Wie konnte man früher ohne Internet und Handy groß werden?

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Naja, ich finde hier wird mal wieder extrem übertrieben. Klar gibts immer diese kleinen Gören, die von den reichen Eltern Smartphone mit 4 und eigenen PC mit 6 ins Zimmer kriegen. Aber die meisten jüngeren Kinder tun genau das, was ihr hier beschreibt. Draußen sein, miteinander spielen, zwar spielen viele auch Konsole und sind manchmal am PC. Aber ich denke gerade jüngere Kinder spielen noch genauso 'Rollenspiele' ala Tierarzt, Cowboy usw.

Nur kann man das mit früher einfach überhaupt nicht vergleichen. Es gab eben damals gewisse Technik noch nicht. Wenn nicht da, kann man es auch nicht vermissen. Aber du kannst nicht von einem Kind erwarten, dass es sich kindisch verhält, wenn es in einem gewissen Alter ist, indem es versteht was um es rum geschieht und mit wie vielen Informationen es zugedröhnt wird, allein schon durch die Eltern die meist selbst PC und Smartphone haben. Was verlangt wird in der Schule. Was generell einfach schon sehr früh von ihnen verlangt wird. Sie sollen eurer Meinung nach mit 10 noch mit Puppen spielen, dann allerdings mit 12 anfangen Praktika zu machen? Bewerbungen schreiben? Wissen, wie man sich bewirbt, wissen, dass sie einen 'guten' Abschluss brauchen. Es reicht heutzutage nicht mehr 'Mach ich mal die Hauptschule und danach werd ich das was mein Papa auch macht'.

Das passt nicht zusammen. Sie werden früh aus ihrer Kindheit 'herausgezwungen', so sehe ich das. Von daher, umso besser, wenn sie lernen, wie die Welt heutzutage läuft. Das mag den meisten nicht gefallen, aber so ist es nunmal. Mir gefällt das auch alles nicht, aber darauf herumzuhacken bringt nichts. Und die Kinder können dafür am allerwenigsten, sie kennen es nicht anders. Die Eltern kennen es anders, also liegt es an ihnen sie richtig zu erziehen und ihnen zu zeigen wie man mit dem technischen Fortschritt umzugehen hat. Das allerdings bringt überhaupt nichts, wenn es nur die wenigsten tun.

So viel früher ist das gar nicht. meine kindheit war vor ca. 8 Jahren. Die Handyära fing so ca. 2007 an. In unserer Grundschule hatte wirklich niemand ein handy und in der 5. und 6. Klasse auch fast niemand. Man war mit Handy auch nicht wirklich cool, weil es die anderen nicht interessiert hat. Ich hatte ab der 6. das legendäre motorola razr v :D Und wenn man dann doch mal jemanden mit Handy gefunden hat, saß man die ganze Pause zusammen, um über Infrarot Daten zu tauschen :D (falls du weißt, was Infrarot ist ;)

Die Kindheit war nicht langweilig. Die heutigen Kinder sind langweilig! Sie sitzen miteinander und schreiben über whatsapp, oder sitzen vor der Konsole. Wenn die langweilig ist, gehst du an die Medien, das war in meiner Kindheit anders. Man musste kreativ sein, wenn einem langweilig war und sich was einfallen lassen, was man macht. Dadurch entstanden viele lustige Sachen, wie Detektivspiele oder Klingelstreich. Wir waren fast immer draußen oder haben mit Puppen gespielt. Mit Medien hatte ich noch nie viel am Hut. Ich war zwar ein Gameboy/Nintendo Sammler, aber viel gespielt habe ich damit nicht. Und am Handy sitze ich auch fast nie. Mich stört das Handy sogar. Diese ständige Erreichbarkeit und wenn man nicht zurückschreibt, sind die Leute beleidigt. Ich bin eben nicht immer anwesend und will auch mal meine Ruhe haben.

"Was hat man früher als Kind gemacht?"

Man hat geredet. Viel geredet, gelacht und gespielt. Gespielt mit selbstgebauten Pistolen, Schwerten. Man ist auf Bäumen geklettert, hat Kassetten gehört.. Heute dürfen die Kinder nicht mehr Kinder sein. Mit 10 sehen die schon aus wie Erwachsene, haben Handys, tiefen Ausschnitt und Airmax. Unterscheiden sich gar nicht mehr von den Jugendlichen. Haben die selbe Sprache, sind frech und denken, die Welt dreht sich nur um sie. Sowas gab es nicht mal vor 10 Jahren, als ich 8 war. Oh man, und das war 2004, ich komm mir ziemlich alt vor ;)

Interessante Frage, darüber habe ich auch schon öfters nachgedacht. 

