Wie konnte man herausfinden, dass die Lichtgeschwindigkeit immer gleich ist?

4 Antworten

Ich bin auch kein Physiker, interessiere mich nur Hobby mäßig dafür.

So , wie ich das weis hatte man ca. ende des 19. Jahrhundert, die Lichtgeschwindigkeit einmal mit der Erdbewegung , und einmal gegen der Erdbewegung gemessen. Es müsste ja nun einmal Lichtgeschwindigkeit plus Erdbeschleunigung als Gesamtgeschwindigkeit heraus kommen und einmal Lichtgeschwindigkeit minus Erdbeschleunigung als Gesamtgeschwindigkeit heraus kommen. So ähnlich wenn man sich in einen fahrenden Zug vorwärts oder rückwärts bewegt. Aber bei den Versuch kam immer nur die Lichtgeschwindigkeit raus egal ob mit oder gegen Erdbeschleunigung. Und so viel ich weis löste Einstein das Problem, in den er auf den Gedanken kam das die Zeit sich änderte.

Aber genaueres können Sie bei Wikipedia in den Sie eingeben ,, Michelson-Morley-Experiment´´

Ich hoffe ich konnte helfen. Und einen schönen Aben noch.

Waren es nicht erst die Monde des Jupiter? Egal eine super Erklärung jedenfalls!

0
@ProximaMe

Guten Abend. So viel ich weis war das doch Olaf Römer, so glaub ich hies der man der erstmal so 16. bzw. 17 Jahrhunder die Lichtgeschwindigkeit überhaupt gemessen hatte. Er konnte aber nicht feststellen, das die Lichtgeschwindigkeit immer konstant ist, schon alleine wohl deswegen nicht weil die Uhren die man damals hatte nicht so genau waren.

Und übrigens Galileo , so glaube ich hatte vor Olaf Römer auch schon versucht die Lichtgeschwindigkeit zu messen, in den er ebend in weiter Entfernung ein Lampe anzündete und die Zeit notierte , als er das Lichtsignal abschickte und ein andere in weiter Entfernung hat notiert, die Zeit als das Lichtsignal ankam. Man kann sich ja Heute gut vorstellen bei der größe der Lichtgeschwindigkeit, das die Entfernung viel zu klein war und die Uhren viel zu ungenau.

Noch einen schönen Abend.

2

Danke für das Danke

0

Hallo schnaggii,

warum die Lichtgeschwindigkeit im materiefreien Raum in jedem Koordinatensystem den Betrag c (dessen Zahlenwert 299792458 m⁄s ist ein Artefakt des SI) haben sollte, lässt sich durch klassische Prinzipien begründen.

Dass es wahrscheinlich tatsächlich so ist, legen Experimente wie das mehrfach wiederholte MICHELSON-MORLEY-Experiment nahe.

GALILEIs Relativitätsprinzip

Vor 500 Jahren war das geozentrische Weltbild Standard, das die Erde als im Zentrum des Kosmos ruhende Kugel beschrieb. GALILEI war hingegen von der Richtigkeit der Auffassung des ARISTARCH und des KOPERNIKUS überzeugt, dass sich die Erde um die eigene Achse und um die Sonne dreht. Ein Einwand war, dass man das nicht merkt.

GALILEI fiel aber schon auf, dass wir Bewegung mit konstanter Geschwindigkeit (auch der Richtung nach) rein physikalisch nicht von Stillstand unterscheiden können, weil die grundlegenden Beziehungen zwischen physikalischen Größen (nichts anderes sind Naturgesetze) unabhängig von der Wahl des Bezugssystems ist, also des Koordinatensystems, in dem wir z.B. Orte und Geschwindigkeiten ausdrücken.

Du brauchst übrigens keine mehreren Beobachter, und es muss sich auch niemand selbst als ruhend ansehen, wie es gern dargestellt wird.

