Wie kommt ihr mit einem Leben im Luxus klar, wenn es doch auf der Welt so viele so arme Menschen gibt?

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15 Antworten

Indem ich versuche da wo ich es gut kann, auf Umwelt usw. zu achten.

Zudem spende ich Geld, natürlich ich könnte sicher mehr geben, aber so tue ich immerhin ich bisschen.

Außerdem helfe ich ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit und ermögliche so z.B. Kindern aus armen Familien auch an Sachen teilzunehmen, da keine Lohnkosten anfallen.

Ich versuche generell möglichst bewusst zu leben, auch wenn ich nicht verzichte. So überlege ich zwei mal ob es eine neue Jeans sein muss, weil das Färben und alles andere die Umwelt und Arbeiter doch stark belastet. Getragene alte Sachen gebe ich in die Altkleidertonne, wenn das Sozialkaufhaus gerade nichts braucht. Wenn die Sachen nicht mehr gut sind in die, wo es eh geschreddert wird, wenn sie noch gut sind in die Box, wo noch sortiert wird und ggf. weiter benutzt.

Dazu habe ich ein FSJ gemacht in einer Behinderteneinrichtung. Nicht weil ich es musste, aber weil ich so dort kostengünstig unterstützt habe für ein Jahr. 

Zudem kaufe ich gerne FairTraid Produkte, weil die Arbeiter dort fairer bezahlt werden.

Auch mit kleinen Aktionen kann man helfen, das muss man sich einfach bewusst machen.

 

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Häufig liegt einer solchen Frage die Einstellung zugrunde, dass jeder Mensch doch das Recht hätte, in Frieden, Freiheit und mit ausreichend Lebensmitteln zu leben.

In der Realität stoßen solche Vorstellungen jedoch immer wieder an ihre Grenzen, wie man gerade An den Zuständen in Afrika und allgemein in der Dritten Welt sieht.

Tatsache ist nun mal, das gerade in weiten Teilen Afrikas zum einen die grundlegenden Gegebenheiten gar nicht vorhanden sind, um eine entsprechende Infrastruktur für die Versorgung von Menschen aufbauen zu können.

Landwirtschaft? Fehlanzeige.

Industrie? Fehlanzeige.

Stattdessen bemühen sich Hutus und Tutsis als Beispiel regelmäßig darum, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen aufgrund von Stammesfehden, religiösen Vorstellungen und mangelnde Bildung.

Es ist nun mal ein unbestreitbares Gesetz des Lebens, dass man entweder Glück oder Pech hat, In einer bestimmten Region der Welt geboren zu werden.

Und daraus resultierend dann auch die jeweiligen Chancen zu leben oder zu sterben.

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Da ich die Probleme dieser Welt nicht lösen kann, auch wenn ich es gerne könnte, beschäftige ich mich in meinem Alltag damit, es den Menschen an nichts mangeln zu lassen, die mir am Herzen liegen.

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Ich lebe nicht im Luxus.

Und die Menschen anderswo auf der Welt brauchen auch keinen Luxus. Sie sind mit einfachen Dingen genauso zufrieden.

Was das Wetter und seine Folgen angeht, müssen auch wir uns langsam, aber sicher damit auseinandersetzen, dass sich auch unser Leben ändert. Nicht zuletzt sorgt der Mensch auch selbst für zunehmende Katastrophen.

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Ich komme damit mal besser,mal schlechter klar-je nachdem wie weit ich das Elend der Anderen von mir weg schieben kann; sicher wie viele andere auch.

Die Ewig-Nörgler innerhalb Deutschlands kann ich leider im Laufe meiner Jahre immer weniger verstehen und begreife langsam aber sicher,dass Dankbarkeit,Demut und innere Zufriedenheit nicht nur von materiellem Reichtum abhängt.

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Für die Beantwortung / Stellungnahme will ich mehrere Punkte dazu aufzählen.

1. Wichtig wäre bei dir, was du mit "Luxus" genauer meinst und ab wann ein Mensch für dich "arm" ist.

Für eine bessere Beleuchtung des Themas bietet es sich an, die beiden Extremen in unserer "westlichen" Welt und Staaten der "3. Welt" zu betrachten. Es gibt in beiden "Systemen" eine Elite und Menschen, die der untersten Schicht angehören.

Innerhalb des Systems sind in der "3. Welt" die Unterschiede mitunter größer und gravierender als etwa die Unterschiede in unserer "westlichen" Welt zwischen der Elite und den vorhin genannten Menschen.

In unserer "westlichen" Welt kann sich das Bild ergeben, dass sich mehr Menschen auf einen "KGN" (kleinsten gemeinsamen Nenner) einigen können, was sie unter "Luxus" verstehen, als Menschen des anderen Systems, u.a. bedingt durch die homogeneren Strukturen des "Westens" im Vergleich zur "3. Welt".

2. Deine Frage impliziert zudem, dass Menschen mit "Luxus" etwa Schuldgefühle, ein schlechtes Leben z.B. im Sinne von Unzufriedenheit haben sollen/müssen etc., weil es noch andere Menschen auf der Welt gibt, die nicht in so einem "Luxus" leben wie sie selbst.

Du solltest bei solchen Aussagen / Sichtweisen vorsichtig sein.

Vorschnell zu generalisieren und etwa auch denjenigen Menschen das Recht abzusprechen, sich in/mit ihrem Leben im "Luxus" wohlzufühlen, die lange, ehrlich, hart arbeiten und mitunter persönliches Leid erdulden mussten, um dorthin zu gelangen, wo sie jetzt sind, ist mit Verlaub respektlos, unaufmerksam und verletzend.

