wie läuft das ab wenn meine arbeitslose mutter in eine gekaufte wohnung einzieht?

7 Antworten

Du vergisst bei deiner Überlegung eine ganz wichtige Sache. Und zwar besteht das Geld, das deine Mutter benötigt, doch nicht nur aus der Miete. Sie braucht doch ansonsten noch mehr für Lebensmittel, Kleidung, Versicherung etc. Sie kann also nicht aufhören zu arbeiten, denn ihr würde das Geld dafür fehlen.

Es ist aber richtig, dass deine Mutter kein Hartz4 mehr bekommen würde mit einer Wohnung, die du ihr kaufst (und für die du keine Miete nehmen möchtest). Denn für den Lebensunterhalt ohne Miete bekommt man 416€. Und mit dem 600€, die deine Mutter verdient, liegt sie darüber, bekommt also nichts mehr.

Es ist aber jetzt keine gute Idee wenn du sagst, deine Mutter soll den Job kündigen, sodass das Jobcenter den Lebensunterhalt (die 416€) zahlt. Denn erst mal hat sie dann eine Sperre von 3 Monaten, wo sie nichts bekommt. Und außerdem ist sie dann automatisch in der Arbeitsvermittlung und man wird sie auffordern, sich einen neuen Job zu suchen. Macht sie das nicht, bekommt sie weitere Sperren.

Das funktioniert also nicht. Wenn du möchtest, dass deine Mutter nicht mehr arbeiten soll, dann musst du ihr auch Geld zum Leben geben zusätzlich zur Wohnung. Vielleicht will sie aber auch sehr gern noch arbeiten, um was zu tun zu haben, Leute zu treffen usw. Nichts arbeiten macht manche Leute sogar eher unglücklich. Daher wäre die Frage, ob du ihr überhaupt einen Gefallen tust mit deiner Überlegung.

Wenn Sie kündigt, bekommt sie erstmal für ein paar Monate gar nichts, denn dann gibt es eine Sperrfrist.

Anschließend bekommt sie Arbeitslosengeld (kein Hartz4). Und zwar bis zu zwei Jahre. Das hat auch nix mit Miete und ähnlichem zu tun, das bekommt man ganz unabhängig davon, ob und wieviel Geld man noch hat. Das hängt ausschließlich davon ab, wie lange man gearbeitet hat und wieviel man da verdient hat.

Danach würde sie dann Hartz4 bekommen. Normalerweise zahlt das Amt die Miete und den Regelsatz, also insgesamt Miete + 416€. Wenn sie keine Miete zahlt, dann nur die 416€

Das ist kein Problem, wenn die Whg. ihr selbst gehört! (Für die Behörde ist es ja sogar billiger, da keine Miete anfällt). Die Whg, muss aber selbst genutzt werden, ohne das Geld damit verdient wird, dann kann der Eigentümer selbstverständlich Leistungen beziehen. Es gibt auch Arbeitslose oder Sozis, mit eigener Whg.. Die ist auch sicher und keiner darf sie ihnen wegnehmen. Wenn sie „zu groß“ ist, bin ich mir aber nicht sicher (...)! Aber 40-65m^2 nimmt ihr keiner weg! (Geht vielen so, z.B. wenn die Rente nicht reicht..Sozialamt!)

Natürlich ändert sich das, wenn untervermietet wird, oder sowas. Ansonsten ist es kein Problem!

Am Besten schenkst du ihr die Wohnung, bevor sie Leistungen beantragt. Ob das auch währenddessen geht, weiß ich leider nicht! 😞

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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