Ich bin 1987 geboren, also kurz vor der Wende. Obwohl wir keinen Computer hatten, CDs noch etwas "Exotisches" war - gelangweilt habe ich mich selten. Es lag zum einen daran, dass meine Mutter in Sachen Freizeitgestaltung schon immer sehr kreativ war und ihr immer etwas einfiel, was man machen konnte, zum anderen bin ich selbst ein kreativer Mensch, der schon immer viele Hobbies hatte.

Neben Verwandten- und Freundesbesuchen sind wir viel draußen gewesen, haben Radtouren gemacht, sind wandern gegangen, Spieleabende, Ausflüge, mal übers Wochenende, mal eine ganze Woche. Im Sommer sind wir im Garten gewesen, Freibad, in einen Park gefahren. 

Mit Freundinnen habe ich mich einfach in der Stadt getroffen und "abgehangen", meist nach der Schule. Oder wir haben verrückte Sachen gemacht wie Mitternacht Marmeladenbrote mitten auf der Straße essen. Eingefallen ist uns immer etwas damals. 

Heute ist, abgesehen von meinem Smartphone und Computer zu Hause, das Leben bei mir nicht viel anders, finde ich. Es gibt genügend, die trotz Internet und Handy langweile schieben, Unsinn anstellen oder Dummheiten begehen. 

Och Du, das war eine sehr, sehr spannende Kindheit! Man musste noch mit den Menschen sprechen, Auge in Auge. Es wurde einfach ausprobiert, anstatt sich auf irgendwelche Threads im Netz zu reduzieren. Freunde und Bekannte, Spielkameraden und Vereinskumpels waren real; spät. wenn man einen Umzug gemacht hat, wusste man, wer Freund ist! Fernsehen, nun ja, das war, sofern vorhanden, damals eine spannende Sache und nicht nur 'Äktschen' wie heute. Und es waren Familienabende, man saß gemeinsam vor der Kiste und hat mitgeraten und gefiebert. Oder man hat Gesellschaftsspiele gemacht und miteinenader geredet, vom Tag erzählt, hat Radtouren gemacht, im Jugendzentrum die nächste Party geplant und Deko gebastelt, man war im Sportverein und für die Hausaufgaben manche Stunde in der Bibliothek des Stadt verbracht und ja, man hat sogar Spass daran gehabt, ein richtiges Buch zu nehmen und zu lesen oder für dei Eltern zum Gebu oder Weihnachten etwas zu basteln, nich twie heute, einfach losgehen und was kaufen. Man hat selbst noch gelebt und erlebt, man hat sich die Knie aufgeschlagen, Klamotten beim Baumklettern zerrissen, beim Bauern die reifen Früchte vom Baum geklaut, Eidechsen gesucht, Mädels haben sich im Reitstall nützlich gemacht, wenn einer in der nähe war oder man traf sich am Tierheim, um dort zu helfen,.... Ne absolut geile Kindheit, die ich um kein Geld der Welt gegen eine heutige Kindheit tauschen würde.

Oma, Anfang 30, antwortet: Viel gelesen, gemalt Brieffreundchaften gepflegt, ständig bei Freunden gewesen und mit denen gespielt , seien es nun Karten und Gesellschaftsspiele gewesen oder Federball, Fussball, Tischtennis..und vor allem: viel mehr draußen sein. Ich war als Kind ständig unterwegs, auch mit dem Rad alleine. In den Sommerferien war ich schlicht und einfach von morgens 10 bis abends 8 im Freibad.

Und alle haben überlebt, dass sie nicht immer auf den Meter genau den Aufenthaltsort ihrer Kinder orten konnten. Zudem galten Absprachen einfach mehr: um 6 bist Du daheim, um 3 trifft man sich da und da und dann war man da auch - kurzfristig simsen und absagen ging halt nicht.

absprache gelten heute auch noch, nur das einmal mal wollte ich nun wirklch eher nach hause. also angerufen.

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