Wie kommt man zur einen wahren Religion, wenn es doch so viele davon gibt?

21 Antworten

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Hier wird die Frage gut beschrieben und erläutert:

https://www.youtube.com/watch?v=MDbiqlhAirE&t=5s

Das ist die beste Antwort auf meine Frage. Danke. Aber ich denke, dass auch eine Organisation, die spirituelle Entwicklung voranbringen will, letztlich genau denselben Mechanismen unterliegt wie eine Religion. Ich hab mal mit einem, der im Namen eines indischen Gurus Vorträge hielt, eine Bergwanderung unternommen. Als wir eine kleine Rast machten begeisterte mich der wunderschöne Anblick der Landschaft und machte ihn darauf aufmerksam. Er schaute nur kurz und oberflächlich hoch (er ging nämlich die ganze Zeit mit Kopf und Blick zum Boden) und sagte, dass das alles ein Nichts wäre im Vergleich zu dem, was wir sähen, wenn wir erleuchtet wären. Und redete weiter über die Botschaft seines Gurus. Er war gar nicht richtig anwesend. Die Welt war das, was in seinem Kopf war. Ich bezweifle nicht, dass das, was Mystiker erleben, echt ist. Doch ich bevorzuge ein solches Erleben - wenn ich es denn auch erleben sollte - , das in Walt Whitman's Grashalmen zum Ausdruck kommt. Walt Whitman, ein Dichter und Mystiker des 19. Jahrhunderts.

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@lumbricussi

Ja auch diese unterliegen dieser Gefahr, natürlich.

Man kann überall solch verbohrte Leute finden und andere die es verstanden haben und einordnen können.

Sehr schön wird es hier erklärt, schaus Dir mal an:

https://www.youtube.com/watch?v=2oKyxbzGfuo

Die Videos dieses Swamis sind sehr sehenswert, habe viel dadurch gelernt.

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@Mahakaruna

Mach ich. Morgen, mir fallen schon die Augen zu. Kennst du die Grashalme? Ich hab sie unterm Kopfkissen liegen. :-)

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@lumbricussi

@Mahakaruna Leider ist mein Englisch nicht so gut, dass ich gesprochenem Text gut folgen könnte. Lesen geht viel besser, auch wenn ich manchmal ein Wort nachschlagen muss. Bei dem youtube-Film kann ich zwar die Untertitelfunktion aktivieren, aber dieser Text läuft auch so schnell wie der gesprochene, so dass ich mir alles zigmal anhören müsste, um ein wenig zu verstehen. Aber ich hab gegoogelt und hab das hier gefunden: http://www.ramakrishna.de/vedanta/vedanta.php Das Karma-Yoga erinnert mich an die Flow-Erlebnisse, die Csikszentmihalyi beschreibt. Und auch an einen Satz von William James: Tue alles, auch das geringste Ding, als ob es höchste Bedeutung hätte. Da hat sogar Geschirrspülen eine ganz andere Qualität. :-) Und den Ansatz von Inana-Yoga find ich auch sehr gut. Gibt's da nix in deutsch?

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Hallo lumbricussi,

die richtige Religion zu finden ist keine Sache des Zufalls! Gott hat uns sein geschriebenes Wort, die Bibel, an die Hand gegeben, in dem er exakt beschreibt, was er von uns erwartet. Daraus geht auch deutlich hervor. worin sich wahrer von falschem Glauben unterscheidet.

Damit eine Religion den Anforderungen entspricht, die Gott an sie stellt, muss sie lt. Bibel bestimmte, unverzichtbare Merkmale aufweisen. Einige dieser wichtigen Merkmale möchte ich im Folgenden anführen. Jesus Christus verglich die Religionen einmal mit "Bäumen" und und ihre Handlungsweise mit "Früchten", indem er erklärte:

"An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man vielleicht jemals Trauben von Dornsträuchern oder Feigen von Disteln? Ebenso bringt jeder gute Baum vortreffliche Frucht hervor, aber jeder faule Baum bringt wertlose Frucht hervor; ein guter Baum kann nicht wertlose Frucht tragen, noch kann ein fauler Baum vortreffliche Frucht hervorbringen. Jeder Baum, der nicht vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Ihr werdet also diese [Menschen] wirklich an ihren Früchten erkennen" (Matthäus 7:16-19). Nach Jesu Worten gibt es also "gute Bäume" und "faule Bäume".

Wie müsste denn so ein "guter Baum", also eine gute Religion aussehen? Jesus verwies ja darauf, dass man eine Religion "an ihren Früchten", das heißt an ihrer Handlungsweise messen müsste. Wie müsste diese denn aussehen? Nun, die Bibel gibt die Richtlinien vor und zeigt, wie eine Religion beschaffen sein muss, damit sie Gottes Anerkennung finden kann.

