Wie läuft das ab mit der Arbeit und mit probezeit?

8 Antworten

Wie lange man Probezeit hat, hängt vom Arbeitsvertrag ab. Der AG kann eine Probezeit vereinbaren, muss das aber nicht.

Wenn eine Probezeit vereinbart ist, können beide Seiten i.d.R. mit einer verkürzten Kündigungsfrist ohne Angabe von Gründen kündigen. Die gesetzliche Kündigungsfrist in der Probezeit beträgt nach § 622 Abs. 3 BGB zwei Wochen, das gilt max. bis zu einer Probezeit von sechs Monaten. Tarifvertraglich kann auch eine kürzere Frist vereinbart werden.

Im Ausbildungsverhältnis hat man immer eine Probezeit. Es ist gesetzlich vorgeschrieben dass diese mindestens einen Monat betragen muss. Sie darf aber nicht länger als vier Monate dauern. In dieser Probezeit kann von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos gekündigt werden (§ 22 Berufsbildungsgesetz)

Das kommt auf den Vertrag an wie lang die Probezeit ist, meist sind es drei bis 6 Monate. Und ja du kannst auch in der Probezeit gekündigt werden, und zwar ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von 14 Tagen.

Nach der Probezeit muss eine Kündigung dann begründet werden und die Kündigungsfrist ist da auch meist länger.

Sind des nicht maximal 4 Moate die man Probezeit machen darf. bei Schwerwiegedem Fehler kann man auch fristlos gekündigt werden.

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@ALTAIR2011

Kommt auf die Branche an. Bei manchen Branchen gibt es eine Probezeit von 6 Monaten, bei uns in Österreich ist es meist nur 1 Monat. Ist also ganz unterschiedlich.

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@ALTAIR2011

@ ALTAIR2011:

Es gibt für die Probezeit in einem Arbeitsverhältnis (anders als im Ausbildungsverhältnis) keine gesetzlich vorgeschriebene Mindest- oder Höchstdauer.

Lediglich die arbeitsrechtlichen Konsequenzen, die sich aus einer vereinbarten Probezeit ergeben können (verkürzte Kündigungsfrist nach dem BGB § 622 Abs. 3), gelten für maximal 6 Monate.

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Maximal 4 Monate bezieht sich auf Ausbildung

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Wie lange deine Probezeit anhält wird normalerweise in deinem Arbeitsvertrag festgelegt. Normal sind so 6 Monate bis zu 1 Jahr, je nach Stellung und Arbeitsumfeld. 

Während der Probezeit kann dein Chef dich jederzeit ohne Mahnung kündigen. Du solltest dich hier also beweisen, da du wie der Name schon sagt, auf die Probe gestellt wirst. 

Normal sind so 6 Monate bis zu 1 Jahr

"Bis zu 1 Jahr" ganz sicher nicht!

Eine Probezeit kann, muss aber nicht vereinbart werden (Ausgenommen Ausbildungsverhältnisse).

Und die arbeitsrechtlichen Konsequenzen, die sich aus einer vereinbarten Probezeit ergeben können (verkürzte Kündigungsfrist nach dem BGB § 622 Abs. 3), gelten für maximal 6 Monate.

Wenn also eine Probezeit von mehr als 6 Monaten vereinbart wurde, dann ist die über 6 Monate hinausgehende Zeit in dieser Hinsicht rechtlich belanglos (bis auf ganz besondere Situationen).

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@Familiengerd

Dann bin ich mal wieder schlauer geworden, habe aber schon von Probezeiten bis zu einem Jahr gehört, vor allem bei Unternehmen im Juristischen und Finanziellen Bereich.

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@Anzeigefehler

Das ist dann aber - wie gesagt - rechtlich bedeutungslos, selbst wenn es so vereinbart wurde.

Denn im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 622 "Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen" Abs. 3 heißt es klipp und klar:

Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.

Ein Verlängerung der Probezeit hat also nicht zur Folge, dass dann weiterhin mit verkürzter Frist gekündigt werden könnte!

Aber "Wo kein Kläger, da kein Richter!" ...

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Ist die Kündigung wirksam? (Arbeitsrecht?)?

Haallo liebe Community :)

Meine Freundin hat am 01.04.2017 angefangen als Teilzeitkraft an einer Aral Tankstelle in Dortmund. Die vereinbarten 6 Monate Probezeit waren im Oktober 2017 vorbei. Am 31.03.2018 lief der Arbeitsvertrag (Jahresvertrag) aus und wurde stillschweigend (ohne erneute schriftlich Festaltung) in einen unbefristeten Arbeitsvertrag weiter beschäftigt.

Am 01.08.2018 begann Sie an der selben Tankstelle eine Ausbildung zur Verkäuferin (Probezeit lt. Vertrag 4 Monate, Chefin sagte aber mündlich Probezeit zählt nicht, da schon so lange dabei).

Zum 31.08.2018 brach meine Freundin die Ausbildung ab (kündigte selber) und erhielt direkt zum 01.09.2018 einen neuen Arbeitsvertrag mit 4 Monaten Probezeit (Chefin sagte wieder mündlich, dass die Probezeit nicht gelten würde, da schon so lange dabei).

Wie das unter Frauen so ist, gabs heute einige Zickereien, woraufhin die Chefin meine Freundin zum 21.09.2018 (ordentlich, ohne Grund, in der Probezeit) gekündigt hat.

Meine Frage ist die Kündigung rechtens? - meines Wissens darf man nicht immer wieder grundlos befristen.

Würde sich eine Kündigungsschutzklage lohnen?

Ich freue mich auf eure hoffentlich schnellen Antworten und bedanke mich schon jetzt. Viele Grüße

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