Wie kontrolliere Ich mein stures Pflegepferd?

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7 Antworten

Hör einfach auf das Mädchen, was so gut mit dem Pferd zurecht kommt - die weiß es besser als all wir  Leute hier!

Wenn ein Pferd gerne testet, würde ich gleich recht resolut auftreten. Streich als erste diese bange Frage" Was wenn nicht? " aus deiem Kopf. Bei dem anderen Mädchen klappt es, und du hast doch nicht vor, wie die vorige Reitbeteiligung zu enden! Der  Zweifel ist Gift.

Reite das Pferd so, wie es das gewohnt ist. Und sei immer hochkozentriert, um schneller zu sein, wenn das Pferd was anderes  manchen will als du.

Konzentrier dich auf deinen Sitz - oft ist der nämlich das ganze Geheimnis. Ein Pferd, das nicht von einem unbequemen Hintern gebremst wird, geht oft schon gleich ganz anders! Und wenn es für den Anfang ein paar deutliche Worte braucht, dann sag es so deutlich, dass du nie etwas  3x zu sagen brauchst. Denn das ist der schnellste Weg, um die Gerte unnötig zu machen. So wie sich das anhört, mag das Pferd lieber eine deutliche Ansage, wo es weiß, wo es dran ist, als ein unsicheres Getue, weil du bange bist, du könntest dem Pferd weh tun. Was ihm unterm Strich nämlich viel mehr Verdruss bereitet, ist ein Mensch, der es im Unklaren über seine Führungsqualitäten läßt. Und ob du das vom Boden oder vom Sattel aus klärst, ist zweitrangig. Manchmal sogar jedes für sich ein Extrakapitel. Denn zwar viele, aber nicht alle Pferde stellen da einen Zusammenhang her.

Also, mutig voran, das wird schon!

Freut mich, wenn ich dir hilfreiche Anregungen geben konnte. 

Vielen Dank für den Stern!

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Ich würde mich an deiner Stelle lieber auf Ratschläge und Tipps der anderen Reitbeteiligung verlassen, anstatt im Internet nach irgendwelchen "Tricks" zu suchen, mit denen du mit dem Pferd besser zurecht kommst. Das "Problem" bei der Geschichte: es liegt ja nicht am Pferd, sondern es liegt ja an Dir, dass du im Gegensatz zur anderen RB nicht so gut mit dem Tier klar kommst.

Also lass dir von jemanden vor Ort helfen, der dir die Unterschiede im Verhalten zwischen der anderen RB und deinem Verhalten/Umgang mit dem Pferd aufzeigen und korrigieren kann.

Ansonsten gilt die Devise "Aktiv reiten". Nicht warten, bis das Pferd "irgendetwas" gemacht hat und dann erst korrigieren, weil dann ist es in der Regel schon zu spät. Man muss beim Reiten rechtzeitig merken, dass das Pferd z.B. ausfallen wird und dann schon aktiv weiterreiten (z.B. treiben).

Das Ding ist, dass Pferd tun was sie tun, weil sie es können. Sie merken recht schnell, ob der Mensch auf ihrem Rücken es zulässt, dass sie z.B. ihre eigene Geschwindigkeit/Richtung wählen lässt, oder ob der Reiter Richtung/Geschwindigkeit vorgibt. Gleiches gilt auch beim Umgang. Lässt der Mensch zu, dass Pferd die Füße wegziehen will beim Hufauskratzen oder hält er dagegen....

Mein RL sagt, ein Pferd schätzt einen schon in den ersten Sekunden einer Begegnung ab - schon wie Mensch das Pferd aus der Box führt und beim Putzen behandelt, kann der nachfolgenden Reiterei eine bestimmte Richtung geben...

Hallo, 

vielleicht liegt es an dir, weil man dir von vorn herein sagte, dass das Pferd alle Neulinge testet. Das prägt sich das Unterbewusstsein ein und du bist irgendwo unsicher. Das merkt das Pferd. Sei selbst sicher und sage, dir dass du das kannst. Das eine Mädel hat´s ja auch gekonnt. Lass dir von ihr Tipps geben, sie kennt das Pferd ja am besten. Schau auch, dass du die selben Hilfen gibst. Vielleicht sind deine auch zu undeutlich. Man lernt ja in jeder Reitschule etwas anders. 

