Wie lange dauert es bis ein Mensch stirbt wenn er keine Liebe bzw Zuwendung erhält?

7 Antworten

Also ich glaube, das mit den Babys und kleinkindern liegt einfach daran, dass sie wirklich eine Beachtung brauchen um ihr Bewusstsein zu verbessern.

Ich bin jetzt schon sehr lange ohne wirklichen sozialen Kontakt - also erhalte quasi keine Liebe und Zuwendung. Lebe aber noch - fühle mich auch nicht, als würde ich sterben und joa. Ich glaube, das funktioniert nur bei Kleinkindern und Babys - wobei, wenn man Suizid auch dazu zählt geht das doch bei älteren auch :)

wieso hast du keine Kontakte?

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ergibt keinen Sinn ich glaube aber das du trotzdem irgendwie Zuwendung erhälst

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@jnmrtz

irgendwie bestimmt. aber nicht merklich.

Ich bin halt mehr oder weniger leider isoliert.

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Man stirbt da nicht dran. Viele Leute haben 20,30 Jahre keine Zuwendung oder sogar nie. Auch die kommen durch. Es ist nur die ersten 3 Lebensjahre lebensnotwendig

Ich fürchte Erwachsene können sehr lange überleben ohne Zuwendung und Kontakt. Sie werden vermutlich eher sonderbar oder wunderlich, aber sterben werden sie daran nicht so schnell.

und Jugendliche?

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@jnmrtz

Auch Jugendliche werden zuerst verhaltensauffällig. Aber das ist ja das gute an Jugend. Sie haben die Möglichkeit das noch zu ändern.

Sie können sich noch ihr Umfeld selber schaffen und gestalten. Wenn sie eine Umgebung haben, die nicht gut für sie ist, werden sie alles daran setzen um Aufmerksamkeit zu erhalten (wenn auch negative) oder die gleiche Energie dazu bündeln das eigene Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Es ist eine Charakterfrage, welchen Weg der junge Mensch geht. Die Starken kämpfen für eine schöne Zunkunft und machen auch was dafür z. B. mit einem guten Schulabschluß und einer Ausbildung.

Im Leben hat man immer mind. 2 Möglichkeiten. Dazu gehört auch immer aktiv einzugreifen statt passiv zu leben. Nur entscheiden muss man es und dann durchziehen. Wenn dann das Leben nicht wie gewünscht läuft, kann man dafür nicht andere Menschen verantwortlich machen. Man hat es immer selber in der Hand, dass es nicht ewig so bleibt.

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Das geht weit an.der Frage vorbei und ist zudem falsch. Manchmal kann man einfach nichts tun

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Was soll das jetzt heißen? Manchmal bist du als minderjähriger Mensch einfach machtlos

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@jnmrtz

Ich treffe seit meinem 12. Lebensjahr meine Entscheidungen selber.

Es gibt immer einen Weg. Wenn du immer so schnell aufgibst, dann ändert sich nie was.

Wenn sich ein Widerstand ergibt, dann sucht man nach Lösungen, Argumenten oder Verbündeten. Du darfst Fluchen, Motzen und auch Schmimpfen - aber nie aufgeben. Wenn du ein gutes Ziel verfolgst, dann eben richtig. Geh allen so lange auf den Koffer wie nötig und kämpfe dafür.

Ich habe mich mit 12 Jahren an einer anderen Schule angemeldet und meinem Vater nur noch die Papiere unter die Nase gehalten. Mit ihm habe ich mich zwar besprochen, ihn aber anschließend nur noch von meinen Entscheidungen in Kenntnis gesetzt. Wenn die Entscheidungen gut und richtig sind, gehen die Erwachsenen mit. Sie sperren sich nur, wenn man schlechte oder dumme Entscheidungen trifft. Vieles müssen sie auch nicht wissen, das macht man einfach, wenn man sich ganz sicher ist.

Wie blöd für die Schule habe ich ganz alleine gelernt. Von der Hauptschule über die Realschule bin ich aufs Gymnasium gegangen, obwohl alle meinten: "Das schaffst du nie." Über 100 Bewerbungen schrieb ich, bis ich die Ausbildungsstelle hatte, die ich mir wünschte.

Als mir meine Eltern nicht die Kleidung kauften, die ich wollte besorgte ich mir einen Job. Seit dem ich 14 Jahre alt bin habe ich fast ohne Unterbrechung gearbeitet und mir meine Wünsche immer selber erfüllt. Das ist nähmlich das Gute an eigenem Geld. Man darf selber entscheiden, wofür man es nutzt.

