Wie lange braucht Uran um unschädlich zu werden?

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6 Antworten

Normal sagt man, dass Exponentielle Vorgänge nach der 5fachen Halbwertszeit abgeklungen sind. Also bei Natururan wären das ca 22 Milliarden Jahre.

Wobei es entsprechend kürzer ist, damit die Strahlung auf ein ungefährliches Maß zurückgegangen ist, da kommt es aber auf die Menge des Urans drauf an wobei ich auch hier zu ca 9 Milliarden Jahren tendieren würde.

Uran ist aber von der Radioaktiven Wirkung her, aber bei weitem nicht so Gefährlich wie Allgemein Angenommen, die Gefährlichen Stoffe sind eher die kurzlebigen wie Cäsium oder Iod.

Natürlich kommt es aber auch hier bei der Definition der Gefährlichkeit auf die Menge an.

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Kommentar von jorgang
13.05.2016, 11:12

Du gehst ohne Wertung auf die Fragestellung ein. Demnach dürften sich im Bereich der Uran-Lagerstätten im Schwarzwald oder im Erzgebirge  sich in den nächsten 22 Milliarden Jahren keine Menschen aufhalten. Oder beruht die Schlauheit der Schwaben und der Sachsen darauf, dass sie durch ständige Bestrahlung und damit Mutation sich den Erfordernissen der Welt besser anpassen?

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Ich vermute das kommt stark drauf an, wie viel du am Anfang hast.

Denn 10 g Uran strahlen natürlich stärker als 5 g.

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Chemisch reines Uran ist aus Sicht der ionisierenden Strahlung kein Problem. Uran-238 hat eine Halbwertszeit (HWZ) von 4,5 Mrd. Jahren. Zum Vergleich, das Universum ist ca. 14 Mrd. Jahre alt. Da die HZW von Uran-238 so lange ist, muss die Radioaktivität sehr gering sein.

Die Radioaktivität ist anti-proportional zur Halbwertszeit!

Chemisch reines Uran hat eine höhere Dichte als Blei und mehr Elektronen in der Atomhülle. Aus diesen Gründen und wegen der praktisch vernachlässigbaren Radioaktivität wir chemisch reines Uran auch im Strahlenschutz (absorbiert Gamma- und Röntgenstrahlung besser als Blei) und in Schiffen und Flugzeugen als Trimmgewicht eingesetzt.

Das in der Natur vorliegende Uran-Erz (z.B. Pechblende) hat eine viel höhere Radioaktivität, die jedoch nicht direkt vom Uran kommt sondern von den Zerfallstöchter. Diese Zerfallstöchter werden bei der chemischen Aufbereitung abgetrennt, sodass nur noch Uran mit seiner sehr geringen Radioaktivität verbleibt.

Also, chemisch reines Uran ist aus radiologischer Sicht immer unschädlich!

Man beachte, das Uran aus bio-chemischer Sicht ein Schwermetall wie Blei, Kadmium, ... ist.

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Es sind etwa 10 Halbwertszeiten nötig, damit etwa 1/1000 der übrigen Menge noch radioaktiv ist.

'Gefährlich' hängt aber auch noch von der Masse ab. Bei 1 Tonne bleiben danach noch etwa 1kg radioaktiv und das ist ganz schön gefährlich.

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Kommentar von ocin1
01.06.2016, 08:21

warum soll 1kg chemisch reines Uran "ganz schön gefährlich" sein? Uran-238 hat eine Halbwertszeit von 4,5 Mrd.Jahren. Das Universum ist ca. 14 Mrd. Jahre alt. Aus radiologischer Sicht ist selbst eine Tonne Uran-238 harmlos.

Die Radioaktivität ist anti-proportional zur Halbwertszeit!

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Welches Uran? Und Uran ist im Grunde kein Problem was Strahlung angeht...

Die Spaltprodukte sind das viel eher.

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