Wie lang wäre ein Tag, wenn wir keinen Mond hätten?

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6 Antworten

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http://www.3sat.de/nano/astuecke/64834/index.html


Ohne den Mond wäre das gewohnte Leben auf der Erde nicht möglich, denn seine Schwerkraft stabilisiert die Erde. Ohne den Mond kippte die Erdachse alle paar Millionen Jahre um bis zu 85 Grad - mit gravierenden Folgen. Die Erde ohne Mond "rollte" dann wie Uranus auf ihrer Bahn um die Sonne entlang. Das Klima wäre ein völlig anderes: Tropische Zonen versänken ohne Mond in Eis und Schnee und die Polarregionen erhitzten sich auf bis zu 80 Grad Celsius, haben Simulationen gezeigt.

Gebiete wie Europa wären innerhalb weniger Monate Temperaturschwankungen zwischen 25 und 45 Grad ausgesetzt. Auch fehlten ohne die Anziehungskraft des Mondes Ebbe und Flut, wie wir sie kennen. Zwar verursacht auch die Sonne Gezeiten, aber diese wirken sich nur gering aus.

Die geringe Wasserbewegung in den Weltmeeren verhinderte die Aufnahme und den Austausch von mineralischen Nährstoffen, ein wichtiger Baustein für das Leben im Ozean. Der Artenreichtum in Küstengebieten wie dem Wattenmeer mit seiner von Ebbe und Flut abhängigen Wasserbewegung wäre ohne Mond nie entstanden. Außerdem spendet der Mond auch nachts Licht. Ohne die nächtliche Reflexion des Sonnenlichtes gäbe es viel weniger Tier- und Pflanzenarten, da eine Vielzahl von Organismen sich an der nächtlichen Beleuchtung orientieren und ihre Aktivitäten an das Vorhandensein von Mondlicht geknüpft sind.

Nur einmal im Jahr, genau sieben Tage nach dem Vollmond im Oktober beziehungsweise November, stoßen die geheimnisvollen Palolo-Ringelwürmer ihre mit Geschlechtszellen gefüllten Hinterteile ab. So sorgen sie für die Verbreitung ihrer Art, wenn ihnen nicht die Feinschmecker von Samoa dazwischenkommen. Denn die erfahrenen Polynesier verstehen es, die Zeichen des Mondes zu lesen, der den Startschuss für die Nacht des Palolo gibt.

Ein weiteres Ergebnis einer Simulation der Erdbewegung ohne den Erdtrabanten: Die fehlende Gravitation des Mondes könnte die Erdrotation nicht mehr abbremsen. Die Erde drehte sich so schnell um die eigene Achse, dass ein Tag auf der Erde nur noch sechs Stunden lang wäre. Auch den uns bekannten Kalender gäbe es bei Nichtexistenz des Mondes nicht, weil er aus der Berechnung von Mondphasen entstanden ist.

SUPER! Danke!

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der Mond stabilisiert die Erdachse, wäre er nicht da würde die Erde wahrscheinlich ins trudeln geraten, so dass es keinen gleichmässigen Tag mehr geben würde.

Wieso? Der Mars dreht sich auch vernünftig, obwohl er nur ein paar winzige Hilfsmonde hat.

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Ohne Mond hätte ein Tag immer noch 24 Stunden, ein Jahr 365 Tage und eine Woche wahrscheinlich 7 Tage, Weil sich Tage und Jahre nach der Sonne richten. Die Einteilung eines Jahres in 12 Monate würde aber wegfallen, denn Monate richten sich nach dem Mond und ohne Mond würde es erst gar keine Monate geben, weil sie nicht entstanden wären. Ohne Mond kann er sich auch nicht 12 mal in 365 Tagen um die Erde drehen. Der Mond dreht sich ja nahezu exakt 12 mal um die Erde, wenn sie sich einmal um die Sonne dreht.

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