Wie konnte man früher ohne Internet und Handy groß werden?

99 Antworten

Es war sehr schwer.

Man mußte, wenn man etwas besprechen wollte den Betreffenden noch aufsuchen und mit ihm direkt reden. Unglaublich was?

Schwierig wurde es auch, wenn man eine Beziehung beenden wollte. Da sah man der Abservierten noch ins Gesicht um ihr die bittere Nachricht zu überbringen.

Am Schwierigsten waren aber Gespärche. Da gab es einfach nichts um seinem Gegenüber zu entrinnen. Das mußt du dir mal vorstellen. Dein Gegenüber bekam tatsächlich so ein Gefühl, dass er wichtig für dich ist, weil man gezwungen war ihm zuzuhören und ihn dabei anzusehen. Puaah. Da läuft es mir heute noch kalt den Rücken runter.

Auch die Freizeitgestaltung war schier unerträglich. Statt im Internet zu surfen, den ganzen Tag Belanglosigkeiten via Tablet oder IPhone auszutauschen, mußten wir in die rauhe Natur und so langweilige Dinge wie Völkerball, Fußball, Verstecken oder Cowboy und Indianer spielen. Die kleineren Kinder spielten gar mit Puppen oder Matchboxautos.

War das Wetter gar zu ungnädig mit uns, bestand unsere Freizeitgestaltung in Brettspielen, Karten spielen, musizieren, lesen oder einfach einer Unterhaltung.

Aber irgendwie schafften wir es dennoch die Kindheit zu überstehen und blicken heute manchmal nostalgisch auf die gute alte Zeit zurück, wo man noch ein Gegenüber hatte, dem man Respekt erwies.

Bitte sei mir nicht böse, dass ich diesen Beitrag versucht habe mit Ironie aufzuhübschen. Aber ich stehe heute manchmal fassungslos vor Menschen, die ihrem Gegenüber zu verstehen geben, dass ihr Spielzeug (Handy, usw.) in der Hand wichtiger ist, als ihr Gegenüber. Und ehrlich gesagt machen mich diese Auswüchse der wirklich phantastischen Entwicklung etwas Beklommen.

LG Immofachwirt

Genau, das Problem ist die Grenzenlosigkeit, dass das Handy nicht mal für einige Stunden weggelegt werden kann. Wenn man immer wieder liest "mein Handy ist ins Klo gefallen" oder so, dann gibt das einem zu denken, fehlt nur noch, dass das Handy so robust ist, dass man es zum duschen mitnehmen kann

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Eine wunderbare Antwort, finde ich........da entglitt mir doch glatt ein tiefes seuuufz und zeitgleich traf mich ein entsetzter Blick meines Sohnes im Hinblick auf diese schwere Zeit, die seine Mutter ohne bleibende Schäden überstanden hat. :-))

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Tut mir leid. aber ich fühle mich dadurch persönlich angegriffen? Wer geht den bitte schön nicht raus und unterhält sich noch normal mit leuten? un die die per handy schlußß machen, sind die aller wenigsten. Sry, aber ich und so vile anderen möchten nicht in einen Topf geschteckt werden. wenn du so denkst, dann kann ich nichts dafür, aber bitte dann beleidige einen direkt und versuch es nicht erst in ironie zu packen. Das über kann ich nicht lachen. ich wollte nur aus reiner interrsse fragen. da ich zu dieser Zeit nicht gelebt habe okay?!

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@Francais

Upps. Es war keineswegs meine Absicht dich zu kränken. Im Gegenteil finde ich deine Frage spannend. Ich habe lediglich die Auswüchse des technischen Fortschritts beschrieben und diese mit der Zeit vor 30 bzw. 40 Jahren verglichen.

Es fällt Menschen meiner Generation vermutlich eher auf, wie sich gerade im Bereich der Kommunikation einiges, nicht unbedingt zum Vorteil der Gesellschaft, verändert hat. Wenn ich dies, natürlich nur aus meinem Blickwinkel, feststelle, dann hat das zwar mit deiner Frage zu tun, aber nicht mit dir persönlich. Und Ironie kann helfen, die Unterschiede deutlicher hervorzuheben.

