Wie kündige ich nach der Ausbildung?

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7 Antworten

Hallo.
Wenn du einen Lehrvertrag unterschrieben hast, Endet die der Vertrag mit Ende der letzten Prüfung. Bei Aushändigung deines Abschlusses, automatisch.

Es ist lobenswert, das du dich um die Nachfolge kümmerst, aber das ist nicht deine Aufgabe.

Wenn dein AG dir einen Arbeitsvertrag vor Ende der Ausbildung vorlegst, dann kannst immer noch nein sagen oder es verschieben, und nach dem du die Prüfungsnoten in Händen hast nein sagen.

Solange Du keinen Arbeitsvertrag unterschrieben hast und nach Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse nicht weiter dort arbeitest, brauchst Du nicht zu kündigen.

Sorry, wenn ein AG einen Azubi derart ausnützt und gegen Gesetze verstößt:

Ich saß das letzte mal von 08:00 bis 23:00 im Büro

brauchst Du auch keine Rücksicht nehmen.

Es ehrt Dich, dass Du Dir Gedanken machst, wer nach Dir die Arbeit verrichtet. Das ist aber nicht Dein Problem und Du solltest es auch nicht zu Deinem Problem machen.

Es reicht, wenn Du Deinem Chef ein paar Wochen vor der Prüfung sagst, dass Du nach der Ausbildung nicht länger bei ihm arbeiten wirst. Sollte er Dir vorher einen Arbeitsvertrag vorlegen, kannst Du es ihm ja dann sagen.

Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich das aber für verfrüht. Ich kenne Deinen Chef nicht, es kann aber durchaus sein, dass er Dir bei einer jetzigen Absage das Leben bis zur Prüfung noch sehr schwer machen wird.

pinar10 24.02.2017, 07:45

Ja, ich hab so den drang ihm das sofort zu sagen. Weil ich ihn auch nicht so alleine da stehen lassen will

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Hexle2 24.02.2017, 08:00
@pinar10

Du bist zu gut für diese Welt ;-))

Du brauchst ja nicht bis zur letzten Minute warten, zum jetzigen Zeitpunkt würde ich es aber noch nicht sagen. Warte noch eine Weile.

 Wenn Dein Chef Dich weiterhin so ausnutzt und das auch in Zukunft plant (100 € mehr und dafür eine Putzkraft gespart), brauchst Du auch nicht so viel Rücksicht nehmen.

Letztlich musst Du selbst entscheiden, Du musst es ja auch selbst noch einige Monate dort aushalten.

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Du musst nicht kündigen dein Ausbildungsvertrag endet spätestens mit dem dort festgehaltenem Datum wenn nicht sogar mit dem Abschluss der Prüfung.
Unterschreib eben nichts neues was er dir vorlegt dann musst du auch nicht extra kündigen.

Und zum Thema Bedingungen habe ich für jetzt und für später nur einen Rat an dich. Arbeitsgericht. Wenn dir eh schon etwas komisch vorkommt dann lass es prüfen ob es rechtens ist und wenn nicht bgw. du eh schon weißt das geht so nicht mit rechten Dingen zu dann sprich deinen Chef darauf an und sag ihm im Zweifelsfall ziehst du damit auch vors Arbeitsgericht (und dann natürlich auch machen).
Meist reichen schon wenige Worte die zeigen das man als Arbeitnehmer seine Rechte kennt und nicht jeden Schrott mitmacht und schon rudern Vorgesetzte wieder zurück...

Hast du in der Berufsschule niemanden an den du dich wegen dieser "Bedingungen" wenden kannst? Musst du zwar wissen aber ich würde mir das nicht gefallen lassen.

pinar10 24.02.2017, 07:23

Doch, aber da sagen die auch nur - mach nicht - das is alles so leicht gesagt ls getan. Ich saß das letzte mal von 08:00 bis 23:00 im büro. Es ist alles an Bedingungen geknüpft. Das macht mich so fertig. 

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Grautvornix 24.02.2017, 11:34
@pinar10

Das ist ein eklatanter Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz, zumal du noch in der Ausbildung bist.

Er gibt dir keine 100€ extra Fahrgeld, er stellt es nur so da, in Wirklichkeit musst dafür ja putzen.

Ich halte deinen Chef für einen geschickten Ausnutzer, der deine Unwissenheit für seinen Vorteil nutzt.

Da würde sich ein Arbeitsgericht ganz anders zu äußern.

Überstunden in der Ausbildung.