Tun wir ja im Alltag auch nicht. Wenn ich einen geraden Weg mit der Geschwindigkeit v› entlang gehe, sage ich normalerweise „ich gehe den Weg entlang“ und verwende somit ein erdfestes Koordinatensystem als Bezugssystem, nicht etwa ein Ruhesystem von mir. In diesem Fall müsste ich den Weg als riesiges Laufband ansehen, das sich mit −v› bewegt, sodass ich auf der Stelle laufe.

Somit ist es Interpretationssache, ob zwei nacheinander stattfindende Ereignisse gleichortig sind oder nicht.

Elektromagnetische Wellen und c

Die Lichtgeschwindigkeit lässt sich direkt (das ist wichtig!) aus Naturgesetzen, nämlich den MAXWELL- Gleichungen herleiten und ist damit selbst eines.

Deshalb sollte sie dem Relativitätsprinzip unterliegen, d.h., was immer sich in einem Koordinatensystem mit c bewegt, das muss sich auch in jedem anderen mit c bewegen.

Das MICHELSON-MORLEY-Experiment

Die Idee des kurz als MMX bezeichneten Experiments beruht auf der Vorstellung, das ganze Weltall sei mit dem Weltäther erfüllt, in dem sich elektromagnetische Wellen ausbreiten. Bewegung relativ zum Äther sollte sich demnach durch eine Asymmetrie im Ausbreitungstempo von Lichtsignalen in unterschiedliche Richtungen bemerkbar machen.

Zwei durch zwei Arme im rechten Winkel zueinander verlaufende Lichtsignale wurden interferometrisch verglichen und erzeugten Interferenzstreifen. Die Apparatur wurde dann in der Erwartung gedreht, dass sich dadurch auch diese Streifen verschieben sollten, weil die Arme der Apparatur quasi ihre Rollen tauschen.

Dem war jedoch nicht so. Das MMX konnte also eine Abweichung vom Relativitätsprinzip finden.

Relativität der Gleichzeitigkeit

Die wichtigste Konsequenz daraus ist, dass es auch Interpretationssache ist, ob räumlich getrennte Ereignisse gleichzeitig sind oder nicht. Damit ergeben sich auch unterschiedliche Dauern für denselben Vorgang und unterschiedliche Längen für denselben Gegenstand.

Diese Phänomene werden oft irreführend als „Zeitdilatation“ und „Längenkontraktion“ bezrichnet; Letzteres würde ich eher einen Querschnitt durch die Weltwurst bezeichnen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung
 - (Physik, Relativitätstheorie, lichtgeschwindigkeit)  - (Physik, Relativitätstheorie, lichtgeschwindigkeit)

Hallo Philip, hier ist Manfred.

Deine Antwort ist natürlich physikalisch besser als meine Antwort.

Aber ist dann das gar nicht so richtig, von Relativität der Zeit zu reden? Weil Du ja schreibst Zeidilation, Längendilation irreführend.

0
@tilp11

Ja, weil nicht einfach "die Zeit auseinandergezogen wird", sondern vielmehr je nach Bezugssystem unterschiedliche raumzeitliche Strecken (im Bild Δt₂ und Δt'₂), die per se unterschiedlich lang sind, als Region zeitlich zu interpretieren sind. Für die räumlichen Längen gilt Ähnliches.

1
@SlowPhil

Also wird, wenn ich in einen sehr schnellen Raumschiff, wenn ich zum Beispiel 1 Jahr in den Raumschiff befinde und auf der Erde sind dann eventuell schon 100 Jahre vergangen, dann ist es nicht ganz richtig da von zu reden, die Zeit hat sich gedehnt, sondern die raumzeitlichen Strecken. Also die raumzeitlichen Strecke ist in Raumschiff kürzer als auf der Erde, in meinen Beispiel.

Aber wie kommt dies durch unterschiedliche Geschwindigkeiten , je nach Bezugssystem?

Und Du schreibtest,,per se". Das soll doch bestimmt heißen,, beide ".

