Wie kommt man in das Beschäftigungsverbot?

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6 Antworten

Da gibt es keine "Tricks", sondern ein Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter

Das Mutterschutzgesetz unterscheidet zwischen generellen, individuellen und absoluten Beschäftigungsverboten während der Schwangerschaft.

Generelle Beschäftigungsverbote gelten für alle werdenden und stillenden Mütter ohne besonderes ärztliches Attest. Darunter fallen (nach § 4 MuSchG) z. B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand
der werdenden Mutter bezogen (§ 3 Abs. 1 MuSchG).


Im Gegensatz zum individuellen wird das arbeitsplatzbezogene generelle Beschäftigungsverbot nicht vom betreuenden Arzt, sondern vom Arbeitgeber auf Grundlage „seiner“ Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde ausgesprochen (z.B. Gewerbeaufsichtsamt). Ergibt sich daraus ein Beschäftigungsverbot für die gesamte bzw. für einzelne Tätigkeiten, darf der Arbeitgeber die Schwangere oder Stillende mit diesen Arbeiten nicht beschäftigen und muss andere Tätigkeiten anbieten oder die Frau darf zu Hause bleiben.

Wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen, hat die werdende Mutter gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Zahlung des vollen Arbeitsentgelts (Mutterschutzlohn) nach § 11 Absatz 1 Satz 1 MuSchG. Dieses bekommt der Arbeitgeber auf Antrag über das Umlageverfahren 2 (U2-Verfahren) von der Krankenkasse der werdenden Mutter erstattet.

Alles Gute für dich!

Ich würde auf jeden Fall mit dem behandeln Arzt sprechen. Vielleicht kann er was machen. Wenn er BeschäftigungsVerbot erteilt kann ihre Chefin gar nichts mehr machen :)

Dazu muss das Leben des ungeborenen Kindes gefährdet sein. Dann spricht der Arzt ein Beschäftigungsverbot aus.

Aber mal abgesehen davon, darf sie sowieso nichts schweres heben. Das sollte der Arbeitgeber aber wissen.

Da braucht es keinen Trick, dazu reicht der Besuch beim Arzt!

Wenn sie nicht kann, weil es ihr schlecht geht, wird sie aus dem Rennen genommen.

Wenn sie nicht will, weil sie schwanger ist, sei angemerkt, daß Schwangerschaft kein anerkanntes Krankheitsbild ist.

In Pflegeberufen gelten zudem andere Regeln, sie soll sich bitte vom Arzt aufklären lassen.


Warum denn unbedingt ein BV? Das stellt der Gynäkologe nur dann aus wenn das Leben von Mutter oder Kind in Gefahr ist. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit 😉

Im Pflegebereich kommt man schnell an ein Beschäftigungsverbot. Jeder gute Frauenarzt weiss wieviele Risikofaktoren dort für Schwangere auftreten.

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