Wie konnte Österreich gegen Preusen verlieren im Deutschen Krieg?

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9 Antworten

Meinst du etwa den Siebenjährigen Krieg?
Friedrich der zweite wurde von gestrengen Papa, sehr sehr Preußisch, zu einem richtigen Befehlshaber erzogen und nach Ableben des "Soldatenkönigs" hinterließ Friedrich-Wilhelm seinem Sohn auch noch ein "stehendes" Heer von offiziellen 66 000 , (tatsächlich 80 000) Mann und eine prall gefüllte Staatskasse.
Bei den Habsburgern schaute es nicht so rosig aus. Karl V hatte keinen männlichen Thronerben hinterlassen und somit trat die "pragmatische Lösung", also eine weibliche Thronerbfolge in Kraft.
Ein Frau an der Spitze und der erfolgreiche Feldherr Prinz Eugen war schon längst tot. Selbst im eigenen Land war eine Frau als Königin etwas verwirrend und Maria Theresia musste erst langsam die Gunst bei der Bevölkerung gewinnen.
Maria Theresia wurde also Regentin eines, durch die Türkenkriege fast bankrotten Reiches und der bekennende Frauenhasser Friedrich zögerte nicht lange und überfiel Schlesien, die Kornkammer Österreichs. Er wollte einen Teil Habsburgs weil Preußen so klein war.
Niemand hätte ahnen können, daß ausgerechnet der "Philosophenkönig", bei dem Voltaire ein und aus gingen, der ein Buch geschrieben hatte, der zudem ausgezeichnet Flöten spielen konnte, daß dieser Mann einfach ein Land überfiel, nur weil die Konstellation für Preußen so günstig waren.
Frechheit siegt, könnte man dazu sagen .

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quantthomas 01.10.2017, 13:51

Sorry, ein Fehler. Der Siebenjährige Krieg war erst später, das war nur ein Vorgeplänkel zum Siebenjährigen. 

Ich meinte die  Erbfolgekriege! 

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Eine Theorie besagt, dass es in der Österreichische Armee eine Babylonische Sprachverwirrung gab. So kämpften da Italiener neben Ungarn, und Österreicher. Sie verstanden häufig die Kommandos falsch, und die Planung scheiterte daran. Das habe ich mal in einem ungarischen Geschichtsbuch gelesen. Ob es stimmt, kann ich nicht beurteilen.

Die Preußische Armee dagegen war beispiellos in Sachen Disziplin und Kriegstaktik.

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Die Österreicher hatten die schlechtere Armee. Österreich war ein Vielvölkerstaat, da kam es zu erheblichen Sprachproblemen in den Befehlsketten.  Außerdem bestand die Möglichkeit, sich vom Armeedienst frei zu kaufen. Das hatte zur Folge, dass die besser ausgebildete Bevölkerung der Armee fern blieb.

Diese Nachteile hatte die preußische Armee nicht. Hinzu kam das preußische Zündnadelgewehr, der erste funktionstüchtige Hinterlader, während die Österreicher noch mit Vorderladern ausgerüstet waren.

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Im Kieg, in der Liebe und beim Fußball kommt es auch auf die Taktik an. Vermutlich hatten die Preußen die besseren Generäle/Feldherrn.

Deutschland und Rumänien ein Land? Rumänien nach vorne zu bringen, das haben schon die Banater Schwaben versucht udn nun die EU. Wären wir schon früher mit denen verbunden gewesen, hätten wir den Aufbau schon früher bezahlt.

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Preußen hatte die weitaus überlegene Führung in Gestalt des Ministerpräsidenten Bismarck. Preußen war industriell weiter entwickelt, hatte mehr Eisenbahnlinien, die für schnelle Truppentransporte genutzt werden konnten. Das neue Zündnadelgewehr der Preußen erlaubte schnelleres Feuer.
Österreich war in seinen Ostteilen rückständig (Kroatien, Ungarn, Siebenbürgen, Galizien etc.). Die Slawen waren z. T. nur widerwillig Untertanen der Wiener Zentrale und kämpften nicht immer bis zum Letzten. Die Schulung der Soldaten und v. a. der Offiziere war nicht besonders gut. Der Armeechef Benedek war ein Zauderer.

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Es fällt auf, das Österreich sich militärisch erfolgreich nur gegen Türken und andere eher rückständige Länder hat behaupten und durchsetzen können. Gegen Frankreich und Preußen hat es eigentlich zumeist immer auf die Zwölf bekommen.

Das wird sich zusammengesetzt erklären lassen aus besserer Ausbildung von Mannschaften und Offizieren, besserer Ausrüstung, besserer Militärtechnologie, moderneren Prinzipien der Kriegführung taktisch und strategisch...

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Der entscheidene Punkt war das Zuendnadelgewehr der Preussen, also ein Hinterlader. Die Armee war auch besser ausgebildet.

Die Oestereicher hatte noch Vorderlader und waren beim Nachladen dadurch weit ins Hintertreffen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher\_Krieg

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Hallo arslanmarota

Preußen hatte 1866 einfach die deutlich modernere Armee. Ganz wesentlich war, daß die preußische Armee Hinterlader hatte, die Österreicher aber noch Vorderlader. Dazu kam die flexiblere Taktik der Preußen (Auftragstaktik).

Zum 2.Teil - wenn Österreich gewonnen hätte, dann hätte es natürlich 1870/71 kein Deutsches Reich gegeben, sondern der Deutsche Bund hätte weiter bestanden. Das war aber eher ein Staatenbund wie die EU, in dem also jeder Staat souverän blieb.

Man kann aber nicht den Schluß ziehen, daß es den 1.Weltkrieg nicht gegeben hätte. Dann kann man genausogut fragen, was geschehen wäre, wenn der Vater Wilhems II. nicht nach einem 3/4 Jahr gestorben wäre, sondern als Kaiser recht lange regiert hätte?

Gruß

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zetra 01.10.2017, 17:07

Vater Kaiser war schon sterbenskrank als er den Thron bestieg.

Wilhelm der Zweite war einer von den schlichten Gemuetern, somit hatten diese Herrschaften zwar theoretisch das Sagen, allerdings die Interessen der Industrie hatten auf jeden Fall den Vorrang.

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Rumänien hin oder her.  Es ist sehr warscheinlich, ohne preußischen Sieg kein vereinigtes Deutschland von 1871. Das wäre für Europa besser gewesen. Das vereinigte Deutschland war nämlich eine Katastrophe für Europa.

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