0
@tilp11

Du solltest bessere Zahlenbeispiele verwenden; hierfür bieten sich 0,6c und 0,8c an, weil 3, 4 und 5 ein primitives pythagoreisches Tripel bilden.

Natürlich gelten die hieraus gewonnenen Erkenntnisse auch darüber hinaus, aber leichter zu rechnen - exakt, nicht nur näherungsweise - ist es so herum.

Bei 0,6c sind z.B. BONDI-Faktor und LORENTZ-Faktor

K = √{(c + v)/(c − v)} = 2
γ = 1/√{1 − (v⁄c)²} = ½(K + 1/K) = 5⁄4,

bei 0,8c sind sie K = 3 und γ = 5⁄3.

Ich werde im Folgenden annehmen, wir ziehen mit |v|=0,6c aneinander vorbei, genauer: Meinem Ruhesystem Σ ist die Interpretation, dass ich ruhe und Du mit (0,6c|0|0) an mir vorbeiziehst, und Dein Ruhesystem Σ' ist die Interpretation, dass Du ruhst und ich mit (-06c|0|0) an Dir vorbeiziehe.

Mindestens Einer von uns trinkt einen Tasse Kaffee und nimmt sich dafür Δτ=6min. Zeit. Angenommen ich bin das, dann ist Δs=0 und Δt=Δτ=6min.

Nach der "Zeitdilatations"-Formel muss dieser Vorgang in Σ' ganze

(1) Δt'= Δτ∙γ = 7,5min

dauern, weil ja γ=5⁄4 ist.

Dies bedeutet übrigens nicht, dass Du den Vorgang 7,5 min. dauern siehst. Wenn ich den Kaffee während der Annäherungsphase trinke, siehst Du mich sogar im Zeitraffer und den Kaffee in nur Δτ/K=3min. trinken. Trinke ich den Kaffee in der Entfernungsphase, siehst Du mich hingegen sogar Δτ•K=12min. dafür brauchen. Auf (1) kommst Du, wenn Du den Zeitabstand zwischen An- und Austrinken der Tasse aus den Messwerten unter der Maßgabe berechnest, dass Du ruhst.

Hinter (1) verbirgt sich die raumzeitliche Abstandsformel von MINKOWSKI; stellen wir erst mal nach Δτ um:

(2.1) Δτ = Δt'/γ = Δt'√{1 − (v⁄c)²} = √{Δt'² – Δt'²∙v²⁄c²}

Mit v ist hier meine Geschwindigkeit

Δx'⁄Δt' = −0,6c

relativ zu Dir gemeint, und so ist eben

v∙Δt' = Δx'

und

(2.2) Δτ = √{Δt'² − Δx'²/c²}

oder noch allgemeiner

(2.3) Δτ = √{Δt'² − (Δx'² + Δy'² + Δz'²)⁄c²}.

Der Unterschied zwischen Σ und Σ' liegt nicht in der unterschiedlichen Länge einer raumzeitlichen Strecke (die ja absolut ist), sondern darin, dass unterschiedliche raumzeitliche Strecken verschiedener absoluter Länge als "die Zeit" interpretiert werden.

1
@tilp11
Also die raumzeitlichen Strecke ist in Raumschiff kürzer als auf der Erde, in meinen Beispiel.

Nein, anders: Angenommen, Du trinkst Deinen Kaffee in einer Eigenzeit Δτ=Δt'=6min. Dies ist in Σ' alles am selben Ort, also

Δs' = √{Δx'² + Δy'² + Δz'²} = 0.

In Σ hat diese Strecke genau dieselbe Länge Δτ=6min, aber sie ist halt einfach keine rein zeitliche Strecke, sondern eine gemischte.

Genauer gesagt bis sie die Hypotenuse eines raumzeitluchen rechtwinkligen Dreiecks mit den Katheten

Δt = 7,5 min
Δx⁄c = 4,5 min,

und die Differenz (und eben nicht die Summe wie bei einem rein raumartigen rechtwinkligen Dreieck) ihrer Quadrate ergibt

Δt² − Δx²⁄c² = 56¼ min² − 20¼ min² = 36 min²,

gerade das Quadrat der Eigenzeit, der Länge der raum-zeitlichen Strecke.

