Wie kommt man aus Co-abhaengigkeit raus?

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3 Antworten

Suche dir eine Gesprächsgruppe für Drogen und Alkoholabhängige und deren Angehörige. Das mit dem, wass man machen soll und was man dann tatsächlich macht, sind zweierlei Dinge. Es ist sehr schwer, gerade als Mutter oder Angehörige. In einer Gesprächsgruppe hört man das für und wieder. Auch dass es einem nicht alleine so geht. Man kann zusammen eine Strategie erarbeiten und diese dann ausprobieren.

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baerbelvil 24.08.2016, 23:20

Hatte ich auch schon mal probiert. Die meisten, die dort waren, haben nur geredet, aber nichts getan. Für mich waren die alle genauso unfähig wie ich. War zwar tröstlich, aber wenig effektiv. 

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Mondlachen 24.08.2016, 23:40
@baerbelvil

Dann musst du dir klar machen, dass du mit den Zugeständnissen nicht wirklich hilfreich bist. Ein Süchtiger erkennt erst die ware Tiefe der Sucht wenn er mit der Nase im Dreck liegt und ihn keiner gleich sofort wieder auf hilft. Wenn er selber seine Hilfbedürftigkeit erkennt. Bei einigen Menschen ist dieser Weg zur Selbsterkenntnis sehr lang oder sie kommen nie zur Selbsterkenntnis weil wieder jemand hilft.

Ich habe das Thema mit meinem Schwiegervater durch. Meine Schwiegermutter ist sogar zu ihrer Mutter zeitweise zurückgezogen. Allerdings wohnte ihre Mutter im selben Dorf nur 6 Häuser weiter. So konnte meine Schwiegermutter immer nach Hause gehen und den Haushalt machen, die Wäsche für ihren Mann rauslegen oder zwischendurch waschen, Essen kochen. Ihr Mann hat nichts vermisst! Alles war für ihn in bester Ordnung. Das Bier und den Schnaps hat er sich selber gekauft und konsumiert. Er fand diese Zeit sogar sehr schön. Niemand hat gemeckert wenn er sturzbesoffen war. Essen war da und immer rausgelegte saubere Wäsche, die Bude war auch so top, das er seine Saufkumpels öfters eingeladen hat. Der zeitweise Auszug meiner Schwiegermutter brachte also überhaupt nichts. Als ich ihr sagte, sie hätte in dieser Zeit überhaupt nicht nach Hause gehen sollen, wurde sie richtig wütend. Sie könnte doch ihren Mann nicht verwahrlosen lassen. Was würden denn dann die Nachbarn sagen??? Tja, das Thema ging weiter-bis zum Tod des Schwiegervaters. Alkohol ging immer-auch auf Tabletten.

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baerbelvil 25.08.2016, 07:40
@Mondlachen

In einem Dorf stelle ich es mir auch extrem schwierig vor, mit aller Konsequenz zu handeln. Da tuschelt sowieso jeder über jeden. Vielleicht wollte Deine Schwiegermutter auch keine Schuldzuweisungen anderer hören. In unmittelbarer Nähe des Süchtigen zu leben ist unglaublich belastend. Mein Sohn wohnt z. B. auf der anderen Straßenseite, fast vis-a-vis mit uns. Ich würde also direkt mitbekommen, wenn er auf der Straße landet. Deshalb überlegen wir, hier wegzuziehen, was aber aus diversen Gründen bei uns nur sehr schlecht geht. Ich glaube auch, dass viele Co-Abhängige sich selbst eine Mitschuld am Schicksal des Angehörigen geben. Gerade das bestärkt sie dann darin, demjenigen helfen zu müssen.

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Mondlachen 25.08.2016, 12:58
@baerbelvil

Die Co-Abhängigkeit beinhaltet die Selbstvorwürfe. Gerade die eigene Hilflosigkeit bei Angehörigen.

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So schwer wie es ist mann muß aufhören immer helfen zu wollen es hilft nicht! Ich habe oder mache es selber gerade durch über Jahre! 

So weh es tun sollte man muss diese Menschen komplett auf die Nase fallen lassen es geht nicht anders man geht selber daran zugrunde!

Nur dein eigener Wille zählt! Ich weiß wie schwer das ist aber es geht NICHT anders!

In Moskau gibt es so eine "Anstalt" Brot und Wasser zum teil ans Bett gefesselt manchmal denke ich mir nur das kann helfen klingt hart aber die Leute machen sich nicht nur selber kaputt sondern ihr ganzes drumherum!

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Hallo!

Deine Freundin sollte zu Al-Anon und du zu Nar-Anon gehen. Al-Anon ist eine Selbsthilfegemeinschaft  für Angehörige und Freunde von Menschen, die ihnen mit dem Alkoholtrinken Probleme machen, Nar-Anon ist dasselbe für Angehörige von Drogensüchtigen.

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baerbelvil 24.08.2016, 23:15

Sorry, aber die gehören doch zu scientology! Habe im internet recherchiert. Nein danke!! 

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onomant 25.08.2016, 02:10
@baerbelvil

Was für ein Unsinn.

Klingt für mich nach einer typischen Ausrede eines (Co)Abhängigen.


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baerbelvil 25.08.2016, 07:32
@onomant

Dann schau doch selbst mal im Internet nach und recherchier! Die meisten Leute wissen gar nicht, wo überall Scientology hinter steckt und es interessiert sie auch nicht. Ist doch schon komisch, dass da fast nur in Englisch verfasste Seiten auftauchen. Und auch ohne diese Tatsache findet man Hinweise auf die, die sich dahinter verbergen. Wenn ich schon Hilfe suche, dann bei seriösen Vereinen, oder ähnlichem.

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onomant 25.08.2016, 07:45
@baerbelvil

Ich selbst kenne genug Leute die bei den AAs und deren Ablegern sind. Denen ist davon nix bekannt. Zumal man ja grad bei den AAs anonym ist. 

Aber mir auch egal, du hast das Problem, nicht ich

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Ille1811 25.08.2016, 11:04
@onomant

Hallo Onamant!

Ich erkenne mich in der Skepsis und Abwehr doch selbst, wie ich mal war.

Leuten, die mir Böses wollten, vertraute ich und Menschen, denen mein Wohlergehen am Herzen lag, mussten meiner Meinung nach doch böse sein.

Heute weiß ich, dass ich mich über alles informieren darf ohne dass ich mich mit allen Meinungen, die ich mir anhöre, identifiziere (infiziere. ;-)  ).

Wenn ich heute über etwas Informationen haben möchte, dann weiß ich, an wen ich mich wenden kann. Im Bezug auf Selbsthilfegruppen zum Thema Sucht ist das zum Beispiel die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. http://www.dhs.de/ oder auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung im Bundesministerium für Gesundheit, Frau Marlene Mortler.

Im Anhang zum Suchtbericht 2016 der Drogenbeauftragten ist Al-Anon übrigens kurz erwähnt.

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