Wie konnten dinosaurier an Land mit 90t Gewicht überleben?

11 Antworten

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Da hast du keine Theorie gefunden, sondern die Propaganda von Gehirnwäschern. Um eine wissenschaftliche Theorie aufzustellen benötigt man Belege - also empirisch gesammelte Daten und Fakten, welche ein beobachtbares Naturphänomen entsprechend beschreiben. Einfach zu sagen "geht nicht - gibts nicht" ist keine Theorie, sondern das rechthaberische Aufstampfen eines Ignoranten.

Für die Existenz der Dinosaurier wurden unzählige Belege zutage gefördert: Zahlreiche Fossilien, nicht nur Knochen und Zähne, sondern auch Fußabdrücke, Magensteine, sogar fossiler Kot der Tiere belegen ihre Existenz - und nicht nur die Museen, sondern auch ganze Lagerhallen und natürlich die Sammlungen privater Fossilienjäger stellen eindrucksvoll zur Schau, was in der Urzeit auf unserem Planeten so alles gelebt hat.

Die Leugnung der Existenz der Dinosaurier wird lediglich von religiösen Fundamentalisten betrieben: Dinosaurier belegen durch ihre Arten- und Formenvielfalt sowie ihre verwandtschaftliche Beziehung zu den Vögeln die Evolutionstheorie, die von Fundamentalisten nicht anerkannt wird, weil sie im Konflikt zur biblischen Schöpfungsgeschichte steht. Der blindgäubige Fundamentalist nimmt die Bibel als seine einzige Autorität und wichtigstes Leitschema zur Bildung seiner Identität an, sodass er richtige, sogar messbare psychische Qualen erleidet, wenn man ihm das wegnimmt und ihm nachweist, dass die Bibel an (wenigstens) einer Stelle mal nicht recht hatte. Das passt in sein Weltbild nicht rein, also werden diese Nachweise als erlogen, gefälscht oder als Irrtümer dargestellt. Wie gesagt: Geht nicht - gibt's nicht.

Auch was du über den Blauwal gehört hast, ist völliger Unsinn. Der Blauwal war niemals ein Landtier. Er stammt allerdings von Vorfahren ab, die einst Landtiere waren: Vor etwa 60 Millionen Jahren teilte sich der Blauwal noch den gleichen Opa wie eine Milchkuh! Wale stammen von Huftieren ab, die damals allerdings noch keine Hufe hatten, sondern räuberisch lebten. Einige von ihnen spezialisierten sich im Laufe der Zeit zuerst auf das Leben am und später auch ganz und gar im Wasser. Die frühesten Wale aus dem Eozän sahen noch ungefähr so aus:

Ambulocetus - ein 50 Millionen Jahre alter Urwal.

Zurück zu den Dinosauriern:

Unter denen gab es nur eine einzige Gruppe, deren Vertreter zu wahren Giganten wurden: Die langhalsigen, pflanzenfressenden Sauropoden. In so gut wie keiner anderen Familie der Dinosaurier gab es Vertreter, die deutlich schwerer als heutige Elefanten wurden - und wenn doch, dann sind diese Vertreter die absoluten Ausnahmen. Die schwersten Theropoden (Raubsaurier) wurden allerhöchstens 10 Tonnen schwer, genauso wie die größten Ceratopsier (Horndinosaurier), Hadrosaurier (Entenschnabeldinosaurier) und Thyreophoren (gepanzerte Dinosaurier) auch nicht sehr viel schwerer wurden. Die meisten Dinosaurier waren allerdings deutlich kleiner und im Durschnitt nur ungefähr so groß wie die bereits an anderer Stelle erwähnte Milchkuh.

Unter den Sauropoden war ein Vertreter mit 10 Tonnen allerdings tatsächlich noch klein: Die größten von ihnen erreichten Längen von über 35m, Kopfhöhen von über 18m und ein Gewicht von über 80 Tonnen (deine 90 Tonnen dürften den allerhöchsten Maximalwert berühren).