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@Immofachwirt

Hätte die Unterhaltung live stattgefunden, so hätte der Fragesteller
deine Antwort wohl nicht so missverstanden...

So ist das halt heute mit dem geschriebenen Wort, in welches
jeder alles hineininterpretieren kann...

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@iselle

Nein auch dann hätte ich sie oder ihn ralwch verstanden. Generell verstehe ich konversationen geschrieben verständlicher als gesprochen.

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@iselle

Ich finde diese Antwort wunderschön. In meinem Freundeskreis haben wir uns neulich darauf geeinigt, unsere Handys immer in eine Ecke zu legen, und keine SMS mehr zu beantworten, wenn wir gemeinsam Zeit verbringen wollen. Jeder, der sich nicht daran hält, wird lautstark mit "ASOZIAL!" angesprochen, bis er sein Handy aus der Hand gibt.

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@Micla7

Ist sowas nicht selbstverständlich?

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@Francais

Eigentlich schon. Aber praktisch irgendwie nicht umsetzbar. Man könnte ja was verpassen.......

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ich hab' heute noch kein handy und brauche auch keins.

pc und internet ist bei mir heute allerdings auch standard aber dafuer habe ich keinen fernseher mehr.

ich glaube, dass kinder und jugendlicher frueher einfach mehr unternommen haben, mehr unterwegs waren und auch konzentrierter gespielt, sport getrieben oder sich mit freunden beschaeftigt haben. wenn man von zu hause weg war, war man eben weg und nicht erreichbar. eltern sind frueher auch nicht so ueberaengstlich gewesen und man konnte noch ohne staendig kontrolliert zu werden mal was unternehmen.

ich wuerde aus informationsgruenden heute freiwillig nicht aufs internet verzichten wollen, einfach weil es wirklich eine grosse erleichterung ist, wenn man sich schnell ueber etwas informieren moechte oder muss. frueher habe ich viel zeit in bibliotheken verbringen muessen, und hatte trotzdem nicht alle informationen, die ich mir gewuenscht haette.

insofern ist fuer mich internet ein positiver fortschritt, die ganze smartphone-schiene ist in meinen augen fragwuerdig. die staendige erreichbarkeit macht einen bloss hilflos und unsicher.

Frei nach dem Spruch: Was xy nicht weiß macht xy nicht heiß.

Man kannte es damals nicht und deshalb brauchte man es nicht.

Kleines Fallbeispiel: Du isst gern Eier. Weichgekocht, mit einem Löffel. Du machst da Ei ganz normal auf, mit einem Messer oder schälst es bis zu einer bestimmten Stelle ab und löffelst es dann aus. Aber ein anderer, der auch gern Eier isst, schält sein Ei nicht und möchte auch nicht, dass es aufgeschnitten wird. Er nutzt einen Eierschalensollbruchstellenverursacher, um der Schale eine nahezu runde Bruchstelle zu verpassen, um dann nur noch den oberen Teil der Schale ab zu nehmen und das Ei dann so zu essen. Er kann es sich gar nicht vorstellen, wie man sich die Zeit mir Schälen oder schneiden vertrödeln kann. Aber du kennst es nicht anders und bist es gewohnt, dein Ei so zu öffnen

Meine zeit als Teenager empfand ich als sehr gut, unerreichbar zu sein. Besseres konnte ja nicht passieren, wenn man heimlich in die Disco ging. Man sagte ich schlaf da oder da, gut war. Die beste Zeit war als ich Zelten durfte. Nachts sind wir dann auf Tour, ins Freibad über den Zaun (ohne Badezeug versteht sich), heute undenkbar, Nachbarn zücken ja sofort das Handy. Es war eine wunderbare Zeit :) Lg

Die Kindheit ohne Internet ,Handy usw war einfach wunderschön :) .... Man war jeden Tag am Bach und hat im Wasser gespielt man hat noch mit 12 fangen gespielt wir waren von morgens bis abends draußen und haben Buden in bäumen gebaut :) es war einfach die beste Zeit ach und ohne Ende eis gegessen :)

und ich bin 17 und spiele noch pferd. trotzdem sitze ich vorm pc

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