Wie kommt man zum Heil im Buddhismus?

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5 Antworten

Wie Du hier schon  richtig gelesen hast, lieber travler6, gibt es so viele buddh. Strömungen, dass man nicht von "dem Heil" im B. sprechen kann.

Lediglich aus Nichiren-Buddhistischer Sicht kann ich hier sagen: Es geht überhaupt nicht um Heil, sondern

a) ...um das Erreichen eines möglichst hohen Lebenszustandes (idealerweise den der Buddhaschaft selbst - Das kann aber bei Normalsterblichen nie andauern - sondern ist etwas, wofür Du immer an Dir arbeiten musst - selbst erfahrene Buddhisten "rutschen" immer wieder in niedrigere Lebenszustände ab)

b) ...um das vermindern/überwinden von (eigenem und fremden) Leid und das Mehren von Lebensfreude im Hier und Jetzt (auch oft verdammt schwer;)

Man kommt dahin durch eine Kombi aus

  1. buddh. Praxis (d.h. gute Lebensweise, Andere Menschen und überhaupt Lebewesen unterstützen)
  2. "Studium" d.h. das Sich-Befassen mit buddhistischer Philosophie und Literatur sowie die durchaus auch kontroverse Diskussion mit anderen Menschen darüber
  3. buddhistische Meditation (im Falle der Nichirens ist das Zitieren aus auszügen des Lotus-Sutras sowie Chanten von NamMyohoRengeKyo, welches angeblich die Quintessenz des Lotus-Sutra verkörpert...)

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Ich bin Buddhist und helfe dir gerne weiter.

Das Wesentliche hat Buddhishi schon gesagt - das Erkennen und die Überwindung des Leidens ist der wichtigste Aspekt des Buddhismus.

Buddha fasste die Erkenntnis über die Ursachen und die Beendigung des Leidens in den "vier edlen Wahrheiten" zusammen.

Mit dem "edlen achtfachen Pfad" gab er die Handlungsanweisung, wie diese Erkenntnis konkret vom Einzelnen umzusetzen sind.

Wie kommt man zum Heil im Buddhismus?

Die einfache Antwort ist daher: Durch Gehen des achtfachen Pfades

Im Detail ist das etwas komplexer, denn dadurch, dass es verschiedene Traditionslinien gibt, sind Ziel und Methoden etwas unterschiedlich.

Im Theravada-Buddhismus wird der achtfache Pfad ausschließlich zur eigenen Befreiung und zur Unterstützung anderer Wesen durch lehren gegangen.

Im Mahayana-Buddhismus verzichtet man am Ende dieses Weges auf das Verlöschen im Nirvana, sondern bleibt freiwillig im Samsara, um anderen Wesen zur Befreiung zu verhelfen.

Ich hoffe, diese Ergänzung zu den bisherigen Antworten war hilfreich für dich.

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Hallo Travler6,

in der Lehre von Buddha geht es darum, Leid zu erkennen und zu überwinden. Dazu dienen die 4 Edlen Wahrheiten und der 8fache Pfad.

Beschäftige Dich bei Interesse bitte mit seiner Lehre und Du wirst die Antwort für Dich finden. Berücksichtige bitte, dass es verschiedene Wege im Buddhismus gibt, wobei ich Dir rate, vom Diamentweg die Finger zu lassen.

Hier ein Link, der eine hilfreiche erste Einführung bietet:

http://www.planet-wissen.de/kultur/religion/buddhismus/pwiekernaussagendesbuddhismus100.html

LG

Buddhishi

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Kommentar von Grimwulf78
16.09.2016, 13:25

Warum rätst Du vom Diamantweg ab? Zu haptisch?

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das "Heil" gibt es dort nicht. Nur die Erleuchtung. Das ist das Ziel des Lebensweges. Offiziell hat es Buddha dort hingeschafft. Gibt es ganz viele Geschichten.. Es geht dabei eher um die Erkenntis des Lebens.

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Kommentar von travler6
16.09.2016, 10:40

Danke

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Kommentar von Knutschpalme
16.09.2016, 10:46

Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, gallt das Ausbrechen aus dem Samsara als "Heil", oder Erleuchtung :O

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Eine kurze Frage bedingt einer kurzen Antwort.

Indem man jeden Augenblick bewusst wahrnimmt und im hier und jetzt lebt.

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