Wie kommt man dazu religioes zu werden?

8 Antworten

Die religiöse Indoktrination beginnt für die meisen Menschen schon im Kindesalter, manchmal aber auch bei denen, die in ihrem Weltbild verunsichert sind und dadurch zur leichten Beute werden.

Kinder sind zunächst darauf angewiesen (überlebenswichtig), Autoritätspersonen (vorwiegend zunächst den Eltern) alles blind zu glauben. Demzufolge wird auch das zunächst blind geglaubt, was unwahr oder unschlüssig ist (Osterhase, Weihnachtsmann usw.).

Wenn späterhin Erkenntnis heranwächst und Diverses als Unwahrheit erkannt wird, entsteht mehr oder weniger Vertrauensverlust, der bei emotionaler starker Bindung überwiegend im Unterbewußtsein wirksam wird. Die damit einhergehende Verunsicherung ist gleichzeitig eine mehr oder weniger lange Verunsicherung im eingenommenen Weltbild, was anfällig macht für anschließende Indoktrinationen.

Religiöse Indoktrination enthält (sehr wohl beabsichtigt) auch das Element, das dann Geglaubte nicht zu hinterfragen. Am häufigsten findet dies dadurch statt, daß zusätzlich geglaubt wird, verloren zu sein, wenn man das Geglaubte nicht mehr glaubt.

Es hilft Leuten in ihren dunkelsten Stunden zu wissen, dass es da etwas gibt das ihnen Hoffnung gibt, Hoffnung auf Erlösung, Hoffnung auf Antworten. Die Religion sollte kein Weltbild sein, sie sollte dich nur unterstützen auf deinem Weg durchs Leben. Wer das anders sieht der sollte tatsächlich anfangen an seinem Weltbild zu zweifeln. Ich selber bin gläubiger Katholik und sehe den Glauben als eine Art Stütze. Z.B. denke ich dass es eine Art Mittelweg gibt bei der Entstehung des Universums, also dass Gott den Urknall und dessen Folgen so vorhergesehen hatte und dass die Natur und deren Aufbau gewollt so tiefgründig sind. Wer dass nicht glaubt weil es anders in der Bibel steht der sollte versuchen nachzuvollziehen wie man Bauern aus der Antike Biologie,Physik,Chemie etc beibringt.
Hoffe ich konnte dir meine Ansicht zu dem Thema klar machen ^^

Und wie kommst du darauf, dass Gott fuer den Urknall verantwortlich ist und die Erde nicht 6000 Jahre alt ist? 

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Weist du was man in einer Religion tut? Man glaubt= mein weis nicht

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Du stellst deine Frage suggestiv.

Religion heißt bei dir gleich Indoktrination.

Das Problem ist nur, dass man seine eigene Indoktrination erst merkt, wenn man auch andere Weltsichten kennenlernt bzw Menschen, die einem glaubhaft eine andere Weltsicht vorleben.

In unserem Land herrscht zur Zeit das naturwissenschaftliche Weltbild vor. Die wissenschaftliche Methode zuende gedacht kommt dann bei Materialismus raus und dass alles andere Unsinn sei.

Die eigenständige Denkleistung besteht jetzt darin, dass man die Wissenschaftlichkeit selber noch mal kritisch hinterfragt, ob sie denn die absolute Wahrheit ist.

Deine eigene Weltanschauung kannst du am ehesten finden, wenn du dich tatsächlich mit verschiedenen Weltbildern auseinandersetzt und nicht mit dem Vor-Urteil ran gehst: Religion ist sowieso nicht ernstzunehmen.

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