Wie lässt sich die Glaubensfrage mit anderen Weltreligionen und bestimmten Umständen in Übereinstimmung bringen?

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14 Antworten

Die Menschen glauben meist das, was ihre Eltern schon geglaubt hatten. Es ist selten, dass Kinder etwas ganz anderes glauben. Wärst du in Afrika oder in Indien geboren: bist du völlig sicher, dass du dann dasselbe glauben würdest wie jetzt?

Ich finde es schon etwas befremdlich, ausgehend von dieser Sache, zu finden, es sei selbstverständlich, nach Afrika oder Indien zu gehen, und den Menschen das Christentum als allein seligmachend zu verkaufen (man kann das natürlich tun...), dabei ist doch auch klar: auch da gilt das, was ich oben schrieb (die Menschen glauben meist das, was...).

Wir "verlangen", dass andere Menschen das übernehmen, was wir nur deshalb glauben, weil wir hier (oder in einer ähnlichen Kultur) aufgewachsen sind. Natürlich sagen wir dann "naja, ist ja seine Entscheidung". Kommt mir ein wenig überheblich vor. 

Du kannst auch die Bhagavad Gita lesen, davon gibt es eine deutsche Übersetzung. Und dann kann man Brahma zwar nachher sagen: "ich hab ja davon nichts gewusst..." Kann man sagen, aber die Möglichkeit dazu (das zu lesen) hätte man gehabt. Und nein, ich bin kein Hindu. Es war nur ein Beispiel.

Ich finde das Christentum ja auch (partiell) gut. Aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie man von "ich glaube X" darauf kommen kann, dass dies nun automatisch "die richtige" Religion sein soll (für alle). Dass einem das erzählt wird, ist schon klar.

Etwas anderes ist, wenn man die Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen sieht. Das finde ich oft recht faszinierend, und oft denke ich, dass die Menschen doch nicht so furchtbar verschieden sind, wie es oftmals dargestellt wird.

Der Gedanke, dass Jahwe manchmal eine Skatrunde mit Brahma und Manitu spielt, ist recht ermunternd, finde ich. Natürlich wird auch mir ständig was anderes erzählt. Aber ich bin nicht so erschaffen, dass ich einfach alles glaube, was mir erzählt wird. Aber ich höre zu.

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Kommentar von poisl2
30.03.2016, 12:33

Guter Beitrag, danke ;-). Nein, ich möchte hier niemand das Christentum als allein seligmachend verkaufen. Das habe ich nirgends geschreiben - eher im Gegenteil bzw. als Frage formuliert. Was machen Menschen anderer Glaubensrichtungen? Sind diese dann von der Glückseligkeit ausgeschlossen?

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Nach all den interessanten Antworten meine ich doch noch einen hinzufügen zu müssen.

Wenn wir fragen "Wie kann Got so etwas zulassen?", dann haben wir - das ist mein Glauben - eine falsche Vorstellung von Gott.

Sicher haben wir uns von dem Bild eines alten Mannes mit Rauschebart entfernt, aber noch immer unterschieben wir Gott unsere Denk- und Gefühlsweisen. Und wir erleben es so: Hier ICH dort GOTT.

Diese Zweiteilung erlebe ich als falsch. In unserem Grund sind wir auch das was Gott ist, oder: wir sind untrennbarer Teil vom Ganzen. Schön finde ich da immer das Bild von Welle und Meer. Gewaltig tritt die Welle aus dem Meer empor und entfaltet ihr ganzes ICH. Doch wir wissen es: Sie bleibt MEER.

Mit Gott herumzurechten führt auf einen falschen Weg.

In der Begegnung zwischen ICH und DU ist GUT und BÖSE auch immer dabei. Wir entscheiden darüber wer unser "Nächster" ist, wem wir die Kraft unserer Einfühlung schenken und von wem wir uns abwenden.

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Wie kann es sein dass unschuldige, oftmals sehr gute Menschen entführt, geschlagen oder ausgeraubt werden? Wie lässt sich das mit dem Glauben vereinbaren?

