Wie läuft ein Gespräch bei der Psychologin ab?

9 Antworten

Da musst Du absolut keine Angst vor haben.

Beim Erstgespräch geht es für den Therapeuten erstmal nur darum um zu schauen, ob eine Behandlung bei ihm / ihr möglich wäre. Depressionen haben ganz verschiedene Gründe und deswegen gibt es auch viele verschiedene Behandlungsansätze. Nicht jede Behandlungsmethode ist für jeden Patienten gleich gut und eventuell kann Dir der Therapeut gar nicht die Behandlung bieten, die Du - individuell - brauchst.

Um das herauszufinden, fragt er / sie Dich Dinge oder lässt Dich frei erzählen. Was Du erzählst und was nicht, ist vollkommen Deine Entscheidung und sollte der Therapeut Dich etwas fragen, auf das Du nicht antworten möchtest, kann und wird er Dich nicht zwingen. (Wobei es natürlich besser wäre, wenn Du offen mit ihm / ihr sprichst, aber das ist absolut Deine Entscheidung).

Für Dich geht es beim Erstgespräch darum um zu schauen, ob die Chemie passt. Also ob Du Dir eine Therapie mit ihm / ihr vorstellen kannst etc. Es ist vollkommen okay, nein zu sagen, wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst. Es ist sehr wichtig, dass die Chemie passt zwischen euch, denn nur so gelingt eine gute Behandlung. Sei also ehrlich. Der Therapeut wird das auf jeden Fall verstehen und falls nicht, dann ist es ein schlechter Therapeut und das noch ein weiterer Grund, dort die Therapie nicht zu machen.

Steht nach dem Erstgespräch einer Therapie aus Sicht des Therapeuten und auch Dir (ganz wichtig: Du entscheidest, ob Du die Therapie machst) nichts im Weg, macht Dir der Therapeut Vorschläge. Entweder er erklärt Dir erstmal, was aus seiner / ihrer Sicht die nächsten Schritte sind oder was wichtig wäre (worüber zuerst gesprochen werden soll etc.), oder er / sie fragt Dich gezielt, worüber Du zuerst sprechen möchtest / was Dir besonders wichtig ist.

Ich bin seit 1,5 Jahren aufgrund von Depressionen, PTSD und Zwangsstörungen in Therapie. Meine Therapeutin fragt mich bei jeder Sitzung, ob etwas Neues passier ist (gutes oder schlechtes) und wenn etwas schlechtes passiert ist, dann fragt sie, ob ich darüber reden möchte oder ob wir da weitermachen, wo wir das letzte Mal aufgehört haben. Es ist sehr individuell und das muss es auch sein.

Hab also keine Angst davor. Wenn Du noch weitere Fragen hast, schreibe mich ruhig an. Es würde mich freuen, wenn ich Dir helfen kann.

LG
Noeru

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Das ist die in jeder Hinsicht beste Antwort, die ich bisher in Gutefrage.net lesen durfte.

Ohne jeglichen Sarkasmus.

Und mit viel fachspezifischem Know-How. 

Auf beiden Seiten.

Nicht über die Freundschaftsanfrage wundern, Noeru...

Liebe Grüße,

Tanja

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@Incognito88

Liebe Tanja,

vielen Dank für die lieben Worte. Es ist schön, wenn man durch seine eigenen Erfahrungen Rat oder Tipps geben kann, auch wenn es keine so schönen Erfahrungen sind, wenn es sich dabei um Krankheiten handelt.

Mentale Krankheiten ernähren sich mitunter von der Angst, die man vor ihr hat. Wenn man auch nur etwas positives mit dieser Krankheit verbinden kann, aka die Möglichkeit, Trost zu spenden oder auch nur Beistand zu leisten, dann ist sie nicht mehr so bedrohlich. Und man selbst fühlt sich besser. Das ist natürlich Tagesformabhängig, weil eine Depression ein feiges Ar...loch ist :)

Deine Anfrage habe ich gesehen und dankend angenommen.

Vielen lieben Dank
Noeru

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Danke für deine ausführliche Antwort:)

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Es wird sicher eine Psychotherapeutin sein..

Du brauchst dir keine Gedanken und keine Angst machen.

Sie wird dich Einiges fragen und wenn du Erfolg haben möchtest, solltest du so offen, wie es dir anfangs möglich ist, ehrlich antworten. Du solltest dich auch für nichts schämen, denn schämen tut man sich, um sich zu schützen. Das brauchst du in dem Fall nicht, denn diesen Schutz wird sie dir geben. Das kann sie gut.

Die Gesprächsführung übernimmt sie, das ist nicht deine Aufgabe.

Du musst keine Angst davor haben.

Wenn es sich um eine Psychologin handelt, wird sie versuchen deine psychische Krankheit/Störung zu ermitteln und zu diagnostizieren und dir Behandlungsmethoden empfehlen.

Dazu ist es natürlich wichtig dass du ehrlich bist, egal wie persönlich die Fragen sein können (zum Beispiel ob du schon einmal einen Selbstmord vorbereitet hast).

Wenn du eine Frage nicht beantworten möchtest, kannst du das der Psychologin sagen und dir erklären lassen warum sie diese Frage stellt.

Echt toll dass du dir Hilfe holst!

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