Wie läuft das mit der Syncro von Trailern?

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Die haben den Film meist noch gar nicht, wenn sie den Trailer synchronisieren. Deswegen sind das manchmal auch andere Schauspieler.

Und im Kontext einer Szene ergeben bestimmte Sachen auf einmal einen ganz anderen Sinn.

Heutzutage ist das erste, was bei einer großen Filmproduktion feststeht, das Releasedatum. Meist noch bevor es überhaupt ein Drehbuch gibt. Der Film ist dann vielleicht so zwei Wochen vor Release fertig. Dann kriegen die Synchronstudios einen 700mb rip oder sowas, in schwarzweiß mit runtergedrehtem Kontrast (damit es sich nicht als screener für filesharing eignet) und haben dann 2 Wochen Zeit, alles zu übersetzen, Sprecher zu casten, das Material einzustudieren (wofür meistens keine Zeit ist) und alles aufzunehmen. Das wird darüber hinaus auch einzeln gemacht.
Das ist im Übrigen auch der Grund, warum deutsche Synchros früher deutlich besser waren und heute eher so dahingeklatscht wirken.
Da hatte man halt Zeit, das richtig zu machen, weil die Filme in Deutschland dann eben ein paar Monate später erschienen sind.

Im Original ist das nicht so wie du beschreibst, aber ähnlich. Manchmal werden Trailer Shots gedreht, die sowieso gar nicht in den fertigen Film kommen sollen, aber keine alternativen Takes oder sowas. Jedenfalls wüsste ich nichts davon.
Trailer Shots können auch einfach Einstellungen sein, die sehr wohl in den Film kommen, aber hauptsächlich deshalb gedreht wurden, damit der Trailer gut wird und nicht der Film.
Wie gut der Trailer ankommt ist nämlich statistisch gesehen der Hauptfaktor dafür, dass der Film Kohle macht. Nicht, wie gut der Film tatsächlich ist.
Filme mit nem beliebten Trailer spielen heutzutage fast immer massig Kohle ein, während Filme mit nicht so beliebten Trailern selten vorzeigbare Einspielergebnisse vorweisen können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?