Wie lange darf mir meine Ma maximal Hausarrest geben?

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

So lange Ma es für richtig hält. 79%
Nichts von dem, sondern... 13%
Zeitlich begrenzt, nämlich höchstens... 6%

20 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nichts von dem, sondern...

Gar nicht. Das ist keine Erziehungsmaßnahme, sondern entwürdigend.

Sprich mal mit einem Vertrauenslehrer darüber. 

Bis ein Kind 18 Jahre alt ist, können seine Eltern viele Dinge für ihr Kind entscheiden, mit denen das Kind nicht immer einvertanden sein muss. Aber natürlich gibt es da Grenzen. Zum Beispiel beim Hausarrest. Also wenn es darum geht, wie lange Eltern ihrem Kind verbieten das Haus zu verlassen.

Im "Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung" (§ 1631 Abs. 2 BGB), vom 8. November 2000 heißt es dazu: "Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig." Wir erklären, was das im Zusammenhang mit Hausarrest bedeutet.

Wann ist Hausarrest verboten?

Hausarrest zählt dann zu den unzulässigen und entwürdigenden Maßnahmen, wenn Kinder und Jugendliche dabei eingeschlossen werden oder über mehrere Tage oder gar Wochen ihr Zimmer oder die Wohnung nicht verlassen dürfen. 

Ausnahme: Wenn Eltern damit ihr Kind vor einer ernsthaften Gefahr schützen wollen. Doch wer entscheidet darüber, ob ein Junge oder ein Mädchen in ernsthafter Gefahr ist? Erst mal die Eltern! Es ist also gar nicht so leicht für Jugendliche, ihr Recht gegen die Eltern durchzusetzen, wenn die auf dem Hausarrest bestehen.

Verboten ist auch:

» Einsperren unter verschärften Bedingungen, z.B. ohne Essen und Trinken

» Generelles Ausgehverbot

» Auch zusätzliche Strafen wie ein generelles Besuchsverbot für Freunde gelten als entwürdigende Erziehungsmaßnahme.

Das dürfen Eltern!

Es ist nicht immer ganz eindeutig, was schon unzulässig oder noch gerechtfertigt ist. Da gibt es nicht immer klare Grenzen. Hausarrest als Strafe sollte immer dem Vergehen angemessen sein, das sich jemand hat zu Schulden kommen lassen. Hast du was ausgefressen und siehst deinen Fehler ein, kannst du oft selbst einschätzen, ob du mit der Strafe, die deine Eltern verhängt haben, einigermaßen gut wegkommst oder ob sie völlig überzogen ist.

Das ist erlaubt:

» Ausgehverbot für einen oder mehrere Abende. Z.B. wenn du für Prüfungen lernen und ausgeschlafen sein sollst.

» Ausgehverbot für bestimmte Events, z.B. wenn deine Eltern meinen, dass du nicht auf eine bestimmte Party gehen sollst, weil Du dort gefährdet wärst. Das wäre der Fall, wenn es dort Kriminelle gäbe, die Umgebung gefährlich ist oder weil dort viel Alkohol und Drogen konsumiert werden.

» Hausarrest im Sinne eines Ausgehverbots für einen Tag oder ein Wochenende.

https://www.bravo.de/dr-sommer/hausarrest-ist-das-nun-erlaubt-oder-verboten-259331.html

Der Hausarrest: grundsätzlich erlaubt, aber mit Vorsicht einzusetzen

In der heutigen Zeit erfüllt ein Hausarrest nur selten seinen Zweck: Während früher das Spielen draußen mit Freunden sich einer großen Beliebtheit erfreute, machen heute oftmals Facebook, Instagram und Co am PC bzw. am Smartphone oder Computerspiele an den neusten Konsolen das Rennen. Der Sprössling wird also den Hausarrest in vielen Fällen erst gar nicht ernst nehmen, wodurch er ins Leere läuft.

In anderen Fällen kann der Hausarrest aber auch eine seelische Gewalt darstellen, nämlich wenn er „entwürdigend“ ist. Zur Beurteilung kommt es maßgeblich auf die individuelle Situation, das Alter und die Persönlichkeit des Kindes an. In keinem Fall darf der Hausarrest aber in der Form angewandt werden, die die körperliche Verfassung des Kindes beeinträchtigt, etwa indem die Eltern ihr Zögling von den gemeinsamen Mahlzeiten ausschließen, es von der Schule fernhalten oder sämtliche Kontakte zu anderen verbieten.

Sinnvoll sind daher Ausgangssperren für kurze Zeit, etwa wenn das Kind zu einer coolen Party oder ähnliches möchte.

Zu beachten ist stets, dass der Hausarrest nur selten dazu geeignet ist, dem jungen Menschen die Augen zu öffnen. Im Gegenteil ruft er eher Trotz und eine unbändige Wut über die vermeintliche Ungerechtigkeit hervor.

https://www.juraforum.de/ratgeber/familienrecht/duerfen-eltern-ihre-kinder-mit-hausarrest-oder-taschengeldentzug-bestrafen

Alles Gute für dich!

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und zukünftig ist der Anwalt im Kreißsaal Pflicht, danach im Kinderzimmer, bis zum Ende des Studiums (so mit ca. 35 Jahre). Irgendwie müssen die Eltern doch unter Kontrolle gehalten werden ^^

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Zeitlich begrenzt, nämlich höchstens...

Es gibt Gesetze für Eltern und Kinder, es gibt aber auch Handlungsspielraum für die Eltern.

Du zeigst deinen Eltern dass sie dir nicht vertrauen können. Das ist nicht gut. Allerdings wollen deine Eltern dich auch schützen. Sie können aber wohl auch nicht einsehen, das Teenager sowas machen.

Schwierige zeit ja, aber wie wäre es mal einfach darüber reden?

Internet tut ja noch, scheint nicht so schlimm zu sein. ;-)

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