Wie kommt mein „Pflegesohn“ an seinen Unterhalt?

3 Antworten

Solange er noch keine 18 ist, steht ihm ohne Gegenleitung Unterhalt zu, und zwar, da er nicht in einem elterlichen Haushalt lebt (und offensichtlich mit Einverständnis der beiden Elternteile und des Jugendamtes!), von BEIDEN Elternteilen als Barunterhalt (wäre es anders, stünde ihm kein Barunterhalt zu, sondern lediglich Naturalunterhalt bis zum 18. Geburtstag).

Seine Mutter ist also ebenso in der Pflicht, entsprechendes Einkommen für den Unterhalt zu generieren wie der Vater. 

Das Jugendamt ist hier in der Pflicht, über eine Beistandschaft für das Kind den Unterhalt einzufordern, alternativ könnt ihr euch natürlich an einen Anwalt wenden, kostet allerdings und ist für den kurzen Zeitraum, für den ihm noch Unterhalt zusteht, unrentabel.

Denn nach seinem 18. Geburtstag steht ihm Unterhalt nur noch zu, wenn er die Schule (Vollzeit!) besucht oder eine Ausbildung macht mit entsprechend geringem Einkommen.

Das Kindergeld könnt ihr auf jeden Fall beantragen, da er ja bei euch gemeldet ist.

Läuft  diese Unterbringung bei dir überhaupt über das Jugendamt (Hilfeplan nach §36 SGB VIII)?

Warum, wieso, weshalb ist nicht so wichtig

Doch, das ist elementar wichtig, denn unter Umständen stehen euch ganz andere finanzielle Unterstützungen zu.

Er lebt im Einverständnis seiner Mutter bei uns. Sein Vater stellt sich quer, da er will das er bei ihm wohnt (er hätte dort nicht mal ein eigenes Zimmer), weil der Vater möchte das er arbeiten geht und bei ihm Miete zahlt damit dieser sein Haus abbezahlen kann.

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Seine Mutter hat letzte Woche die Maßnahme für ihn beendet. Er lebte bis dahin in einer Wohngruppe. Zusammen mit Borderlinern und Suizid gefährdeten Jugendlichen. Er ist weder von dem einen noch dem Anderen betroffen. Des öfteren hieß es von der Wohngruppe aus er könne nicht nach hause kommen da sich wieder ein Mädchen versucht hat umzubringen. Wurde mir von der Mutter bestätigt. Bei ihr kann er übrigens auch nicht wohnen da er Probleme mit deren Lebensgefährten und kein eigenes Zimmer hat.

Von der Wohngruppe sowie vom Jugendamt aus hieß es, er kann ruhig ausziehen er wäre ja eh bald 18.

In der Zwischenzeit Ärger ich mich sehr über unser Angebot. Hätte ich das alles im Voraus gewusst (auch das die Mutter das von heute auf morgen plötzlich beendet) hätte ich das nie gemacht.

Seine Mutter hat ein zu geringes Einkommen und der Vater wird nicht zahlen da er dagegen war. (Alles erst im Nachhinein erfahren).

Den Termin beim Arbeitsamt wegen einer Maßnahme wo er Geld verdient ( und uns dann was abgeben kann) ist erst Mitte Dezember.

Wir haben selbst vier Kinder und mein Mann muss schon eins mit durchfüttern weil wir keinen Unterhalt vom Vater bekommen.

Nur rausschmeißen kann ich ihn ja auch nicht. 

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Wenn er eine. Ausbildung macht müsste der Vater meines Wissens nach Unterhalt zahlen. Sobald er 18 ist muss er das selbst einklagen. Ansonsten würde ich beim Jugendamt nachfragen wie ihr am besten vor geht. Erledigen werden sie das nicht für euch, aber vielleicht beraten.
Kindergeld steht im glaube ich auch zu.

Wenn einer der Elternteile ihm Unterkunft und Verpflegung bietet und er  dies nicht annimmt und zu euch zieht, dann war es das mit dem Unterhalt. Er könnte eventuell das Kindergeld bekommen, weil er nicht mehr zu Hause wohnt. Hierzu muß er bei euch gemeldet sein.

Geht er noch zur Schule? Macht er eine Ausbildung?


Seine Eltern wollen ihn nicht aufnehmen. Bei uns gemeldet ist er. Er geht einmal die Woche zur Berufsschule und macht ansonsten ein unbezahltes Praktikum. Ich versuche ihn aber noch in eine Maßnahme vom Arbeitsamt zu bekommen wo er ein Taschengeld verdient.

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@season81

Er ist 17 fast 18 Jahre alt.

Sobald er volljährig ist und keine schulische oder berufliche Ausbildung macht, hat er keinen Anspruch mehr auf Unterhalt und auch nicht auf Kindergeld.

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