Der Unterschied liegt also darin, das unter der Maßgabe, dass Du in Ruhe bist, die Hypotenuse Δτ und unter der Maßgabe, dass ich in Ruhe bin, die zeitartige Kathete Δt als Zeitspanne zwischen ersten und letzten Schluck zu interpretieren ist.

1
@SlowPhil

Danke für die gute Antwort. Aber um das richtig zu verstehen, muss ich mir erst mal länger durch den Kopf gehen lassen. Aber Heute Abend schaff ich das nicht mehr.

0
@tilp11
Und Du schriebst ,,per se". Das soll doch bestimmt heißen,, beide ".

Nein. "Per se" (wörtl. „durch sicj selbst“) meint, dass eine Länge gemeint ist, die eine bezugssystemunabhängige Eigenschaft der raumzeitlichen Strecke darstellt, nämlich der in diesem Falle raumartige MINKOWSKI-Abstand

Δς = √{Δx² + Δy² + Δz² − c²Δt²} ≡ √{Δx'² + Δy'² + Δz'² − c²Δt'²}

zwischen zwei raumartig getrennten Ereignissen an den Enden des Raumschiffs, was sich in unserem Fall zu

Δς = √{Δx² − c²Δt²} ≡ √{Δx'² − c²Δt'²}

vereinfacht. Die zwei Strecken, um die es in diesem Zusammenhang geht, haben eine unterschiedliche MINKOWSKI- Länge, und in Σ' ist die längere von beiden die rein räumliche Strecke, also Δx'=0.

1
@SlowPhil

Guten Nachmittag Philip,

jedenfalls, wäre es doch völlig falsch zu denken, die Zeit sieht sich auseinander, wie eine Ziamonika. Sehe ich das richtig?

Und was Du schriebst ,, Per se'' ,, durch sicj selbst ". Ist das wirklich ein j oder ein h in den Wort sicj?

0
@tilp11
...jedenfalls, wäre es doch völlig falsch zu denken, die Zeit sieht sich auseinander, wie eine Ziamonika. Sehe ich das richtig?

Ja, zumindest bei der SRT-"Zeitdilatation", die ausschließlich einen Projektionseffekt darstellt und wo man ja gar nicht eindeutig sagen kann, welche von zwei relativ zueinander bewegten Uhren denn nun langsamer laufe.

Bei den Effekten des Gravitationspotentials, der erst in der ART berücksichtigt wird, ist das etwas anders, denn Potentialdifferenz im Gravitationsfeld ist recht eindeutig.

Das 'sicj' ist übrigens definitiv ein Schreibfehler.

1
@SlowPhil

Guten Morgen, um ehrlich zu sein ich verstehe zu gut wie gar nichts, es ist aber doch nach meinen Gefühl ganz interessant . Und was ich dann doch verstehe oder zu mindestens etwas mit komme, merke ich das dies Sinn hat, was Du alles schreibst.

Zum Beispiel komme ich bis jetzt noch gar nicht mit, wie so da ein räumlich rechtwinkliges Dreieck angenommen wird oder angenommen werden muss?

Wo ich wohl noch mit komme bei der SRT, das bei einer konstanten geradlinigen Geschwindigkeit , zu Beispiel ich fliege an Dir vorbei zum nächsten Fixstern und Du ruhst, kann man das auch umdrehen, ich ruhe und Du fliegst an mir vorbei.

Aber da frage ich mich kann man das wirklich so vollkommen umdrehen, ich meine ich komme zum nächsten Fixstern, aber Du doch nie?

Ich, hatte das auch mal gelesen, das bei der SRT der wirkliche praktische Zeit unterschied gleich Null sein soll, weil man das umdrehen kann. Aber kann man das wirklich vollkommen umdrehen, so das es vielleicht doch einen wirklich praktischen Zeitunterschied gibt?