Auf die Frage, wie die Sauropoden so groß werden konnten, gibt es tatsächlich mehrere richtige Antworten. Die Sauropoden hatten also andere, sehr viel effektivere Methoden der Anpassung entwickelt als heutige Großsäuger wie Elefanten oder Giraffen. Ein Säugetier kann aus diesem Grund niemals die Größe eines Sauropoden erreichen. Deine Frage sollte man also eigentlich umgekehrt stellen: Warum sind heutige Elefanten oder Giraffen "nur so klein"? Und was fehlt ihnen, was sind ihre Nachteile gegenüber den Sauropoden?

  • Zum einen lag es an ihrer Verdauung. Die Sauropoden fraßen nicht wie heutige Großsäuger überwiegend Gras, denn das gab es zu ihrer Zeit noch nicht. Sie weideten vor allem die Zweige und Blätter von Bäumen und Farnen ab, die für einen Pflanzenfressermagen deutlich einfacher zu verdauen sind. Die Sauropoden rupften mit ihren stiftförmigen Zähnen die Blätter einfach ab wie mit einem Rechen und schlangen sie unzerkaut hinunter - denn Kauen konnten sie nicht. Im langen Hals wurden die Pflanzen durch die Speichelenzyme weich gemacht, bevor sie in den Magen gelangten. Dort wurden die Plfanzen mithilfe von Steinen, die von den Sauropoden gelegentlich geschluckt wurden, zermahlen und mit einem starken Magensaft versetzt. In einem ungeheuer langen Darmtrakt wurden dann die Nährstoffe herausgelöst - und je länger dieser Darmtrakt und damit auch je größer der Sauropode war, umso effizienter konnte er seine Nahrung verdauen.
  • Der zweite Grund war das effektive Atmungs- sowie Herz-Kreislaufsystem eines Sauropoden, das wesentlich effizienter arbeitete als das eines großen Säugetiers. Anders als ein Elefant konnte ein Sauropode dank seiner der Lunge vorgelagerten Luftsäcke nicht nur beim Ein- sondern auch beim Ausatmen sein Blut mit Sauerstoff anreichern. Dadurch wurde das Herz enorm entlastet und konnte das Blut auch in sehr viel höhere Bereiche pumpen, um das Gehirn zu versorgen. Dieses Gehirn hatte wahrscheinlich eine sehr viel höhere Neuronendichte als das Gehirn z.B. einer Giraffe, weshalb ein Sauropode nur ein recht kleines Gehirn mit Blut versorgen musste - selbst bei den gößten Arten war das Gehirn nicht größer als ein Tennisball. Bei Säugetieren liegt die maximale Kopfhöhe bei ca. 6m. Die Sauropoden erreichten durch ihr Leistungsfähiges Kreislaufsystem aber die mehr als dreifache Höhe.
  • Der dritte wichtige Punkt ist ihr Körperbau. Die Sauropoden hatten nicht im ganzen Körper massive Knochen, an vielen Stellen besaßen diese Hohlräume, um das Gewicht zu reduzieren. Diese effiziente, aber dennoch höchststabile Leichtbauweise ermöglichte den Sauropoden ihren Riesenwuchs. Ihre Halswirbel waren in ihrer Zahl auch nicht beschränkt wie etwa die eines Säugetiers (auch die Giraffe hat so wie wir Menschen genau sieben Halswirbel), und daher waren ihre Hälse auch wesentlich flexibler. Mit säulenförmigen Beinen und einer hohen Trittfläche als Zehengänger wurde das Gewicht bestens verteilt. Beim Laufen setzte der Sauropode immer nur einen Fuß vor den andern, die anderen drei verblieben immer auf dem Boden.
  • Als vierten und letzten Punkt muss auch die Fortpflanzungs- und Entwicklungsstrategie der Sauropoden betrachtet werden, denn diese war ebenfalls deutlich anders als bei heutigen Säugern. Alle Großsäuger, Elefanten, Nashörner und Giraffen zeichnen sich durch eine sehr lange Tragzeit, wenige Nachkommen und eine intensive Bemühung um den Nachwuchs aus. Sie bringen nach vielen Monaten nur ein einziges Jungtier zur Welt, dass danach eine sehr lange Zeit auf die Fürsorge seiner Mutter angewiesen ist. In der Ökologie nennt man dieses Verhalten K-Strategie. Sauropoden waren aber sogenannte r-Strategen. Sie legten wenigstens einmal im Jahr eine sehr große Zahl an Eiern ab. In Südamerika hat man Brutplätze gigantischen Ausmaßes gefunden: In zahlreichen Nestkuhlen lagen hunderte von fußballgroßen Eiern. Wahrscheinlich haben die Sauropden durch eine extrem hohe Nachkommenzahl für die Stabilität ihrer Population gesorgt: Viele Nachkommen bedeuten eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass zumindest ein Jungtier das Erwachsenenalter erreicht. Die r-Strategie spart außerdem extrem viel Energie ein: Die Sauropodenmutter ließ ihre Eier nach dem Ablegen wahrscheinlich sofort wieder allein und machte sich auf den Weg, um weiter zu fressen. Diese Energieeinsparung investierte sie wiederum in ihr Wachstum. Die Jungtiere waren nach dem Schlüpfen auf sich gestellt, wuchsen aber sehr rasch zu relativ großen Tieren heran: In nur einem Jahr wogen sie bereits über eine Tonne, in weniger als zehn Jahren hatten sie bereits kaum noch natürliche Feinde zu fürchten.
 - (Tiere, Leben, Geschichte)

