Wie lange "gelten" psychische Diagnosen?

8 Antworten

Hi Jules, es würde mich spontan interessieren was dich veranlasst diese Frage zu stellen (bin manchmal leider ziemlich neugierig wenn ich auf Fragen stoße die mir auch lange zeit im Kopf herum gegeisterte sind, ich hoffe diese Gegenfrage ist nicht zu persönlich.

Meine Erfahrungen mit Diagnosen die gestellt wurden: also zunächst einmal sind Diagnosen im Bereich Psychiatrie, erstmal nur Verdachtsdiagnosen. SVV kommt in vielen Diagnosen als ein Symptom vor, darum habe ich angefangen bei diagnosestellungen immer darauf zu bestehen das diese gesichert werden. Borderlinestörung kann durch einen mehr oder weniger festgelegten Fragekatalog gesichert oder eben wiederliebt werden. Solange es nicht gesichert wurde, habe ich darauf bestanden das diese Diagnose ersteinmal nur als Verdachtsdiagnose in Arztbriefen festgehalten werden darf, das war mir wichtig da es sich im Verlauf der Zeit herausgestellt hat, das sie sich sehr hartnäckig hält und immer wieder angeführt wird und da irgendwann der Verdacht einfach weggelassen wird und sie dann als gesichert hin genommen wird. Das hatte bei mir leider sehr oft sehr negative Auswirkungen, die mich im laufe der Jahre bereits dreimal dazu führte das sie mich fast das Leben gekostet hätte, ganz einfach aus dem Grunde das mir nachgesagt wurde... Ah, Borderlinerin, sie braucht nur Zuwendung, und das obwohl ich bereits einen beginnenden Darmverschluss und die anderen beiden Mals eine Blutvergiftung hatte. Jedesmal ist Zuviel Zeit vergangen bis ich ernstgenommen wurde. Darum kann ich jedem nur raten lasst Diagnosen sichern, denn sie werden sonst nie mehr gelöscht, sie tauchen immer irgendwo wieder aufgefallen ob sie sich später mal als falsch erweist oder nich, sind sie irgendwo in einem System bleibt sie da und gerade die Borderline Störung wird häufig einfach zu schnell gestellt, ich nenne sie immer „Shakehands-Diagnose, gerade wenn ein Mensch auch SVV aufweist, oder es (wie bei mir) so aussieht. (Ich habe Narben am Arm die so Aussehen als würde ich mich selbst verletzt haben, doch meine Narben wurden mir zugefügt, sie kommen nicht durch SVV.

Sorry etwas abgedriftet aber es ist ein heikles Thema in meinem Leben. Kurze Antwort ist eine Diagnose bleibt solange bestehen bis sie definitiv schriftlich wiederliebt wird, doch selbst das schliesst nicht aus das sie wieder auftaucht, weil keine Arztbriefe gelöscht werden und kein Arzt restlos alle berichte hat so eben auch der Ausschluss nicht überall bekannt ist.

Ich habe im laufe der Jahre für ein Störungsbild 4 Verschiedene Diagnosen erhalten die hier und da immer wieder auftauchen, es ist ein Wahnsinniger Kampf da noch ernst genommen zu werden darum kann ich nur raten, besteht immer auf eine gesicherte Diagnose bevor der Arztbrief ausgedruckt wird, so manche Diagnose kann einem immer wieder negativ auf die Füße fallen und das muss kein Patient hinnehmen!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, das man sicher auch mehrere Störungsbilder nebeneinander haben kann. Sind diese gesichert, wie zum Beispiel essstörungen, so bleiben diese meist bestehen auch wenn sich die Symptome lindern oder ganz ausbleiben, wie bei Alkoholismuss, es bleibt was es ist auch wenn ein Alkoholiker trocken ist, die Gefahr das es einen Rückfall gibt besteht meines Erachtens immer.

Bitte Verzeih noch ein mal das ich abgedriftet bin, es ist ein wichtiges Thema über das sodenke ich viel zu wenig gesprochen wird, selbst oder gerade in Ärztekreisen.

Ich wünsche dir viel Kraft auf deinem Weg und immer mindestens einen echt guten Arzt der dich ernst nimmt wenn du mit ihm zu tun hast,

Rieke

PS Arzt, egal ob Frau oder Mann :)

Wo offiziell entfernen?
Die Krankenkassen sammeln die Infos..
Wollte letztens eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und da ich mit Depression vorerkrankt bin, gingen die nicht das Risiko ein mich in dem Bereich zu versichern, falls das Thema wieder bei mir auftritt. Ich muss glaube ich gut fünf Jahre beschwerdefrei sein (keine Auffälligkeiten im Bereich Depression, keine Therapie in der Zeit), sodass sie mich da halbwegs versichern würden..

Denke das bleibt alles..

Bist du in Therapie? Falls nein, wäre es gut. Und falls ja, frage die Therapeutin, die kennt sich damit noch besser aus :)

Ich bin momentan auf Therapeutensuche und habe übernächste Woche ein Vorgespräch.

Das ist wirklich schade, ich wünsche dir viel Erfolg, dass das mit der Versicherung bei dir doch noch klappt.

Klar sammelt die Krankenkasse die Daten. Aber wenn ich jetzt z.B. gefragt werde, ob ich Bulimie habe, würde ich schon gerne wahrheitsgemäß antworten. Das kann ich aber nur, wenn ich die Wahrheit auch weiß :D

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@Jules394

Ach.. wenn du gefragt wirst, dann kannst du es ja so erzählen wie es ist. Einem Therapeuten erzählst du dann die Geschichte, dass du da und da diagnostiziert wurdest und es da und da geändert wurde.

Wenn du es einem Freund / einer Freundin erzählen willst, dann machst du es nach deinem Bauchgefühl. Du kannst sagen, dass du Bulimie hattest, wenn es derzeit sich nicht danach anfühlt. Da lügst du ja nicht. Eine Diagnose ist kein lang anhaltender Stempel, den du immer mit dir rumtragen musst.

Bei meiner Depression mach ich es ähnlich. Früher war ich viel häufiger depressiv und nun würde ich mich nicht als depressiv bezeichnen (auch wenn ich diese Woche mich anders fühle). Im großen und ganzen ist das mein geringstes Problem, ein anderes ist vorherrschend :)

Viel Erfolg bei der Suche und beim Gespräch :)

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Nur wenn Krankheiten, Fehleinstellungen, Verhaltensstörungen chronisch geworden sind, das heißt im Laufe der Zeit (Wochen, Monate, Jahre) immer wieder auftreten, bleiben die Diagnosen bestehen. Bei Depressionen oder Krebs sollten die Auffälligkeiten schon über Monate verschwinden. Dann sagt man die Erkrankung ist in Remission gegangen. Aber eine Garantie für das ausbleiben eines Rückfall in die Krankheit gibt es nicht.

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