Schmerzgrenze 40-Stunden-Woche

Dies gilt besonders, wenn der oder die Auszubildende noch nicht volljährig ist, denn dann greift das Jugendarbeitsschutzgesetz.
Das bedeutet, die minderjährigen Azubis dürfen höchstens 40 Stunden pro Woche arbeiten. Bei volljährigen Azubis beträgt die maximale  Arbeitszeit pro Woche 48 Stunden. Diese Zahl ist jedoch kein Freifahrtschein für den Chef, seine Auszubildenden tatsächlich auch so lange arbeiten zu lassen. Denn es gilt die Arbeitszeit die im Vertrag steht – alles was darüber hinaus geht, sind Überstunden!

http://www.bildungsxperten.net/bildungschannels/ausbildung/wie-viele-ueberstunden-sind-ok/

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Nightwing99 24.02.2017, 07:29

Ne das ist nicht nur so einfach gesagt das ist tatsächlich so dein Chef macht sich strafbar damit rede mal mit Lehrern nicht mit Mitschülern das die dir da helfen und dir nen Kontakt zu Rechtsberatung/Begleitung geben, Aufgabe einer guten Berufsschule ist es ebenso dafür zu sorgen das die Schüler im Betrieb gut aufgehoben sind. Dein Chef nutzt dich als bezahlte und unbezahlte Arbeitskraft aus das darf er nicht und das wird bei Auszubildenen auch entsprechend hart geandet. Kein Wunder das er so einen Müll redet das er ein Jahr zeit bräuchte um jemand neues zu finden wenn eines der Suchkriterien ist alles mit zu machen ohne zu hinterfragen...

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Grautvornix 24.02.2017, 11:38
@Nightwing99

Ein Jahr Einarbeitungszeit...... was macht der Betrieb den?

Betreiben die einen Fusionsreaktor?

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Mit bestehen der mündlichen Prüfung ist deine Ausbildung beendet. Damit hast Du deinen Teil des Ausbildungsvertrages erfüllt. Ab diesen Tag bist Du keine Auszubildende mehr und könntest quasi nicht mehr dahin gehen.

Damit Du dich absichern kannst, fordere ein Arbeitszeugnis an und reiche eine schriftliche Kündigung ein. Damit wärst Du aus der Sache raus und dein Chef kann dich nicht abhalten, da Du mit ihm keine anderen Vereinbarungen hast.

pinar10 24.02.2017, 07:09

Ich weiss, wir haben nichts schriftliche ausgemacht. Nur mündlich ausgemacht das ich dort bleibe. Er müsste es aber schon vorher wissen, da er dann einen anderen depp braucht der alleine 50 Buchhaltungen macht. Ich will jetzt auch nicht der arsch sein, der ihm auf den letzten drücker sagt, ich geh. Mach selber. Das lässt meinem Gewissen keine ruhe. 

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Majdii 24.02.2017, 07:11
@pinar10

Eine mündliche Vereinbarung ist somit nicht geltend. 

Sag ihm 3 Monate vorher, die Zeit brauch man um sich beim Arbeitsamt zu melden, dass Du definitiv nicht mehr willst und dein Arbeitszeugnis haben möchtest. 

Mehr kannst Du nicht machen. Er muss sich um weitere Arbeitskräfte sorgen, nicht Du!

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SirKermit 24.02.2017, 07:36
@Majdii

Warum sollte eine mündliche Vereinbarung nicht gelten?

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Majdii 24.02.2017, 07:43
@SirKermit

"Ist der schriftliche Arbeitsvertrag anders als die mündliche Vereinbarung, müssen Arbeitnehmer nicht unterschreiben. Das hat das Sozialgericht Heilbronn festgestellt. Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin."

Am Tag ihrer mündlichen Prüfung hat sie alles erfüllt was im Vertrag drin steht, welchen sie natürlich auch unterschrieben hat. 

Daher dürften da keine Probleme enstehen. 

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In der Regel endet eine Ausbildung mit dem bestehen der Prüfung automatisch,bzw. zum Datum welches in deinem Vertrag steht.

Du brauchst also nicht extra kündigen.

Ich würde mir etwas neues suchen und meinem Chef sagen, das ich nicht bei ihm weiter arbeiten möchte, fertig. Falls ihr etwas schriftlich gemacht habt solltest du dich aber an diese Vereinbarung halten.

Wird deinem Chef vermutlich nicht gefallen, ist aber eigentlich sein Problem.

Dein Arbeitsverhältnis ist mit Ende der Ausbildung, sofern Du noch keinen neuen Arbeitsvertrag abgeschlossen hast, automatisch beendet!

Du brauchst also nicht kündigen!

pinar10 24.02.2017, 07:06

Wir haben nichts schriftliche ausgemacht. Nr mündlich. Er müsste es aber schon vorher wissen, da er dann einen anderen depp braucht der alleine 50 Buchhaltungen macht. 

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alarm67 24.02.2017, 07:11
@pinar10

Mündlich! Das ist nicht Dein Problem, denn Dein Chef muss dann ja beweisen, dass ihr euch einig wart und einen Vertrag mündlich geschlossen habt!

Da wird er Probleme mit haben bzw. das ist (fast) unmöglich!

Und was ER will, kann Dir egal sein!

Wenn Du nett bist, sagst Du ihm, dass Du vor hast, nach der Ausbildung den Betrieb zu verlassen!

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