Wie läuft ein betreutes Wohnen ab?

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7 Antworten

Die betreute Wohngruppe wird Dir sicherlich auch wegen Deiner sozialen Phobie gute Dienste leisten können. Denn da kann dann anders als in einstündigen Gesprächen besser festgestellt werden wo der Hammer tatsächlich hängt. Und Du kannst dort lernen Dich friedlich abzugrenzen wenn Du es brauchst. Was für Deine Zukunft nur von Vorteil sein kann. 

Soziale Phobie ist auch so eine Diagnose die heute in Mode ist. Ich persönlich bin da durchaus skeptisch ohne Dir zu nahe treten zu wollen. Aber es ist nun mal so dass die Menschen verschieden sind, heute einfach Grenzen zu erkennen und dann auch zu respektieren eher ein Tabu zu sein scheint. Das ist hier ja auch ständig nachlesbar. Der Mensch braucht aber nun mal seine Intimsphäre. Gerade in der Pubertät. Also in der Zeit wo die Welt der Erwachsenen erforscht, hinterfragt und infrage gestellt werden soll laut Naturgesetz. Mich regen bis heute Plattitüden z.B. durchaus sehr auf aber ich habe gelernt meine aufsteigenden Aggressionen so zu handhaben dass sie kein Mensch wahrnehmen kann. Und ich verkehre auch nicht mit jedem daher gelaufenden Mitmenschen nur "weil es sich so gehört", "auch mal verziehen werden kann" vor allen Dingen wenn meine eigenen Grenzen massivst verletzt wurden und so fort. Gerade da Du schreibst dass die Therapie erfolglos verlief lässt in mir den Gedanken aufkommen dass die Diagnose hinterfragt gehört. 

In einer betreuten Wohngruppe werden Dir womöglich Angebote unterbreitet die genau zu Dir passen. Da sind ja Fachmenschen die nicht ohne Grund eine Ausbildung oder ein Studium absolviert haben. 

Für alle Fälle möchte ich Dir noch diese Seite hier ans Herz legen

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Wir Menschen lernen am leichtesten aus unseren Fehlern. Vorausgesetzt es besteht Bereitschaft. Lasse Dich also dabei nicht durch irgendwelche Äußerlichkeiten aufhalten. Äußerlichkeiten vergehen. In Deinem Fall auf jeden Fall. Das Erlernte aber bleibt ein ganzes Leben lang. 

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Hallo !

BEtreutes Wohnen ist eine eigene Wohnform. Du wohnst in einer eigenen Wohnung, und erhältst Unterstützung. Die Menge der Unterstützung wird mit dem Jugendamt zusammen festgelegt. Ziel des betreuten Wohnens ist eine Verselbstständigung in das alleinige Wohnen. Wie als bist du denn? Das betreute Wohnen kommt je nach Jugendamt oft für sie erst ab ca 17 Jahre in betracht. Dann wird das Jugendamt dies nur machen, wenn sie der Meinung sind, dass du in der Lage bist ohne große Probleme alleine zu Wohnen. WEnn du in der letzten Zeit viel über die STrenge geschlagen bist, kann es sein, dass sie meinen das du noch nicht reif bist für eine eigene Wohnung, weil du noch nciht klar kämst. Dann schlagen sie meistens eine Wohngruppe vor . Dort hast du ein eigenes Zimmer, aber Essen... laufen zusammen. Dort kannst du lernen mit deinem Geld umzugehen, oder einen Haushalt zu führen. Von dort geht der Weg dann oft in das betreute Wohnen weiter.

Alls Gute auf deinem WEg. Ich würde mir auf jeden Fall noch mal einen Therapeuten suchen, wenn du eine Phobie hast, auch wenn die letzte dir nicht geholfen hat. Viel Erfolg

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Kommentar von misspancake
01.11.2015, 09:48

Also ich bin 15 und werde nächsten Sommer 16. Von mir aus kann ich sagen, dass ich alleine klar käme. Wenn ich etwas brauche gehe ich selbst einkaufen und auch zuhause mache ich den Haushalt sehr oft.

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Hallo !

 Du bist erst 15 habe ich gelesen. Ich habe schon mal geschrieben. Dann wirst du wohl keine Chance auf berteutes Wohnen haben. Eher eine Wohngruppe. Aber du kannst bei dem Prozess mitsprechen. Steh für dich ein, und sorge mit dafür, falls es nicht sowieso schon im Raum steht, dass du in eine Wohngruppe gehen kannst, die therapeutisch arbeiten. Ich denke es ist wichtig, dass du lernst mit diesem Problem umzugehen, ehe du alleine wohnen kannst. Es ist nicht leicht an sich zu arbeiten, aber lohnt sich auf jeden Fall. Es ist auch gut, wenn du Ziele hast. WEißt du schon wie es mit der Schule weiter geht, oder gar welche Ausbildung du anstrebst. Auch das ist wichtig für eine Unterbringung außerhalb von zu Hause. Je klarer du bist, und je  klarere Ziele und realistische Wünsche du hast, desto mehr wirst du mitbestimmen können.

Viel Erfolg.

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Zuallererst muss das Jugendamt auch den Bedarf nach einer Fremdunterbringung sehen. Das ist eine teure Maßnahme, die deine Mutter nicht einfach so "bestellen" kann. Wenn das Amt meint, euch hilft auch erst einmal eine Familientherapie, dann werden solche Lösungen bevorzugt.

Nach deiner anderen Frage bist du 15.

Da kommt die Unterbringung in einem betreuten Wohnen (also einer eigenen Wohnung mit regelmäßiger, meist einmal pro Woche, Unterstützung des Jugendamtes eher nicht in Frage. Bleibt ein Heim oder eine Pflegefamilie. Nur wenige Pflegefamilien sind allerdings dazu qualifiziert, Teenies mit sozialer Phobie zu betreuen.

Die Unterbringung in einer Klinik zu einer stationären Therapie könnte dazu führen, deine Phobie in den Griff zu bekommen und wieder ein Verhältnis zu deiner Mutter aufzubauen, das ein Zusammenleben ermöglicht. Sie ist deine Mutter und wird es immer bleiben. Und du ihre Tochter.

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Deine Mutter will Dich der Obhut des JA überstellen, dann gibt sie die Erziehungsziele im gewissen Rahmen vor, im Rahmen der Hilfe zur Erziehung, sie muß zu jedem Vorschlag ja oder nein sagen und das wird immer weitgehends berücksichtigt... 

Meist kommen solche Kinder in eine engmaschige Betreuung, für erstmal 6 Monate, mit dem Ziel Rückführung in die Ursprungsfamilie. 

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Also ich habe eine freundin bei der es ähnlich war. Die hat erst mit anderen jugendlichen in so einer Einrichtung gelebt und dann irgendwann ein einzelzimmer bekommen und als nächstes bekommt sie eine eigene Wohnung wo sie erst mit betreuer lebt und der dann irgendwann geht und nur immer wieder nach ihr sieht

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Hallo :) 

Es kommt erstmal auf das Alter an.

Über 18 Jährige können auch eine Wohnung alleine haben. Es werden Regelmäßig Termine mit einem sozial Arbeiter ausgemacht, der dir hilft deine ,,Probleme" in den griff zu bekommen. Er hilft dir bei jeglichen Problemen:)

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