0
@tilp11
Zum Beispiel komme ich bis jetzt noch gar nicht mit, wie so da ein räumlich rechtwinkliges Dreieck angenommen wird oder angenommen werden muss?

Mir ist nicht klar, worauf Du Dich beziehst. Allerdings lässt sich mit einem räumlich rechtwinkligen Dreieck der sogenannte LORENTZ - Faktor herleiten:

Angenommen, wir bewegen uns mit ±v›=(±0,6c|0|0) aneinander vorbei, und Du schickst ein Lichtsignal quer zur Bewegungsrichtung, z.B. mit (0|c|0) (das ist die Geschwindigkeit des Signals relativ zu Dir).

In meinem Ruhesystem ist die Geschwindigkeit des Signals

(v|√{c² − v²}|0) = (0,6c|0,8c|0),

wobei die Komponenten der Signalgeschwindigkeit sich als Katheten eines rechtwinkligen Geschwindigkeits-Dreiecks mit der Hypotenuse c auffassen lässt.

Um eine bestimmte Strecke h zurückzulegen, braucht das Signal in meinem Ruhesystem ausgedrückt

γ := 1/√{1 − β²} = 1,25

mal so lange wie in Deinem. Du merkst nichts davon, weil jede der Uhren einen längeren Zeittakt habt ö hat.

0
@SlowPhil
...weil jede der Uhren einen längeren Zeittakt habt ö hat.

soll heißen:

...weil jede Deiner Uhren in meinem Ruhesystem einen um den Faktor γ längeren Zeittakt hat.

Das Relativitätsprinzip sagt ja aus, dass deine Zeitmessung zu der Idee passen muss, dass nicht Du Dich bewegst, sondern ich mich. Deshalb muss das Zurücklegen einer Strecke d nach deiner Uhr eben auch d/c dauern.

1
@tilp11
...kann man das auch umdrehen, ich ruhe und Du fliegst an mir vorbei.
Aber da frage ich mich kann man das wirklich so vollkommen umdrehen, ich meine ich komme zum nächsten Fixstern, aber Du doch nie?

Natürlich nicht, ich fliege ich ja in die entgegengesetzte Richtung.

Allerdings entferne ich mich auch nicht etwa vom Fixstern, denn auch der Fixstern bewegt sich in dieselbe Richtung wie ich. Dadurch kommt er auf Dich zu und wird Dich irgendwann erreichen.

Geschwindigkeits-Transformation betrifft jeden Körper gleichermaßen.

In der NEWTONschen Mechanik (NM) erfolgt eine solche Transformation einfach durch das subtrahieren einer Geschwindigkeit, vektoriell natürlich.

Wenn du von meinem Ruhesystem in deine eigenes umrechnen willst, musst du deine Geschwindigkeit von dir jedes Körpers relativ zu mir abziehen. Für Deine neue Geschwindigkeit kommt dann natürlich 0 heraus, für mich und den Fixstern, auf den du zu fliegst, kommt hingegen Deine Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung heraus.

1
@tilp11
Ich, hatte das auch mal gelesen, das bei der SRT der wirkliche praktische Zeit unterschied gleich Null sein soll,...

Dem ist nicht so.

...weil man das umdrehen kann.

Wenn damit gemeint ist, dass jeder mit konstanter Geschwindigkeit bewegte Beobachter als ruhend angesehen werden kann, das ist so.

Angenommen, wir bewegen uns mit ±v› = (±0,6c|0|0) aneinander vorbei, dann bieten sich zwei Interpretationen besonders an:

  1. Du (B) bist stationär und ich (B') bewege mich mit (0,6c|0|0).
  2. Ich bin stationär und Du bewegst Dich mit (−0,6c|0|0).

