Wie kommt man wieder in die Krankenkasse ohne abgezockt zu werden?

9 Antworten

Wie kommt man wieder in die Krankenkasse ohne abgezockt zu werden? 

Themaverfehlung. Es bestand und besteht weiterhin Versicherungsschutz, nur schuldet der Betreffende die rückständigen Beiträge. Deswegen heißt es ja "KV-Pflicht".

Mein Sohn 27 war im Jahr 2014 arbeitslos. Aus dieser Arbeitslosigkeit
hat er sich selbständig gemacht und ist auch heute noch selbständig. ?
Weil am Anfang das Geld fehlte hat er sich nicht krankenversichert.

Seine Entscheidung, dies der KK nicht mitzuteilen.

Aufgrund guter Gesundheit war das auch bis jetzt kein Problem.

Ist es auch jetzt nicht, nur sitzt er nun eben auf einem Berg Schulden.

Man kann aber nicht ohne krankenversicherung sein und er möchte sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichern

Das ist er. Da er sich seinerzeit nach Beendigung des Bezuges von ALGI nicht bei seiner KK gemeldet hat, ist er automatisch weiter als freiwillig gesetzlich Versicherter dort beitragssäumig. Siehe § 188 Abs. 4 SGB V.

Da es irgendwann mal eine Vorversicherung gab,

...und gibt...

hätte diese Versicherung das Recht

Nicht "hätte", es steht ihr gesetzlich zu, und zwar rückwirkend für maximal 4 Jahre gem. SGB.

für die versicherungslose Zeit die Beiträge nach zu fordern und zwar den Höchstsatz.

Wenn er selbst seinen Melde- und Mitwirkungspflichten nie nachgekommen ist, ja. Siehe § 240 SGB V.

Das sind Kosten von 15.000 Euro, die er sich nicht leisten kann.

Und?

Was könnte er tun um wieder in eine Versicherung zu kommen?

Dazu braucht er nichts tun, nur zahlen. Denn aufgrund seiner Vorgeschichte lebt seine KV / PF fort, und kann auch nur dort beendet werden - nach Begleichung der aufgelaufenen Schulden. Er muss sich unverzüglich bei seiner KK melden und eine Ratenzahlung aushandeln. Keine andere KK darf ihn aufnehmen ohne Kündigungsbestätigung der letzten KK, respektive selbst *wenn* ihn die alte KK aus dem Vertrag entließe, würde er die Schulden auf die aufnehmende KK übertragen bekommen.

Besser kann ich es auch nicht!

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Kinners, Kinners. Immer wieder das selbe Spiel bei Existenzgründern.

Kein Geld um sich sozial abzusichern. Das kann gar nicht sein und ist das schlechteste was man machen kann.

( OffTopic: ich habe über 20 Jahre keine KK  benötigt. Und vor 4 Jahren, zack umgefallen. Hirnhautentzündung und Hirnabzseß. Seit dem 3-4 mal jährlich im KH. Inzwischen habe ich einen Tiefergelegten Rollator und einen Rollstuhl. Meinen ambul Pflegedienst musste ich verkaufen. OffTopic Ende)

Nur mal so viel da zu er ist gesund.

Zum einen gibt es für Existenzgründer den Existenzgründerzuschuss, zum anderen kann man bei seiner Krankenkasse eine Beitragsermäßigung beantragen.

Es müssen jedoch eine Gewinn-Verlustrechnung oder der aktuelle Steuerbescheid vorgelegt werden. Kann ein Existenzgründer dies nicht tun, so wird für das erste Jahr der Gewinn geschätzt.

Und zu seinem Gewinn, Gewinn ist Umsatz minus Betriebskosten = Gewinn.

Und davon zahlt er dann seine Sozialaversicherungen und seine Steuern.

Bei der Beitragsermäßigung  wird von einem höchst Gewinn (Einkommen)  von  mtl. 1.452,50€ ausgegangen, was einenwobei er dann einen mtl. Beitrag zur Krankenkasse, mit Krankengeldanspruch, von  226,60 € zahlen müsste, hinzu kämen noch 34,13 € für die Pflegeversicherung.

Somit hätte er mtl. insges. 260,73€ an die Krankenkasse zahlen müssen.

Und das hat seine Selbstständigkeit nicht erwirtschaftet?

Dann war das wohl viel mehr ein teueres Hobby von ihm.

Sorry.

Er kann sich jetz bei seiner Krankenkasse(GKV) freiwillig versichern und jetzt nur noch mit seiner Krankenkasse sprechen und hoffen, dass diese rückwirkend die Beitragsermäßigung anerkennen. Dazu ist wie gesagt, Steuerbescheide und Gewinn-Verlustrechnung vorlegen.

Erkennt die Kasse das an, so kommt er um eine Nachzahlung von ca. 6257€  plus Zinsen nicht herum.

Hat er das Geld nicht, so muss er sich bei seiner Hausbank, die jeder Selbstständige haben sollte, einen Kredit holen.



Weil am Anfang das Geld fehlte hat er sich nicht krankenversichert.

Doch hat er schon. Er wurde freiwilliges Mitglied seiner letzten Kasse.

Was könnte er tun um wieder in eine Versicherung zu kommen?

Er kann nur sein Einkommen nachweisen durch Vorlage der Einkommensteuerbescheide und somit die Beitragsgrundlage reduzieren. An der Nachzahlung dem Grunde nach kommt er nicht vorbei. Kann er aber zumeist in Raten leisten.

Unter 6.200,- € wird er die Schuld nicht drücken können, egal wie er es dreht und wendet.

Bis die Schuld beglichen ist besteht kein Anspruch auf medizinische Versorgung über Notfälle und Schmerzen hinaus.

Wenn er weiter rumeiert wird die Schuld per Beitragsbescheid festgesetzt und zwangsvollstreckt.

Diese Grube ist selber geschaufelt, daher kein Mitleid.

Das ist keine Hilfe, mit dieser Antwort kann man nichts anfangen.

Den Wissenstand hat er.

Danke

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@Angebot101

Jetzt fehlt noch die Erkenntnis, dass ich an dem Stand nichts Wesentliches ändert. Dann kann's weitergehen.

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@Angebot101

Was hättest du denn gerne? Dass ich mir spezielle für deinen Sohnemann eine neue Rechtslage aus dem Anus zaubere, weil ihm die aktuelle nicht gefällt?

Nächstes Jahr sind Bundestagswahlen, kannst mich ja bitten mich zur Wahl zu stellen. Wenn du meinen Wahlkampf finanzierst, werde ich sicher ein neues GKV-Konzept entwickeln und einbringen.

Soll ich mich hier für eine faktisch richtige Antwort noch von der Seite anmachen lassen, weil sie dir nicht gefällt?

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