Wie läuft eine Zahlungsklage in der Praxis ab?

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5 Antworten

Der Gläubiger bzw. Gläubigervertreter stellt beim zentralen Mahngericht den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides. Dieser Antrag wird nicht auf Rechtmäßigkeit sondern nur auf Einhaltung der Formalien und Gebühren überprüft. Dieser wird sodann erlassen und Ihnen per Posturkunde zugestellt. Ab Zustellungsdatum haben Sie 14 Tage Zeit dem gesamten Mahnbescheid oder einzelner darin enthaltener Posten (Teilwiderspruch) zu widersprechen. Sollte diese Frist verspätet genutzt werden, der Gläubiger inzwischen Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides gegen Sie beantragt haben, dieser aber noch nicht zugestellt wurde so wird der Widerspruch gegen des Mahnbescheides als Einspruch gegen den beantragten aber noch nicht zugestellten Vollstreckungsbescheid gewertet.

Sollte gegen den wohl zu recht beantragten Mahnbescheid kein Widerspruch eingelegt worden sein so wird der Gläubiger bzw. der Gläubigervertreter den ANtrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides stellen. Nach Zustellung haben Sie dann wiederum 14 Tage Zeit gegen diesen Antrag Einspruch einzulegen. Geschieht hier wiederum auch nichts (kein Einspruch) so ist dieser Vollstreckungsbescheid wirksam und es kann aus diesem Titel heraus die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Etwas vereinfacht erklärt denn es gibt noch eine andere Variante die aber hier zu erklären würde den Rahmen doch sprengen.

Legen Sie jedoch gegen den Vollstreckungsbescheid innerhalb der 14 Tage Einspruch ein so geht auf Antrag des Klägers die Angeleigenheit in das so genannte schriftliche Verfahren (Klage vor dem Gericht) über. Bei einem Streitwert unter 5000 Euro ist das AMtsgericht Ihres Wohnortes zuständig. Bei einem Sztritwert über 5000 Euro ist das Landgericht zuständig. Beim Landgericht ist jedoch Anwaltszwang. Beim AMtsgericht nicht.

Das vereinfachte gerichtliche Mahnverfahren ist noch nicht so teuer. Ab der Klage wird es unangenehm teuer. Gerichtskosten sowie Anwaltskosten müssen im Fall eines unterlegenen Urteils zu der Forderung noch zusätzlich bezahlt werden.

Sollte die Forderung hier zu recht bestehen empfehle ich eine gütliche Einigung mit dem Gläubiger bzw. dessen in Vollmacht handelnden Vertreters. Ist die Forderung unrechtmäßig, auch in Teilen so empfehle ich hier schriftlich und nicht telefonisch die Angelegenheit zu klären. Bei einem zu unrecht erhaltenen Mahnbescheid empfiehlt sich immer Widerspruch einzulegen.

Ich hoffe ich konnte hier helfen.

In der Regel wird ein Mahnbescheid beim zuständigen Mahngericht gestellt.hierbei ist wichtig, dass das Mahngericht nicht prüft, ob der anspruch zurecht besteht. Sobald er bei dir im Briefkasten ist (und da ist es egal ob du 3 wochen im urlaub bist oder nich) läuft eine zweiwöchige frist, innerhalb der du widerspruch gegen die geldforderung einlegen kannst. passiert dies nicht und zahlst du auch nicht, wird wohl ein vollstreckungsbescheid gegen dich beantragt und dann steht innerhabl von ca 4 wochen der gerichtsvollzieher vor der tür.

solltest du gegen den mahnbescheid widerspruch einlegen, geht das ganze vor gericht und wird unglaublich teuer.

LG von MissEmmy (noch ne Emmy o.O)

Wenn diese Inkasso-Mahnung rechtmäßig ist, natürlich bezahlen! Je eher, desto billiger.

Ist sie ungerechtfertigt, z. B. bei Abzock-Internetseiten oder Gewinnspiele, die Du angeblich mitgemacht haben sollst, besuche mal diese Seite:

http://www.antispam.de/wiki/Portal

und lies Dir das für Dich zutreffende durch!

Du bekommst die Gelegenheit zur Stellungnahme und dann wird entschieden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird oder nicht. Wenn die Forderung unbegründet ist, also falsch, besteht durchaus die Chance, dass das Verfahren eingestellt wird. Ist die Klage berechtigt, dann ergeht ziemlich zügig ein Vollstreckungsbeschluss.

Hallo kraehe007,

es wäre besser, man wüßte, wie es dazu gekommen ist!

Gruß, Emmy

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