Wenn wir die SRT heranziehen, muss je nach Interpretation

  1. der Zeittakt meiner Uhr U' um den Faktor γ=1,25 länger sein als der Deiner Uhr U, oder eben
  2. der Zeittakt Δt Deiner Uhr U um den Faktor γ=1,25 länger sein als der Δt' meiner Uhr U', also umgekehrt der Zeittakt meiner Uhr U' um den Faktor 1/γ=0,8 kürzer sein als der Deiner Uhr U.

Dabei wird gern vergessen, dass die Zeit, die wir einem Ereignis zuordnen, zusätzlich noch von der räumlichen Distanz abhängt. Wir beobachten ein Ereignis und "datieren" es anhand der Distanz, in der es nach unseren Berechnungen stattgefunden haben muss. Und das wiederum hängt von der Geschwindigkeit ab, die wir uns zuschreiben.

1
@SlowPhil

Danke, jetzt ist mir auch klar, warum Du von einen rechtwinklig Dreieck aus gehst. Weil ebend der Lorenzfaktor sich mit einen rechtwinkligen Dreieck herleiten lässt.

Und das mit den umdrehen ging ich von einer konstanten geradlinigen Bewegung aus. Nicht von einer gegrumten bzw. Beschleunigung aus.

Aber beschreibt die SRT nicht nur konstante geradlige Bewegungen und die ART, gekrümmte und Beschleunigte Bewegungen?

0
@tilp11
Und das mit den umdrehen ging ich von einer konstanten geradlinigen Bewegung aus.

Ich auch - erst einmal. Es gibt da ja noch das Rückkehrer-Szenario:

Eine Raumstation A wird von einem Raumfahrer mit dem Raumschiff B verlassen; dieser reist zunächst mit +v geradlinig zu einem Ziel C, das relativ zu A im Abstand d ruht. Nach einem Aufenthalt der Dauer tA bei C kehrt er mit -v zurück. Laut SRT sollte eine Uhr auf A verbliebene Beobachter die Zeit

T = 2d/v + t_A

gemessen haben, eine auf B mitgeführte jedoch nur

T' = 2d∙√{1 − (v⁄c)²}/v + t_A < T.

Die Idee beim sog. Zwillingsparadoxon besteht darin, man könne doch auch B als ruhend ansehen, und deshab sollte die Uhr auf A weniger Zeit anzeigen.

Der Denkfehler besteht darin, dass man so tut, als könnte man B durchgängig als ruhend ansehen, was man nicht kann, denn konstant ist nur die Geschwindigkeit von A und C.

Welchen Wert sie hat, ist Interpretationssache.

Beispielsweise kann man ihnen den Wert +v zuschreiben, das heißt, B beschleunigt anfangs auf

w = 2v⁄(1 + (v⁄c)²)

und muss C einholen, bremst dann auf v ab und nach dem Aufenthalt bei C bremst auf 0 ab und wartet auf A.

Beispielsweise kann man ihnen aber auch den Wert −v zuschreiben, das heißt, B bremst anfangs auf 0 ab und wartet auf C, beschleunigt dann wieder auf −v, um bei C zu verweilen, und dann weiter auf −w, um A wieder einzuholen.

Die Phase, in denen sich B mit ±w bewegt und der Zeittakt einer mitgeführten Uhr um 1/√{1 − (w⁄c)²} länger ist, überkompensiert die Phase, in der B ruht und der Zeittakt einer mitgeführten Uhr um √{1 − (v⁄c)²} kürzer ist als die von A oder C.

1
@tilp11
Aber beschreibt die SRT nicht nur konstante geradlige Bewegungen und die ART, gekrümmte und Beschleunigte Bewegungen?

Ein verbreiteter Irrtum. Die SRT sollte nun wirklich nicht weniger können als die NM, in der sich beschleunigte Bewegungen beschreiben lassen.

Allerdings: Wie in der NM lassen sich im Wesentlichen konstante Geschwindigkeiten wegtransformieren, sodass die Geschwindigkeit eines beschleunigt bewegten Körpers momentan gleich 0 ist (wann, hängt vom Bezugssystem ab).

