Wie lange darf der Vermieter 300€ der Kaution einbehalten obwohl nur noch ein Monat abzurechnen ist?

4 Antworten

Der Vermieter darf einen angemessenen Teil der Kaution bis zur letzten BK-Abrechnung einbehalten.

Allerdings nur wenn eine Nachzahlung zu erwarten ist.

Das wäre, auch wenn es sonst immer eine Gutschrift gab, der Fall wenn der Nutzungszeitraum überwiegend oder ausschließlich in der Heizperiode war.

Das trifft bei dir aber nicht zu.

Folglich ist der Vermieter nicht berechtigt einen Teil der Kaution bis zur nächsten Abrechnung einzubehalten.

Nach aktueller Rechtsprechung darf ein Teil der Kaution nur in der Höhe einbehalten werden, in der aufgrund der Erfahrung der Vorjahre eine Nachzahlung für die Nebenkosten zu erwarten ist. Da bei dir jedoch ein Guthaben sehr wahrscheinlich ist, darf somit gar keine Kaution einbehalten werden. Mit dieser Begründung kannst du die 300€ bereits jetzt zurück fordern.

Du irrst gleich zweifach:

Erstens ist die VM ist nicht zu gesonderter Teilabrechnung der BK verpflichtet, § 556 III 4 BGB.

Zweitens schuldest du ihren Jahresaufwand, nicht nur den in Januar bis Juli des Jahres entstandenen, anteilig der Mieterparteien und anteilig der Nutzungsdauer in dieser Abrechnungsperiode :-O

Demnach darf sie erwartbaren Teil einer Nachzahlung, der in der laufenden Abrechnungsperiode auch durch schneereichen Winter 2017/18 (Winterdienst, Heizkosten), fällige Heizöltankreinigung, angekündigte Preiserhöhungen u. v. m. ganz anders ausfallen könnte, bis zu 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums einbehalten.

15% der Kaution ist da mehr als angemessen.

G imager761

Danke für den Hinweis, klingt auch plausibel aber wir reden hier von einen einzigen Monat.. Das scheint mir doch sehr übertrieben wenn man bedenkt das ich bei jeder Abrechnung immer wieder Geld erhalten habe.

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@frenchy777

1 Monat ist dein Nutzungszeitraum. Die anteilig umzulegenden Kosten aber die von 12 Monaten.

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@frenchy777

Nein, wir reden von 1/12 der Jahresbetriebskosten, die auch nach deinem Auszug noch entstehen und damit umlagefähig sein können, weil der Abrechnungszeitraum unabhängig deiner Mietzeit immer 12 Kalendermonate umfasst.

Wenn ich nur verstehen könnte, was dir daran immer noch unklar ist :-(

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