Wie lange darf die Bearbeitung eines Antrages bei der ARGE dauern?

3 Antworten

HA! Wenn es bereits normal ist (laut Amt) dass die Bearbeitung eines Antrags für Kindergeld bis 8 Wochen dauern kann (trotzdem alle Unterlagen vorliegen)....kann das gut sein, dass Du noch warten musst. Ruf aber dort mal an!!! Vielleicht wird ja nach Häufigkeit Deiner Anrufe gewertet (?)....Sauerei ist das, ganz klar. Viel Glück...quäl sie, gleich Montag, frag was denn fehlt. LG

Mein letzter Antrag hat 5 Monate gedauert !!!! Jetzt sinds auch schon wieder drei Monate !

0
@Nichtsistklar

Dann musst Du Dir n Vorschuss holen! Persönlich! Von was lebst dann?

0
@jimmini

Es geht nicht um den Vorschuß - es geht ums Prinzip !

0

4 Wochen wäre wenig, 6 - 8 Wochen ist in den meisten ARGEN normal.
Nach 6 Monaten kannst du bei Antrag Untätigkeitsklage einreichen; 3 Monate bei Widerspruch (§ 88 SGG); wenn das Geld knapp wird, kann man auch vorher eine einstweilige Anordnung auf sofortige Bearbeitung erwirken.

ergänze: oder am selben Tag noch n Vorschuss holen!

0

Es sind schon öfter Fragen bezüglich einer Untätigkeitsklage hier gestellt worden. Daher die folgenden Informationen als Tip für alle.

Muster für eine Untätigkeitsklage

Sozialgericht, Ort

Datum

B I T T E S O F O R T V O R L E G E N

Untätigkeitsklage gem. § 88 SGG

Name, Vorname, Straße, PLZ, Ort, Kläger/in./.ARGE/Jobcenter etc. Geschäftsführung, Straße, PLZ, OrtGeschäftszeichen: Beklagte/r

Beantragt der/die Klägerin:

Die/den Beklagte/n zu verurteilen, über den Widerspruch der/des Klägers/In vom ……gegen den Bescheid der Beklagten vom ………….. zum Aktenzeichen ……….. zu entscheiden.

Die Beklagte ist trotz Erinnerung vom ……….. und einer Fristsetzung bis zum …….. bis heute nicht tätig geworden.

Der/die Kläger/In benötigt nunmehr eine Entscheidung, da die Beklagte nach Auffassung des Klägers Leistungen für den Zeitraum vom ………. bis ………. (bzw. andere Gründe) rechtswidrig vorenthalten hat und über den Widerspruch bisher nicht entschieden hat.

Unterschrift

Anlagen.

Hier noch einige ergänzende Infos von mir:

Die Klage ist nach § 75 VwGO keine eigene Klageart. Sie bezeichnet vielmehr den Fall, dass die Behörde auf einen zulässigen Widerspruch oder Antrag nicht innerhalb einer angemessenen Frist reagiert. In der Regel ist dafür gemäß § 75 S. 2 VwGO mindestens der Ablauf von drei Monaten notwendig.

Gemäß § 75 S. 1 VwGO ist die Klage bei Verstreichen dieser Frist im Widerspruchsverfahren ohne Durchführung eines Vorverfahrens zulässig. Der Verwaltung soll damit die Möglichkeit genommen werden, Klagen der Bürger durch langes Warten zu verhindern bzw. zu verzögern. Daneben kann als Rechtsmittel gegen Untätigkeit auch eine einstweilige Anordnung in Betracht kommen, der Rechtsweg ist hierbei jedoch beschränkt.Soweit § 42 a Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) eingreift, also die Genehmigung bei Untätigkeit der Behörde fingiert wird, hat § 75 VwGO keine Bedeutung.

Sozialgerichtliche Untätigkeitsklage

Im Sozialrecht ist als spezialgesetzliche Norm § 88 SGG einschlägig. Die Frist beträgt derzeit sechs Monate für den Bescheid und drei Monate für den Widerspruchsbescheid.Daneben kann als Rechtsschutz auch eine einstweilige Anordnung in Betracht kommen und dann beim jeweiligen Sozialgericht erhoben werden, wenn man der Annahme ist, dass der zur Zahlung Verpflichtete (In der Regel der kommunale Träger: Job-Center, Landkreis), den auszuzahlenden Betrag bewusst verzögert oder verhindert und nur 66 bis 90 Prozent der Regelleistung oder weniger für die Bedarfsgemeinschaft aktuell zur Verfügung stehen.

Was möchtest Du wissen?