3. Zudem bin ich der Meinung, dass sich einige Menschen in Bezug auf ihr Leben/Lebensqualität, ihren Besitz materieller Güter, die erhaltene Erziehung/Bildung, Sexualität/sexuelle Freiheit bzw Liberalität etc sehr undankbar, ohne Wertschätzung, realitätsverloren, naiv etc. verhalten.

Für Menschen in der "3. Welt" würden solche "westlichen" Eigenheiten als eine Art von "Luxus" gelten. Ein "Luxus", den viele Menschen dort ihr ganzes Leben nicht erfahren, welcher aber bei "uns" als gesellschaftliche Errungenschaft fest verankert ist.

Sich diesen Sachverhalt klarzumachen, ist sehr wichtig.

Grüße Johnny

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Dankbar sein und schauen, ob man irgendwo, was besser machen kann, sei es durch Spenden, Ehrenamt oder den Versuch, nachhaltiger zu leben, um Ausbeutung nicht zu unterstützen.

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Ich bin ja schon lange für den Umstieg auf eine Gemeinwohl-Ökonomie statt dem unfairen verbrecherischen Kapitalismus...

Ich denke mir, dass man nur so nach und nach so gut wie alle Probleme dieser Welt beseitigen kann.

Wie ich mit dem Leben im Luxus klar komme? Ich freue mich über die Annehmlichkeiten in Österreich - über die wunderschöne Natur - darüber, dass man schnell bei allen möglichen Geschäften ist... über das Internet... über ein eigenes Zimmer oder eine eigene Wohnung... 

Es gibt viele arme Menschen auf der Welt - doch dafür kann ich ja nicht unbedingt was... Ich kann mich nur dafür interessieren warum das so ist und überlegen was getan werden könnte, damit es besser wird auf der Welt...

Z. B. Frauengleichberechtigung - Menschenrechte- Information über Verhütung - Aufklärungsarbeit über globale Probleme und was man tun könnte, damit es besser wird... Umstieg vom Kapitalismus auf eine Gemeinwohl-Ökonomie mit global fairen Win-Win-Zielen... 

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Luxus definiert jeder anders für sich.

Ich denke, dass viele mehr haben, als sie für das Leben an sich benötigen. Ich nehme mich da gar nicht aus.

Mein Luxus ist die Familie, ein Auto, eine Spielekonsole, Sky etc.

Das sind alles Dinge, die mehr oder weniger viel Geld kosten.

Für andere wiederum ist es Luxus, jeden Tag satt zu werden, gesund zu sein, Zähne putzen etc.

Sagen wir es so, es ist vieles ungerecht und ungleichmäßig verteilt, in jedem Fall was Ernährung und Medizin angeht.

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Ich kann nichts daran ändern das ich Geld habe und möchte es auch nicht. Ich habe einfach Glück in ein Schweizer zu sein und nicht irgendwie im Irak aufgewachsen bin. Klar tun mir die armen/leidenden Menschen leid aber ändern kann ich daran nichts. Ich kann helfen mit spenden usw. aber mehr nicht. Ich bin dankbar für das was ich habe, also geniesse ich es auch.

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Ich muss Scheuklappen aufziehen, mit einem ganz engen Gesichstfeld, dann komm ich damit klar.

Mir ist bewusst, dass Reichtum und Wohlstand nur durch ein Wohlstandsgefälle realisiert werden kann. Damit ich bequem leben kann, müssen andere strampeln. Damit andere strampeln, muss deren Situation schlecht sein, nötigenfalls muss nachgeholfen werden, damit deren Situation schlecht wird / bleibt.

Das ist übel, das ist böse. Und wenn ich drüber nachdenke, wird mir richtig schlecht. Wenn ich aber nicht drüber nachdenke und stattdessen jährlich 50,- spende (am besten zu Weihnachten), dann kann ich richtig bequem leben.

Und das wollen wir doch alle, ne?

 

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Kommentar von Mojoi
11.08.2017, 10:32

Addendum:

Mit der selben Einstellung schaffe ich es auch, mich nicht vegan zu ernähren.

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Kommentar von tommy4gsus
11.08.2017, 10:47

Ich glaube, du hast von dem Prinzip mit dem Wohlstandsgefälle noch etwas nicht verstanden. So wie du das darstellst, müsste es allen "Reichen" (wobei: was ist eigentlich "reich"?) supergut gehen und allen "Armen" schlecht.

Seltsamerweise ist aber bei den Menschen mit extrem hohen Einkommen die Selbstmordrate besonders hoch. Komisch, nicht? Und als ich an der Armutsgrenze lebte (jawohl, das gibt es in Deutschland!) ging es mir auch nicht viel schlechter als heute.

Fazit: "Gut gehen" und "schlecht gehen" hat nur sehr bedingt etwas mit dem Kontostand zu tun.

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Für diesen Fall habe ich eine extradunkle Ray Ban.

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Wie definierst du Luxus? ... Aber natürlich gibt es arme Menschen auf der Welt, nur das ist deren Problem. Wie heißt es so schön: "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen."

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Kommentar von tommy4gsus
11.08.2017, 10:30

Fast die gleiche Antwort wie bei mir...

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Kommentar von vanillaxoxo
11.08.2017, 10:42

Der Spruch, den Marie Antoinette nie gesagt haben soll, ist immer noch dumm.

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Habe leider kein solches ....?

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Wer definiert den Begriff "Luxus"? Was ist das?

Ich bin völlig überzeugt davon, dass es in den sogenannten armen Ländern mindestens genauso viele glückliche, zufriedene Menschen gibt wie hier bei uns, verhältnismäßig gesehen.

...Vielleicht sogar ein paar mehr?


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