Das ist keine Theorie, sondern purer Blödsinn.
Ich habe lange in der Paläontologie gearbeitet als studentische Hilfskraft und kann dir mit Sicherheit sagen, dass es sogar GANZE Dinofunde gibt.

Zudem waren Dinosaurier, die wirklich schwer waren auch extrem selten.
Wenn man sich den "T-Rex" anschaut, dann hat der oft nicht mal 10 Tonnen auf die Waage gebracht. Größere Sauropoden waren meistens Pflanzenfresser.

Viele dieser Sauropoden hatten auch hohle Knochen und NACHWEISLICH sowas wie eine "Vogellunge", wodurch ein anderer Knochenaufbau möglich war. Es gibt sogar Funde, wo man davon ausgeht, dass es in verschiedenen Bereichen (z.B.) Halswirbeln einen pneumatischen Effekt gab.

Der weitere Punkt ist, dass der Stoffwechsel veränderbar war. Das kennt man so von keinem rezenten Tier in dieser Art.
Heißt: Die Sauropoden wurden extrem schnell, extrem groß.
Danach hat sich das eingepegelt.

Okay vielen Dank! Auf so eine Antwort habe ich gewartet^^ bin selber ein kleiner Dino Fan, aber kenne mich mit dem knochenbau usw nicht so gut aus wie Paläontologen oder ähnliches :)

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Übrigens hab ich nie an diese theorie geglaubt (wie oben erwähnt)

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@mylovearehorses

Das ist keine Theorie.

Ich kann auch keine Theorie aufstellen, dass es keinen Sauerstoff in der Atmosphäre gibt oder dass der Regen trocken ist.

Sowas ist dumm und hat den Namen einer Theorie nicht verdient.

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Äpfel und Birnen. Natürlich erstickt ein Wal spätestens an seinem Gewicht. Warum ? Weil er anatomisch nicht dafür vorgesehen ist an Land rumzueiern.

Genauso kann man der Evolution zuschreiben, dass die dicken Dinos ein besonderes bzw. anderes Knochengerüst haben um diese Masse zu tragen. Oder aber die Forscher haben das Höchstgewicht einfach etwas zu mutig geschätzt.

Du kannst nicht von einem Elefanten blind auf Dinos schließen.

rumeiern :)

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Hab übrigens auch oben geschrieben, dass das blauwal Argument für mich rein wegen der anatomie keinen Sinn macht :)

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