Wie lange darf eine zecke an mir bleiben?

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2 Antworten

Alles wurde richtig kommentiert. Bei sofortiger Entfernung einer Zecke (innerhalb 12 Std. nach dem Stich) ist eine Infektion unwahrscheinlich, auch wenn es Borrelienarten gibt, die innerhalb weniger Stunden nach dem Stich übertragen werden können. Vorgehensweise, wenn man nicht weiß, wann die Zecke zugestochen hat:

Stichstelle bis ca. 4 Wochen nach dem Stich beobachten, Datum vermerken, während der nächsten Wochen auf Symptome ähnlich einer Grippe, Unwohlsein, Muskelschmerzen achten. Stichstelle unbedingt desinfizieren, am besten mit einer Azithromycin Salbe aus der Apotheke.

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Die Dauer ist unerheblich.

Es kommt darauf an, ob die Zecke beim Biss die Erreger für eine Borelliose in die Wunde abgegeben hat. Dies passiert oft, wenn man sie unsachgemäß entfernt und das Tier beim Entfernen quetscht.

Wichtig ist es jetzt, die Einstichstelle im Auge zu behalten. Wenn sich die Rötung in den nächsten Tagen ausbreitet, geh auf jeden Fall zum Arzt. Dort bekommst du ein Antibiotikum gegen die Borelliose-Erreger.

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Falkenpost 06.06.2016, 22:29

Dies ist leider nicht alles richtig. Es kommt sehr wohl auf die Zeit an:

"Da die Borrelien zunächst im Mitteldarm der Zecke sind, dauert es eine gewisse Zeit, bis die Borrelien in das Blut gelangen. Man geht davon aus, dass sie erst nach vielen Stunden des Saugaktes in das Blut des Wirts gelangen. Je schneller also die Zecke entfernt wird, umso niedriger ist das Risiko, an Borreliose zu erkranken."

https://www.zecken.de/de/borreliose/krankheit-borreliose

"Die Erreger befinden sich im Darm der Zecken. Deshalb werden die Krankmacher manchmal erst nach Stunden übertragen. Das Krankheitsrisiko ist also umso größer, je länger die Zecke in der Haut bleibt. Es ist daher wichtig, die Zecke möglichst schnell zu entfernen. Dabei sollte sie nicht gequetscht werden. Denn das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Krankheitskeime in die Stichwunde abgibt."

http://www.apotheken-umschau.de/Borreliose/Lyme-Borreliose-Ursachen-und-Risikofaktoren-11854_2.html

"Nicht jede Zecke überträgt Borreliose. Und selbst wenn Sie von einer Zecke gebissen – oder richtiger – gestochen werden, bedeutet das nicht automatisch die Übertragung der Erreger. Ein erhöhtes Risiko für eine Borreliose besteht allerdings, wenn die Zecke bereits längere Zeit Blut gesaugt hat."

http://www.borreliose-infektionskrankheiten.de/

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MarkusKapunkt 06.06.2016, 23:18
@Falkenpost

Naja, ich meinte, die Dauer ist unerheblich, weil er eben ja nicht weiß, seit wann die Zecke an ihm dran war. Er hat sie ja schon entfernt, als sie sich festgebissen hatte. Natürlich hast du mit allem recht, was du schreibst. Ich habe mich etwas widersprüchlich ausgedrückt.

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