Sagen Dir die Seligpreisungen etwas? (http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus5,3-12)

Gott sagt immer, dass er uns Menschen hilft, wenn wir in Not sind, aber was ist gerade mit diesen Fällen?

Dahingehend finde ich das Gedicht "Spuren im Sand" gut (https://images.otto.de/asset/mmo/formatz/bild-home-affaire-spuren-im-sand-braun-9676170.jpg)

Hat jemand von euch eine Erklärung für diese Sachen?

Ja, habe ich. Wenn man in seinem Glauben an Gott konsequent ist, dann glaubt man auch an ein Leben nach dem Tod. Wenn man aber nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt, so glaubt man auch nicht wirklich an Gott. Wem will man dann also etwas vorwerfen?

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Kommentar von poisl2
30.03.2016, 00:09

Dankeschön für deinen Beitrag, hat mir geholfen ;-)

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Wie kann es sein dass unschuldige, oftmals sehr gute Menschen entführt, geschlagen oder ausgeraubt werden? Wie lässt sich das mit dem Glauben vereinbaren?

-> Gott ist leider kein Superheld der dich in gefährlichen Lagen hilft und sich wie ein schützendes Schild vor dich stellt.

Der Glaube gibt vielen religösen Menschen Kraft und zuversicht oder eine Aussicht auf das Leben nach dem Tod.

Wirklich gläubige Menschen sind wahrscheinlich mit sich im reinen und dabei ist es unabhängig welcher Religion er angehört.

....dass Menschen anderer Glaubensrichtungen nicht die Glückseligkeit bei Gott erlangen können?

-> Die Aussage ein z.B. Christ kann niemals die gleiche Glückseligkeit erreichen wie ein Muslime ist falsch, denn beide haben ihren eigenen Glauben der sie stärkt.

->Aber warum hilft Gott nicht bei solchen Taten?

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Das eine kann nicht ohne das andere existieren.

Es kann nicht nur gutes auf Erden geben...

Sprich das Thema mal im Religionsunterricht an oder wenn du nicht willst das deine Klassenkameraden deine Fragen mitbekommen sollen, geb dem Lehrer/in einen Brief.

Mit Sicherheit kann der Lehrer/in dir die religöse Ansicht des Themas näher bringen.

Aber wahrscheinlich wird ein Ausweichsatz wie "Die Wege des Herrn sind unergründlich" Was soviel heißt wie ich habe selber keine Ahnung ich glaube einfach das es alles so einen Sinn hat.

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Hallo, lesen Sie bitte das Neue Testament (wenns geht in einer neueren Übersetzung). Sie werden feststellen, dass Jesus NIEMAND gezwungen oder unter Druck gesetzt hat. Leider hat sich im lauf der Jahrhunderte aus dem "WEG" mit Jesus eine Religion entwickelt, die auf Druck, Manipulation usw. aufgebaut ist. Jesus sagte: "Folge mir nach" und du wirst Frieden haben. Ich folge ihm seit über 50 Jahren nach- durch Dick und Dünn und ich kann nur staunen, wie mein Leben mehr und mehr Frieden bekam. Noch einmal: Jesus hat NIE gesagt, dass er eine Religion gründen wollte. Er starb für uns, um uns die Schuld wegzunehmen. Er gibt uns den Heiligen Geist, der uns die Kraft gibt, so zu leben, wie ER das uns vorgemacht hat. Er sagt in der Bergpredigt (zu seinen Jüngern!) nicht : strengt euch an, Frieden zu stiften (Mt. 5.9) sonden Glückselig sind die Friedfertigen- die reines Herzens sind (von IHM gereinigt) usw. Wer mit IHM lebt IST das Licht der Welt- er braucht sich nicht mehr anzustrengen. (Mt. 5.14) Gott segne alle Leser!

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Nun, Gott fordert uns zwar auf, gut zu sein, aber er hat dem Menschen die freie Entscheidung gelassen. So wie bei Adam und Eva... sie waren frei zu entscheiden, ob sie den Baum der Erkenntnis meiden oder nicht. Sie kannten die Folgen: Gottes Zorn.