Mit 12 Jahren stand ich auf einer Fensterbank und überlegte, ob ich wirklich tod bin, wenn ich springe oder nur schwer verletzt? Danach befaßte ich mich mit Botanik um Giftpflanzen in meiner Umgebung zu finden. Wie absurd das ist wurde mir schlagartig klar. Es ist mein Leben und deshalb entscheide ich nach Kräften mit. Dabei darf man eben nicht zimperlich sein.

Meine Eltern hatten es von da an nicht mehr leicht mit mir. Das ach so umgängliche Kind wurde ganz schön sperrig und anstrengend. Da mußten sie aber durch. Ich habe auch viele Fehler gemacht. Aber daraus habe ich am meisten gelernt. Mein Sohn nennt das "ein Recht auf eigene Fehler". Noch heute versuche ich mich immer gut und umfassend zu informieren, um meine Fehlerzahl gering zu halten.

Viel zu beräuen habe ich rückblickend nicht. Der Tag an dem ich beschloß mein Leben selber zu gestalten und hart dafür zu arbeiten war wohl der wichtigste Tag in meinem Leben. An dem Tag bin ich schlagartig erwachsen geworden.

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@Realisti

Was für ein unglaublicher und toller Bericht! Du hast meine Bewunderung und Anerkennung und ich finde es wirklich großartig, dass du sowas mit 12 Jahren geschafft hast.

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schön das es bei dir funktioniert hat. Bei mir klappt es eben nicht. Reaktion meiner Umwelt Kind in die Psychiatrie und ins Heim stecken dort bleibt mir nicht mehr viel offen

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@jnmrtz

@jnmrtz

Es ist sehr schade, dass ich dich nicht erreichen konnte. Du bist wohl noch nicht so weit.

Ich war auch 18 Wochen in einer Klinik (Jahre später, freiwillig). Wie formulierte das meine Psychologin damals: "Sie knacke ich auch noch." Danach war sie für mich gestorben, so ein blöder Spruch!  Sie drohte mir damit, dass ich die Behandlung selber zahlen muss, weil ich die Heilung sabotiere. Da hab ich dann so lange gestrampelt, bis ich eine hatte, die mir wirklich hilfreich war.

Wie gesagt, ich bestimme mein Leben und kein anderer, es sei denn er hat überzeugende Argumente und mein Vertrauen.

Ganz mißtrauisch bin ich wenn mir jemand sagt:

"Du brauchst dir keine Sorgen machen ....", dann mache ich mir bestimmt welche um mich selber oder "Du mußt verstehen,..." dann weiß ich ab jetzt läuft es schlecht für dich, wenn du nicht eingreifst oder aufpaßt.

Es gibt immer Einen der macht und Einen, der machen läßt! Entscheide dich, wozu du gehören möchtest. Nur nachher beschweren macht keinen Sinn.

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Du hast einfach den knall nicht mehr gehört und fühlst dich super toll. nur weil du so durch kommst, gilt das immer noch nicht für jeden fucking Menschen und das hat auch nichts mit so weit sein zu tun

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@jnmrtz

Das ist hier das Risiko. Man bekommt eine ehrliche Antwort und nicht die, die man hören möchte.

Ich kann dir natürlich auch gerne nach dem Mund reden, nur wird dir das weder helfen noch nützen:

"Ach, du armes Hascherl. Es ist ganz gemein, wie sie alle zu dir sind. Die Welt ist so böse und du bist so arm dran. Es geht dir ganz schlimm und wir haben dich ganz doll lieb. Du wirst vermutlich endlos leiden und daran scheitern. Alle anderen sind ganz böse und du bist ja an nichts schuld. Es wird irgenwann mal alles gut. Halte durch. " >Ironie aus<

Bist du jetzt glücklicher?

Im übrigen fühle ich mich nicht super toll. Ich habe nämlich gerade Lebenszeit verschwendet, weil jemand wieder nur eine Portion Mitleid haben wollte und sich als Ratsuchender getarnt hat. Und nur mal so nebenbei, dein Wutausbruch ist super. Das ist der erste Schritt aus der Mitleidsfalle. Nimm diese Energie und lenke bzw. nutze sie. Alles ist besser als Jammern. Das sagt dir eine Frau, die seit über 40 Jahren gegen eine ererbte Depressionen kämpft und daran schon viele enge Familienmitglieder und Freunde verloren hat.

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