Vielleicht traut das Pferd dir aber auch noch nicht. Daran würde ich vom Boden aus arbeiten. Generell immer vom Boden aus arbeiten ehe man sich auf´s Pferd setzt, damit du das Pferd kennenlernen kannst und umgekehrt. So könnt ihr euch gegenseitig einschätzen und habt schon etwas Vertrauen zueinander. Ich empfehle dir hierbei hauptsächlich das Führtraining bis es sitzt und gemütliche Spaziergänge. Dann ist gegenseitiger Respekt und etwas Vertrauen auf jeden Fall schon mal da. 

Ich wünsche deinem Pflegepferd und dir noch alles Gute und viel Glück weiterhin! 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

ich führe es ja nur, weil es noch nichtmal eibgeritten ist ;)

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@Ronda4ever

Verstehe den Zusammenhang deines Kommentares und meiner Antwort nicht ganz. Sorry. 

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Pferd und Reiter müssen sich erstmal aneinander gewöhnen. Da kannst du führen solang du willst. Gerade Pferde, die selten fremde Reiter auf dem Rücken haben brauchen was, bis sie sich auf ihren neuen Reiter einstellen. Da hilft nur sich draufsetzen und sich mit dem Pferd auseinander zusetzen.

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Das mit dem Unterbewusstsein könnte natürlich stimmen. War ja heute auch erst mein erster Tag, aber runter zieht es einem natürlich trotzem, wenn man es nicht hinkriegt, ausserdem will Ich ja auch nicht immer  auf sie "einprügeln" mit Beinen und Gerte.

Sie scheint aucht nicht langsam zu sein, denn bei Ihr läuft sie ja schön. Vieleicht sollte ich wirklich mal mit Bodenarbeit beginnen und mich beim Reiten über die kleinen Fortschritte freuen.

Die Reitbeteiligung die vorher war, hatte sie am schluss nur noch geführt, weil es wirklich nicht mehr ging. Das andere Mädchen reitet mit Ihr aus, auf dem Platz sogar ab und zu nur mit Halsring....

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@PegasusJ

@Hanny: Nein es hilft nicht sich einfach auf ein wildfremdes Pferd zu setzen ohne sich vorher kennengelernt und Vertrauen aufgebaut zu haben. Auseinandersetzen? Du meinst mit der Gerte drauf bis das Pferd das macht was du willst? Ich möcht nicht dein Pferd sein. 

@PegasusJ: Verständlich. Frage doch mal, ob du mit ihr Führtraining machen kannst und dann einen schönen Spaziergang. Dabei kann die ältere RB dir alles über die Stute erzählen und dir Tipps geben. Glaub mir das ist besser für´s Pferd und besser für dich. 

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@VanyVeggie

Einen kleinen Spaziergang hatten wir heute vor dem Reiten. Aber ein paar Minuten reichen wohl nicht, um alles was man in 8 Jahren erlebt hat zu erzählen.

Morgen seh ich sie nochmal, nacher kommt sie wieder nur am Wochenende weil sie studiert. Aber das Führtraining werde ich nächste Woche probieren. Dankeschön für die Tipps :)

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@VanyVeggie

ne das meine ich nicht mit auseinandersetzen. stell dir vor ich nutze die gerte gar nicht :O man kann sich auch anderweitig mit dem Pferd auseinandersetzen (Vorurteile sind böse ;) ). Auseinandersetzen: herausfinden wie das Pferd tickt und wie es was animmt. Anderes Beispiel: wenn du dich mit deiner Arbeit auseinandersetzt heißt das also für dich, dass du sie zusammenschlägst? Interessante Vorstellung.