Wenn ein Mensch sich für Gewalt entscheidet, wird Gott nicht einschreiten, denn dann würde er mindestens einen Beteiligten in seiner freien Willensausübung einschränken. Welche Folgen falsche Entscheidungen haben vor den Augen Gottes, kann man in der Bibel nachlesen.

Goethe hat das schön in Worte gefasst: Gott gibt uns die Nüsse, aber er knackt sie uns nicht auf.

Warum manche Menschen leiden müssen: Lies das Buch Hiob. Es ist bei Hiob eine Prüfung seines Glaubens, seiner inneren Stärke.

Gott zeigt uns den Weg, gehen müssen wir ihn selber.

Und Glauben besteht nicht aus Lippenbekenntnissen, er wird nicht geschenkt. Man muss ihn sich oft genug schwer erkämpfen. Auch wenn wir Gottes Entscheidungen nicht verstehen/nachvollziehen können, müssen wir sie akzeptieren und annehmen. Und ja, das ist oft sehr sehr schwer.

Deine afrikanische Familie: Christliche Missionare sind mittlerweile so ziemlich überall auf dem Erdball gewesen! Diese Familie weiß sicherlich von uns, es stünde ihr die Entscheidung frei, Hilfe zu suchen. Dass sie es nicht tut... siehe oben, die freie Entscheidung des Menschen.

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Kommentar von poisl2
29.03.2016, 19:52

Klasse Beitrag, dankeschön ;-)

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Sind nicht Menschen an der Lage in Afrika schuld?

Wir sollten nicht Gott die Schuld geben, wenn einige Menschen arm sind und dafür andere sehr reich. Ich möchte was gutes tun. Man kann was spenden. Man kann aber auch beim Kauf von z. B.  Lebensmitteln, Blumen, Kleidung, Fußbällen und einem Handy darauf achten, dass die Menschen fair bezahlt wurden und die Produktion auch sicher ist. Wenn du dazu Fragen hast, dann kannst Du mir schreiben, ich habe mich mit dem fairen Handel beschäftigt und kaufe auch gerne fair gehandelte Produkte.

Wenn es Dir hilft: Ich habe Argumente, warum ich an Gott glaube. Falls die Dich interessieren, dann kannst du ja mal auf meinem Profil ein paar andere Antworten ansehen, die ich auf andere Fragen gegeben habe, da findet man Argumente. Oder man fragt mich. :)

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Wir haben auf dieser Welt tatsächlich ein Problem.

Geht zum Beispiel der christliche Glaube dahingehend, dass den notleidenden Menschen geholfen wird, verbreitet eine andere Welt-Religion Angst und Schrecken.

Während Christen mit Spenden und Initiativen Schulen, Lebensbedingungen und Lebensumstände verbessern, müssen wir tatenlos zusehen, wie eine andere Weltreligion alles nur zerstört.

Predigt das Christentum die Nächstenliebe, so predigt eine andere Weltreligion die "einzig wahre Religion" mit "Tributpflicht" und Missachtung anderer Religionen.

Predigt das Christentum den Frieden und das Entgegenkommen, so predigt eine andere Weltreligion den Hass, den Krieg und das Märtyrertum.

Was soll also geschehen ?

Nach meiner Ansicht sollten wir aufhören alles nur gut zu schwätzen, wir müssen die Dinge auch beim Namen nennen, und wir müssen die dann Genannten auch in die Verantwortung nehmen.

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Kommentar von Iamiam
29.03.2016, 21:49

das ist eine sehr einseitige Sicht der Dinge. Das Christentum als das Gute und DIE ANDEREN RELIGIONEN als DAS BÖSE?

Guck mal in die Geschichte, wie gut das Christentum böse sein konnte!

Und erzähle mir nicht: ja, das waren alles falsche Auslegungen! Dann können das auch die anderen Religionen von sich sagen! Du eröffnest damit nur Schlupflöcher für Ausreden von ALLEN Seiten!

