Wie läuft das mit den photovoitalkanlagen eigentlich?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn du genausoviel Strom erzeugst wie du verbrauchst, bist du in der Tat Selbstversorger.

In den meisten Fällen sieht das so aus:

Das Haus ist am Stromnetz angeschlossen.

Wenn die PV mehr erzeugt, als benötigt wird, wird der Überschuss ins Netz eingespeist und man erhält dafür Geld - die sogenannte Einspeisevergütung.

Benötigt man mehr Strom, als die PV momentan liefert, wird er aus dem Netz entnommen, wofür man wiederum Geld bezahlt.

Dieses Modell hat den enormen Vorteil, dass der PV-Betreiber keine Stromspeicher vorhalten muss. Was er zuviel erzeugt, wird dem Netzversorger rübergeschoben - der das bisweilen auch gut gebrauchen kann - was benötigt wird, wird vom Netzversorger zurückgeholt.

Hat natürlich auch einen Nachteil: Die Einspeisevergütung ist natürlich geringer, als die Stromentnahme.

Du mußt einen Stromliefervertrag mit dem örtlichen Anbieter abschließen. Da das Haus bereits eine Anlage besitzt, ist davon auszugehen, daß da ein gültiger Vertrag existiert, in den Du eintreten kannst.

Dann gibt es zwei Varianten:

1. Du beziehst weiterhin den Strom vom Stromanbieter und lieferst gleichzeitig allen erzeugten Strom ab (Einspeisen).

2. Du verbrauchst immer dann den eigenen Strom, wenn Du welchen brauchst und lieferst den Rest ab, bzw. nachts (Photovoltaik - nix Sonne - nix Strom) beziehst Du den Strom aus dem Netz.

Das selbst verbrauchen und einspeisen ist keine Frage der Gesamtkapazität sondern der Zeiträume. Tagsüber, wenn die Sonne stark scheint (Sommer) kannst Du gar nicht so viele Computer anmachen wie du Strom erzeugst, und nachts (dunkel) dann .... ist wohl klar, oder ?

Variante 1 erscheint widersinnig. Allerdings gab (aber gibt es kaum noch) Tarifkonstellationen, bei denen die Einspeisevergütung höher lag, als die Entnahmekosten.

Die Einspeisevergütungen werden staatlicherseits festgelegt und sind bewusst darauf ausgelegt, die Anschaffung von PV-Anlagen attraktiv zu gestalten.

Dass das heute noch so vorkommt (zumindest bei neu angeschafften Anlagen), glaube ich nicht. Die Einspeisevergütungen werden sukzessive gesenkt, um einen Anreiz zu schaffen, die Effizienz der PV-Anlagen kontinuierlich zu verbessern.

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@Mojoi

Ja, Du hast Recht, die Variante 1. waren früher die ersten Verträge als man noch mehr Vergütungen erhielt als man für den Strom bezahlen mußte. Die sind wohl inzwischen alle ausgelaufen.

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Du als neuer Haus und PV Anlagenbesitzer hast einen Vertrag mit dem örtlichen EVU.

Du verbrauchst immer dann den eigenen Strom, wenn Du welchen brauchst und lieferst den Rest ab oder speichert ihn in einem speziellen Stromspeicher.

Ist der Speicher leer und die Sonne im Urlaub beziehst du den Strom ganz normal vom EVU.

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