Zum Beispiel beteiligen sich echte Christen weder an Kriegen noch an sonstigen gewaltsamen Auseinandersetzungen. Sie verweigern jegliche Form des Krieges und Wehrdienstes. Gottes Wort sagt darüber:

"Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen." (Jesaja 2:4). Ein Christ meidet jedoch nicht nur Krieg und gewaltsame Konflikte, sondern fördert aktiv den Frieden, indem er sich in jedem Bereich seines Lebens als ein Friedensstifter erweist.

Wahres Christentum ist so organisiert, wie die Christen im ersten Jahrhundert, die nach Jesu ursprünglichen Lehren lebten. Bei ihnen gab es keine hierarchischen Strukturen, also keine Geistlichenklasse. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern:

"Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus. Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein" ( Matthäus 23:8-11).

Es gibt also bei echten Christen keine Unterscheidung in "Geistliche" und "Laien". Diejenigen unter ihnen, die als Hirten und Lehrer fungieren, haben keine Machtstellung inne, auch wenn sie nach biblischem Muster die geistige Führung übernehmen. Sie sind Mitarbeiter ihrer Glaubensbrüder und bemühen sich darum, ein gutes Vorbild zu sein.

Dann sollten sich echte Christen in allen Lebensbereichen durch absolute Ehrlichkeit auszeichnen. Das geht aus folgender biblischer Aussage deutlich hervor: "Betet weiterhin für uns, denn wir hegen das Vertrauen, ein ehrliches Gewissen zu haben, da wir uns in allen Dingen ehrlich zu benehmen wünschen." ( Hebräer 13:18). Für einen Christen gibt daher es weder Notlügen noch Halbwahrheiten. Sein Reden und sein Handeln zeichnet sich durch absolute Ehrlichkeit, auch in den vielen kleinen Dingen, des Lebens aus.

Ein weiteres Merkmal der wahren Religion ist auch, dass sich ihre Lehren und Handlungsweisen auf die Bibel stützen. Für Jesus Christus war das ganz selbstverständlich, denn er sagte über Gottes Wort: "Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit" ( Johannes 17:17).Echter christlicher Glaube hält sich in jedem Bereich des Lebens eng an die Bibel. Für ihn haben die moralischen Standards der Bibel absolute Gültigkeit, auch wenn der Trend der Zeit oft in eine ganz andere Richtung weist.

Wahrer Glaube zeigt auch große Achtung vor Ehe und Familie. Auch wenn heutzutage Ehebruch und Ehescheidung an der Tagesordnung sind, sollte ein Christ den moralischen Standard der Bibel auch in diesem Bereich hochhalten. Sie billigt nämlich weder Ehebruch noch Ehescheidung. Das hob Jesus hervor, als er bzgl. Ehe folgendes sagte:

"Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ (Matthäus 19:5,6). Daher sehen wahre Christen in der Ehe eine lebenslange Bindung, die nur durch den Tod oder die eheliche Untreue des Partners zerstört werden kann.

Wer von Gott anerkannt werden möchte, der nimmt die Nachfolge Jesu Christi sehr ernst und lässt sein ganzes Leben davon bestimmen. Es ist so, wie der Apostel Petrus einmal schrieb: "In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt" (1. Petrus 2:21).

Jemand, der diesen Rat befolgt, zeigt dies u.a. dadurch, dass für ihn materielle Werte nur eine untergeordnete Bedeutung haben und Dienst für Gott und für andere im Vordergrund steht. Er versucht in jedem Bereich seines Lebens das Beispiel und das Wesen Jesu Christi nachzuahmen und ihm widerstrebt jegliche Form von Heuchelei.

Ein echter Jünger Jesu Christi wird auch daran erkannt, dass er Gottes Wort anderen verkündigt . Außerdem bieten er anderen seine Hilfe an, ebenfalls Christi Nachfolger zu werden. Jesus gab diesbezüglich folgenden Missionsauftrag an seine Jünger weiter:

" Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge" ( Matthäus 28:19,20). Im Mittelpunkt des Lebens Jesu stand sein Predigen und Lehren. Überall, wo er auf Menschen traf, erzählte er ihnen etwas von Gott und seinem künftigen Königreich. Der gleiche Eifer sollte auch einen Nachfolger Jesu kennzeichnen.

Als letzten Punkt möchte ich erwähnen, dass sich die wahre Religion auch dadurch auszeichnet, dass sie den Namen Gottes gebraucht und ihn bekannt macht. Auch Jesus verwendet den göttlichen Namen, denn er sagte einmal in einem Gebet zu Gott:

"Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgegeben und werde ihn bekanntgeben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihnen" ( Johannes 17:26). Ein echter Christ macht aus dem Namen Gottes (im deutschen Sprachraum gebräuchlich in der Form "Jehova") also keinen Hehl und gebraucht ihn ebenso freimütig, wie das Jesu und seine ersten Jünger taten.

Das sind nur einige wenige Merkmale, die für den echten christlichen Glauben kennzeichnend und bestimmend sind. Nur die Religion, die extakt diesen Merkmalen entspricht, kann Gott gefallen und somit die wahre sein!

LG Philipp

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