zum 18.08. zugeht.

Abgesehen von der überflüssigen Passage über die Probezeit (ohne ausdrücklichen Arbeitsvertrag kann es die nicht gegeben haben) die einzige zutreffende Antwort.

1
@Mikkey

Dass es ohne Vereinbarung (mündlich - sofern beweisbar - oder schriftlich) keine Probezeit gibt, ist klar!

Trotzdem ist der Hinweis auf die Probezeit nicht überflüssig, auch wenn er nicht diesen Fall betrifft.

Denn wenn ich allgemein mit Hinweis auf die gesetzliche Regelung schreibe, dass die Kündigungsfrist unabhängig von der Dauer des Arbeitsverhältnisses 4 Wochen zum ... beträgt, dann trifft das eben nicht auf eine (sofern vereinbart) Probezeit zu.

1

Wenn nichts festgehalten ist, wie du arbeiten sollst, kannst du theoretisch jederzeit einfach nicht mehr kommen... es gibt ja keine Verpflichtung, dass du kommst.

Demnach kannst du auch nicht kündigen, weil es ja keinen Vertrag gibt. Kündigen kann man nur nen Vertrag. Das was du machst, ist: "Hallo, ich komme morgen nicht mehr".

Das wäre allerdings auch die Garantie dafür, dass du dich in dem Betrieb nicht mehr blicken lassen brauchst.

Und ja, ohne Arbeitsvertrag arbeitest du schwarz. Sprich, wenn das Finanzamt das in irgendeiner Form mitbekommt, hast sowohl du ein Problem, als auch dein "Arbeitgeber". Eine Ausnahme wäre, wenn du nur im Rahmen der Nachbarschaftshilfe z.B. den Rasen gemäht und dafür nen kleinen Obulus eingesackt hättest.

Die gesamte Antwort ist - sorry - völliger Unsinn!

Wenn es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt, dann eben einen genau so gültigen mündlichen oder durch übereinstimmendes Handeln (Arbeitsangebot und Arbeitsannahme).

Und dann gelten eben die gesetzlichen Bestimmungen, also auch die gesetzlichen Kündigungsfristen (wenn anderes nicht beweisbar ist).

Und selbstverständlich liegt nicht "Schwarzarbeit" vor, wenn es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt!

Schwarzarbeit liegt dann vor, wenn rechtwidrig Steuern und Sozialabgaben nicht abgeführt werden!

2

Was möchtest Du wissen?