Jeder muss sich in seiner Ideologie Rechenschaft geben, inwieweit sie anfällig ist für "das Böse", inwieweit es vllt sogar darin angelegt ist! zB ist speziell der Missionsgedanke dafür geeignet, anderen mit Gewalt etwas aufzuzwingen.

Den Himmel in sich zu fördern, mit sich selbst ins Reine zu kommen, das sollte das Hauptanliegen einer Religion sein, Das Hauptgebot der Liebe praktizieren (Gott lieben=Deinen Nächsten lieben: letzteres ist nicht das Zweite, sondern eines ist dem anderen gleich!). Und dem Feind die linke Wange hinhalten, wenn er dich auf die rechte schlägt: Wann haben Christen das je gemacht? Nein, da wird ZUR VERTEIDIGUNG des CHRISTENTUMS zurückgeschossen! Und nicht nur das: Grausamste Eroberungen wurden gläubig abgesegnet, Indianern die Seele abgesprochen, sie und andere zu Feinden des Christentums erklärt, die man getrost massakrieren darf im Namen Gottes. Ja, das Christentum reiht sich würdig in die Reihe der anderen Weltreligionen ein, wie auch Dein alias-Name, Ritter!

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Du hast hier viele Antworten bekommen.

Bewahre Deinen Glauben, aber versuche nicht, zu missionieren oder gar ihn anderen aufzuzwingen (nur vorbeugende Warnung).

Und versuche, Dich weiterhin und immer wissenschaftlicher in diese Fragen/Antworten/Problematiken einzuarbeiten, das braucht ein jeder, der mal ein reifer Mensch werden will (es laufen genügend unreife und oberflächliche Ideologen rum, für und gegen einen Glauben), Du wirst DEINEN WEG FINDEN!

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Kommentar von poisl2
29.03.2016, 23:20

Dankeschön, ich werde es versuchen ;-). Aber ich hatte ganz und gar nicht vor, jemandem meinen Glauben aufzuzwingen

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Ja, die Antwort ist, dass es Gott nicht gibt, das er nur eine Erfindung ist, ein Märchen das die Leute für wahr halten.

Die Existenz von Dingen die wir als "böse" betrachten können ist ein Beweis gegen Gott. (siehe Bild)

 - (Religion, Welt, Hunger)
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Kommentar von poisl2
29.03.2016, 19:37

Das denke ich nicht. Ich bin schon gläubig, aber mich interessieren einfach solche Fragestellungen.

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Die Menschen glaubten Anfangs an Götter, da sie sich nicht alles, wie z.B. Gewitter erklären konnten. Die Kirche verdiente gut an den Menschen, da sie nicht an Bildung kamen, deshalb ließ sie den Glauben weiter fördern. Außerdem ist es einfacher, wenn Menschen an etwas glauben können, was besagt, dass alles besser wird. Was lernen wir daraus? Religion ist rückständig und es gibt keinen Gott!!!

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Der Mensch verwarf Gottes Leitung und gab diese dem "Gegner Gottes" (1.Mose 3,6; 5.Mose 30,19).

Auch wurde der später geborene Sohn Gottes von der Menschheit umgebracht (Röm.6,23) und du erwartest, dass "unser Vater" (Röm.8,15)  das "akzeptieren" sollte ?

Er hat den Plan gefasst, Satan für eine Zeit (6000 Jahre ?) regieren zu lassen und nur einzugreifen, wenn Er es will (5.Mose 6,22; Apg.4,30).

Die "menschlichen Galubensrichtungen" werden sich am Ende dieser Zeit unter Satans Einfluss vereinigen, um so den wiederkehrenden Christus zu bekämpfen (Offb.13,4-8; 17,5-6).

Dieser wird dann Gottes Reich ausrufen und leiten (Offb.14).

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Wir wissen ja nun leider nicht, was die jetzt Verfolgten in ihren früheren Leben ihren jetzigen Verfolgern angetan haben.

Wenn du dich mit dem Karma beschäftigst fängst du an, zu verstehen.

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