Bei dir hört es sich halt so an, dass die Probleme nicht aufkommen wenn man erstmal vom Boden aus alles macht und das stimmt meistens nicht. Hatte mein jetziges Pferd erst 1 Jahr zur Pflege und nach dem Jahr habe ich erst angefangen ihn zu reiten (hatte damals  eine Reitbeteiligung auf einem anderen Pferd). Dieses Pferd vertraute mir damals schon sehr, aber wir mussten uns erstmal aneinander gewöhnen und uns miteinander (das böse Prügelwort) auseinandergesetzt.

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@Hannybunny95

Genau man setzt die Gerte anders ein und zwar bei Bodenarbeit als verlängerter Arm und nicht beim Reiten. 

Bodenarbeit und Reiten sind ja auch zweierlei Dinge. Mit Bodenarbeit setzt du dich hauptsächlich mit dem Pferd auseinander. Das dann auf dem Rücken jedes Problem gelöst sei habe ich nie behauptet. Du kannst vom Boden aus schließlich nicht merken, ob die Ausrüstung passt oder das Pferd irgendwelche Verspannungen hat oder ob deine Hilfen und dein Sitz au dem Pferd korrekt sind. Aber du hast dann Vertrauen und Respekt gewonnen und daran scheitert es oft, wenn man sich einfach auf´s Pferd setzt ohne es vorher kennenzulernen. 

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@PegasusJ

wie schon gesagt habe ja nie gesagt, dass du mit Bein und Gerte auf das Pferd einprügeln sollt (auch wenn es gerne so dar gestellt wird). Lass dich nicht entmutigen, da das erste Mal in der Regel eine totale Katastrophe ist. Du wirst sehen, wie es von mal zu mal immer besser funktioniert. Das mit dem Unterbewusstsein hatte ich ja auch erwähnt. Scheinbar ist es bei dem Pferd wichtig immer ein selbstsicheres Auftreten zu haben und sich nicht einschüchtern zu lassen. Vergiss einfach die alte Reitbeteiligung, weil sie kein Maßstab ist. Mein jetziges Pferd war auch erst meine Reitbeteiligung und er hatte vor mir einige Reitbeteiligungen auf sich. Nur mit einer lief es gut und der Rest (waren 4 Mädchen) kam nicht wirklich mit dem klar. Alle (auch die, bei dem er gut lief und selbst die ehemalige Besitzerin) brauchten lange Sporen und Gerte, während ich keine Gerte benutze und kleine, runde Sporen trage (habe ein sehr ruhiges Bein und für Turniere kann man mit ihnen einfach feinere und sauberere Hilfen geben)

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@VanyVeggie

hast du unter dem anderen Post schon indirekt behauptet. Wie gesagt mein Pferd kannte mich lange genug und die ersten male liefen katastrophal. Es lag auch nicht am Sattel oder an irgendwelchen Verspannungen, sondern nur daran, dass wir uns aneinander gewöhnen mussten. Er musste sich an mich und ich mich an ihn gewöhnen und das ist völlig normal. Da kann Bodenarbeit halt nicht helfen Den Rest stelle ich auch gar nicht in Frage. Bodenarbeit ist mega wichtig und darf nie vernachlässigt werden!! ichlaube auch, dass wir aneinander vorbeireden und sich das hier dezent hochschaukelt.

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@PegasusJ

Du kannst ja auch nicht erwarten, dass du ihr ganzes "Tagebuch " erzählt bekommst. Halte dich einfach an ihr Konzept, dann wird das schon. 

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Halte dich einfach an das andere Mädchen und bleib dran. Wichtig ist, dass du von Anfang an selbstsicher dem Pferd gegenüber trittst und deine Bedenken außen vor lässt. Pferde merken sowas sehr schnell. Wenn das Pferd etwas macht, was du nicht willst, dann treibe energischer und setze deinen Willen durch. Sollte es langsamer werden hast du ja eine Gerte, die du benutzen kannst. Aber wie gesagt halte dich an die Personen, die das Pferd gut kennen, da sie dir besser sagen können was du tun musst. Alles gute :)

Man sollte nicht durchgehend eine Gerte benutzen. Meiner Meinung nach zum Reiten überhaupt nicht...

