Wie kündige ich fristlos?

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3 Antworten

Bauchgefühl: Den Betrieb schriftlich mit Fristsetzung abmahnen, die Ausbildung durchzuziehen. Das ist aber schon ziemlich überfällig. Deine Gutgläubigkeit in Bezug auf Berufsschule und Seminare kommentiere ich hier nicht.

Hast Du mal Betriebsrat, Ausbildungsbeauftragten oder Gewerkschaft gefragt?

Eventuell auch einen Arbeitsrechtsanwalt.

Bei der IHK würde ich an den Geschäftsführer gehen und gleichzeitig mal die Presse aufmerksam machen, wenn sich da nichts tut.

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Kommentar von elevenmoons
18.01.2016, 13:14

Betriebsrat etc. gibt es bei uns nicht.

Die IHK bietet mir nur ein klärendes Gespräch...habe schon mit so vielen Gesprochen...sogar mit Herr Dr. Dr. Soundso....nichts.

Arbeitsrechtsanwalt war ich noch nicht. Habe erst vor kurzem eine Rechtschutz abgeschlossen und somit 3 Monate frist. Ist aber auf jeden Fall meine nächste Anlaufstelle.

Da ich weiß, dass meine Firma gerne verklagt, habe ich eben Bedenken, dass meine Kündigung nicht wirksam ist und ich denen auch noch zu Schadensersatz verpflichtet bin.

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Grund genug fristlos zu kündigen gibt es schon, einfach ein schreiben mit den obigen gründen einwerfen und tschüss...
Die werden dich garantiert nicht auf gehaltsnachzahlung verklagen können weil es ja alles drunter und drüber geht bei denen ;)

Aber ich würde mir an deiner stelle ernsthaft überlegen ob ich die ausbildung einfahc so hinschmeiße... Hast du shcon einen neuen/besseren job? wenn die jetzt schon mit dir unzufrieden sind, du es also nicht einmal packst solche dinge zu tun, glaubst du, du bekommst etwas bessseres???

Wärst du der super mitarbeiter des Jahres und wärst unfehlbar, immer da, in allem top, sähe die situation ganz anders aus. Versuch doch mal voll gas zu geben, alles mega gründich zu machen und dein bestes zu geben? DANN kannst du deinem Chef die Pistole auf die Brust setzen und ihn dazu bewegen etwas zu ändern...

Aber mit einem C klasse mitarbeiter würde ich mich auch nicht abgeben... Ganz im gegenteil, ich wäre froh wenn er weg wäre... Überlegs dir gut, ein Abbruch mit schlechtem Zeugnis macht sich wirklich nicht gut im Lebenslauf

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Kommentar von OxHawk
18.01.2016, 12:05

ein guter mitarbeiter Erledigt alles super gründlich, super schnell und tut zumindest so als wäre alles toll und einfach ;)

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Kommentar von AalFred2
19.01.2016, 13:02

Schon mal drüber nachgedacht, dass ein Azubi am Ende der Ausbildung eine Prüfung bestehen muss?

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Im wievielten Lehrjahr bist du?

Wie lange bist du schon in dem Betrieb? Bist du noch in der Probezeit oder nicht?

Das sind wichtige Fragen, die du leider in deiner Frage nicht beantwortest. Das Lehrjahr selbst spielt nach meiner Ansicht, nicht so eine wichtige Rolle, nur dir muss bewusst sein, dass es durchaus sein kann, dass du nach einem Lehrabbruch Schwierigkeiten bekommen könntest, in dem Beruf nochmal eine Ausbildung zu bekommen.

Wie lange du in dem Betrieb bist, spielt eine große Rolle, da es dann ggf. Kündigungsfristen gibt, die du in deinem Ausbildungsvertrag findest.

Eine fristlose Kündigung stellt immer eine sogenannte außerordentliche Kündigung dar und diese muss expliziet begründet sein. Die Gründe müssen nach dem Arbeitsrecht ausreichend sein um so kündigen zu dürfen. Eine Empfehlung daher, geh zu einem Fachanwalt für Arbeitsrecht und lass dich zumindest über Gründe einer außerordentlichen Kündigung beraten und lass dir bei der Kündigung helfen, damit diese rechtssicher ist.

Deine Begründungen, die du hier angibst, sind schon sehr Umfangreich und in meinen Augen auch sehr gute Gründe für eine außerordentliche Kündigung, nur auf rechtlicher Ebene weiß ich eben auch nicht, ob diese Gründe bestand hätten.

Reden scheint mit dem Ausbildungsbetrieb nichts zu bringen, jedoch muss dir eben auch bewusst sein, dass du in den verschiedenen Lehrjahren auch verschiedene Tätigkeiten durchläufst. Im ersten Lehrjahr ist es fast Branchenüblich dir die MFA (Mädchen für Alles) Aufgaben zu überreichen. Daher solltest du genau abwägen, ob du jetzt vielleicht nur überreagierst und dich noch ein bisschen gedulden solltest oder, wenn du jetzt schon in einem höheren Lehrjahr bist, wirklich eine Kündigung sinnvoll ist.

Lass dich allerdings auf jedenfall von einem Arbeitsrechtler dazu fachmännisch beraten, das bringt dir am meisten.

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Kommentar von elevenmoons
18.01.2016, 13:35

Danke für Deine Antwort.

Ich bin im 2. Lehrjahr und somit keine Probezeit mehr.

Dass man in der Ausbildung auch das MFA ist, ist mir bewusst. Aber trotzdem sollte ich doch meinen Beruf erlernen. Ich habe nichts, aber wirklich garnichts bis heute gelernt! Ich bin die billige Arbeitskraft neben drei weiteren Azubis. Aus mehr besteht diese Firma nicht. Zwei Chefs, die den ganzen Tag nichts machen, denn sie haben von dem was Sie verkaufen keine Ahnung. Eingestellt werden nur Leute mit Erfahrung, bspw. Studienabbrecher oder eben nur Leute mit gewissen vorkenntnissen. Also eigentlich muss man schon alles können. Ob man das richtig kann und gut kann ist egal. Deshalb läuft hier alles drunter und drüber. Alles nur Azubis, die nicht zur Berufsschule gehen und sich mit Hilfe von Google ihr Wissen verschaffen. Keine Lehrbücher, keine Seminare, kein Wissen von dem Ausbilder.

Ich habe meinen Grund, wieso ich abbrechen möchte und das alles aufzuzählen, da würde ich einen Roman schreiben.

Alle in meinem Umfeld können nur den Kopf schütteln über diese Firma. Wenn ich erzähle, welche Zustände hier herrschen, löst es in den Meisten erst mal Wut aus. Selbst meine Eltern sagen, das hier wäre verschwendete Zeit und wenn die das schon sagen, dann hat das was zu bedeuten.

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