Wie lange braucht ein Hund, um den Vorbesitzer zu "vergessen"?

22 Antworten

Mann sagt, daß Hunde Situationen 3 Jahre behalten. Aber Menschen, die sie liebten oder haßten vergessen sie nie.

Mein früherer Hund hat seine Besitzerin nach 8 Jahren erkannt - er haßte sie. Meine frühere Katze hat sogar ihre Besitzerin nach 14 Jahren wieder erkannt.

Ein Hund der dich liebt vergisst dich NIEMALS...vor 9 Jahren musste ich meine geliebte Schäferhündin abgeben aus familiären Gründen...ich habe sie als Baby bekommen und hatte sie grade mal 1 Jahr...Und trotzdem war unsere Beziehung so stark, dass sie mich bis heute erkennt...ich habe sie jahrelang nicht besucht damit sie sich einlebt in der neuen Familie...nach Jahren war ich da und sie ist vor Freude fast durchgedreht...Ich besuche sie alle paar Jahre und weiß dass sie mich niemals vergessen wird sowie ich sie niemals vergessen werde!!! Aber sie weiß das ihr Platz nicht mehr an meiner Seite ist und wo ihr Zuhause ist! Die ersten Jahre war das sehr hart, sie hat Tag täglich die Tage damit verbracht an der Haustür zu warten sagen die Besitzer...aber irgendwann hat sie verstanden dass sie nicht mehr zu mir gehört ich sie aber liebe!

Wir haben vor zwei Jahren eine dt. Dogge übernommen, sie war damals knapp zwei Jahre alt. Letzten Sommer, da hatten wir sie 1,5 Jahre, sind wir im Urlaub gewesen und auf dem Rückweg bei ihrem alten Zuhause vorbei (ca. 500km von uns weg). Als ich den Kofferraum aufgemacht habe ist sie sofort zur Tür gelaufen, hat ihre alten Besitzer erkannt und im Haus und Garten ganz gezielt alles erkundet. Sie hat 1,5 Jahre von den Vorbesitzern nicht mitbekommen. Der Besuch hat sie übrigens völlig verunsichert, ich würde es nicht wieder machen. Ich habe per Telefon und E-Mail Kontakt zu den Leuten, schicke regelmäßig Bilder und damit ist gut gewesen. So wissen sie, dass es ihr gut geht und der Hund wird nicht verwirrt...

Du kannst den Hund überhaupt nicht besuchen. Hunde vergessen ihre Vorbesitzer auch nach Jahren nicht, und jeder weitere Kontakt zu dem Hund würde das Tier verunsichern.

Du hast Dich doch sicher im Vorfeld davon überzeugt, dass der Hund in ein gutes Zuhause kommt - hast Referenzen eingeholt, Wohn- und Finanzsituation überprüft und alle Mitglieder der neuen Familie in Deinem Haus mit dem Hund agieren sehen, ehe Du der Übergabe eingewilligt hast (alldas sollte man jedenfalls machen, und falls Du das versäumt hast, ist es nun eh zu spät).

Wenn ich Hunde von Vorbesitzern übernehmen, dann lasse ich die sogar einen Schrieb unterzeichnen, in dem sie sich zum Wohle des Hundes verpflichten, auf Besuche oder sonstige Kontaktaufnahmen zu verzichten, denn für den Hund wären solche Begegnungen nicht wünschenswert.

Ein Hund vergisst seinen Vorbesitzer nie, weil er ein Rudeltier ist, der sich mit dem Rudelführer usw. identiviziert. Darum ist es aus Fairnessgründen zum Nachbesitzer wenig sinnvoll den Hund zu besuchen. Ganz besonders, wenn er mit dir die Prägephase, also von 1-6 Monat erlebt hat. Diese Chance hat der Nachbesitzer nicht, darum mach es nicht schwerer, als er es so schon hat. Ein Pferd vergisst sehr schnell seinen Vorbesitzer, ein Hund nicht.

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