Eine nicht konstante Bewegung lässt sich in der SRT nur wegtransformieren, wenn wenigstens die Beschleunigung gleichförmig ist.

Die nämlich lässt sich als Widerstand gegen ein homogenes Gravitationsfeld umdeuten, in dem alles andere frei fällt.

Jetzt mag mancher sagen: "Mööömääänt, die Gravitation ist ART- Domäne." Ganz falsch ist das nicht. Die Deutung der Gravitation als Trägheitskraft ist ja Grundlage des Äquivalenzprinzips, der Grundlage der ART. Diese jedoch befasst sich mit der gekrümmten Raumzeit, die mit inhomogenen Gravitationsfeldern assoziiert sind.

1
@SlowPhil

Hallo Philip, ich meine so vollkommen umdrehen, bei den konstanten geradlinigen Bewegungen, lässt sich das nach meiner Vorstellung so wie so nicht. Denn ein Raumschiff , was zu einen Raumschiff, was zu einen anderen Stern fliegt ruht, kommt nie zu den anderen Stern und das Raumschiff was zu den anderen Stern kommt, kann ich ja nicht als ruhend zu den anderen Raumschiff, betrachten, denn das Raumschiff kommt ja zu den anderen Stern.

Kann man das wenigstens in Prinzip so sehen?

0
@tilp11

Du musst natürlich alle Geschwindigkeiten transformieren, auch die des Zielsterns.

Wenn wir ein Raumschiff, das mit v› vom inneren Sonnensystem zum Planetensystem eines anderen Sterns unterwegs ist, zu einem stationären umdeuten, müssen wir das Sonnensystem und das fremde Sternsystem natürlich jeweils zu mit −v› bewegten Sternsystemen umdeuten.

Das heißt: Der Zielstern kommt auf das Raumschiff ebenso schnell zu wie nach der anderen Interpretation das Raumschiff auf den Zielstern.

1
@SlowPhil

Aber was ist denn nun der Unterschied, zwischen der SRT und der ART?

0
@tilp11

Die SRT beschreibt eine flache Raumzeit, die ART auch eine gekrümmte, auch lokal gekrümmte.

In einer flachen Raumzeit bleigen parallel verlaufende geodätische Weltlinien parallel, in einer gekrümmten können sie z.B. an einer Stelle parallel sein, an anderer aber zusammen laufen. Oder auseinander.

Dabei heißt 'geodätisch', dass sie so gerade wie möglich sind, in einer flachen Raumzeit also Geraden. Physikalisch erkennt man geodätische Weltlinien an dem Fehlen von Trägheitskräften oder spürbarem Gewicht.

1
@SlowPhil

Kann man das auch so sehen die ART beschreibt die Bewegung der Körper in einen gekrümmten Raum und die SRT die Bewegung der Körper in einen nicht gekrümmten Raum?

0
@tilp11

Sehr bedingt. Die Raumzeit lässt sich ja erst durch einen Bezugskörper, d.h. dadurch, dass wir einen Körper als ruhend definieren, in Raum und Zeit zerlegen.

Die Raumzeit ist in der ART gekrümmt, wobei der Raum als "Ebene" der Raumzeit noch fast völlig flach sein kann.

1

Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist immer Konstant, weshalb die Lichtgeschwindigkeit auch eine der Naturkonstanten ist. Ich meine, dass die Lichtgeschwindigkeit durch die Beobachtung von Jupiter und seinen Monden ermittelt und als konstant wahrgenommen wurde bin mir da aber nicht ganz sicher. Jedoch taucht die Lichtgeschwindigkeitskonstante auch in zahlreichen Formeln auf die funktionieren, also ist es sicher, dass sie konstant ist.

Gerade nochmal geguckt und es geht anscheinend aus den Maxwell-Gleichungen hervor. Dazu findest du massig auf Google usw.

Das bullshit die Lichtgeschwindigkeit ist immer unterschiedlich

Im Vakuum ist sie Konstant

0

Oder wie meinst du das?

0

Was möchtest Du wissen?