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@VanyVeggie

Eigentlich hast du schon recht, aber das andere Pflegemädchen hat mir gesagt, ersten 3 min durchsetzten, nacher braucht Sie die Gerte gar nicht mehr.

War bei mir leider noch nicht der Fall....

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@PegasusJ

Hast du den auch immer darauf geachtet, das du, sobald das Pferd eine gewünschte Reaktion zeigt, sofort(!) entspannst und den Druck weg nimmst? Das 

An und abspannen zu dem Zweck müst du vielleicht auch noch ein wenig üben. Am Anfang mit was neuem ist man ja aufgeregt, und schafft es auf Anhieb daher vielleicht  nicht ganz, eine gewisse Grundspannung zu vermeiden.

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Ja sie ist sehr nett und weiss wohl am besten wie man mit dem Pferd klarkommt. Morgen zeigt sie mir wie man sie longiert, am besten frage Ich sie, ob sie mir noch mal beim Reiten zuschaut und mir einige Tipps geben kann.

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Vanyveggie wann habe ich gesagt, dass die Gerte durchgehend benutzt werden soll?! Ey inzwischen tummeln sich hier so viele klugscheisser rum, die einen auf Moralapostel machen.. Würde dich gerne mal auf nem Pferd sehen, was einfach meint es müsste langsamer werden und zwar einfach weil es keinen Bock mehr hat. Bitte ohne Sporen und ohne Gerte und mit dem Schenkel bollern zählt auch nicht (da bin ich nämlich gegen!). Longieren bitte auch ohne pitsche, weil das arme Pferd...

An die Fragestellerin: das ist toll, dass das Mädchen dir da so hilft, dann wird das sicher gut klappen bald. Und wegen der Gerte brauchst du dich nicht rechtfertigen, weil man es hier eh keinen recht machen kann.

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@Hannybunny95

Ich baue vorher Vertrauen und gegenseitigen Respekt auf, dann habe ich solche Probleme erst gar nicht. Wenn doch, dann gestalte ich meine Arbeit sodass es gar nicht zu solchen Aktionen kommt. Wenn deine Pferde solch einen Blödsinn machen, dann gefällt ihnen die Arbeit nicht. Wenn die Pferde sich mehr konzentrieren müssen dann kommen sie auch nicht auf solche Gedanken. 

Ansonsten solltest du Ausrüstung und deine Hilfen korrigieren lassen. Zu 99,9% liegt es nämlich immer am Reiter und nicht am Pferd. ;) 

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Du musst dich durchsetzen und ihm "sagen" das du der Chef bist und nicht dein Pferd.. Lg

Wie mach ich das am besten? Ich habe mal gelesen, dass man das z.b auf dem Platz mit führen probieren kann. Das es dann stehen bleibt, wenn ich es tue etc.

Denkst du das wäre ein Anfang?

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Ja das wäre auch eine Möglichkeit. Ich mache es immer bei sturen Pferden das ich sie einfach bestraft d.h wen das Pferd zieht oder schneller läuft dann schick ich es ein paar Schritte zurück! weißt du was ich meine je nach Situation musst du regieren aber gerecht das du ihm sozusagene extra Aufgaben gibst (:

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@Mauschen2002

Das mit dem Zurück kann aber auch sehr leicht - wörtlich wie bildlich- nach hinten los gehen. Viele Pferde lernen nämlich sehr schnell, sich rückwärts zu entziehen, und dann sieht es ziemlich schlecht aus...

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So ich  es ist lange her aber ich wollte noch schnell mit dem Thema abschliessen und euch von unseren Fortschritten berichten

Es klappt toll

Wir haben noch unsere kleinen Probleme ab und zu aber sie wiedersetzt sich nicht mehr und gestern habe ich sie sogar zum ersten mal mit Halsring geritten.... :)

An alle die ähnliche Probleme hatten wie ich, kann ich nur den Tipp geben nicht gleich aufzugeben

Heute hat sie mir gezeigt wie sie das Pony longiert.

Mittwoch/ Donnerstag bin ich zum ersten mal alleine. Wünscht mir glück :)

Alles gute und viel Spaß wünsche ich Dir!

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