Wie kommt es zum Selbstbewusstseinsaufbau (von Kindesalter aus)?

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6 Antworten

Das ist eigentlich recht simpel. Du hast zwei Faktoren, die sowas beeinflussen.

Zum einen hast du die Erfahrungen, die der Mensch macht, das ist quasi der "Input", den das Leben uns gibt.

Zum anderen hast du unsere Reaktion darauf. Was für Konsequenzen wir daraus ziehen und was für Überzeugungen wir aufgrund der Erfahrungen entwickeln.

Dementsprechend hast du eine Sache, die sich zunächst mal außerhalb unseres Einflussbereiches liegt und eine, die innerhalb unseres Einflussbereiches liegt. Wie nachdem wie diese jetzt gepitcht sind, kriegst du einen unterschiedlichen "Wert" bei raus - also z.B. ein hohes Selbstbewusstsein oder ein niedriges.

Tendenziell wirken Erfahrungen im Kindesalter viel stärker, weil wir Menschen in dem Alter noch nicht sehr reflektionsfähig sind und dementsprechend noch nicht über "Steuerungsmechanismen" über unsere Denkweisen verfügen. Das lernt man erst später. Aber auch nur, wenn man sich damit auseinandersetzt.

Das erklärt, wieso oft Menschen, die als Kind oder Jugendliche starke Probleme damit hatten, ein enormes Selbstbewusstsein entwickeln: In dem Moment wo sie nämlich was ändern wollen fangen sie an, ihre Möglichkeiten zu entdecken. Sie lernen dann, was es heißt, Denkmuster zu überwinden. Das macht stark.

Menschen, die nie Probleme damit hatten, haben nicht so sehr diesen starken Anreiz, sich damit auseinanderzusetzen. Sie haben Selbstbewusstsein weil sie nicht darüber nachdenken. Diese Menschen sind aber dann anfällig dafür, wenn sie negative Erfahrungen machen bzw. sind etwas "hilfloser" wie die, die bereits gelernt haben, wie man damit umgeht.

Aber auch hier kannst du nicht komplett pauschalisieren. Es gibt Menschen die negative Erfahrungen machen und trotzdem nichts daran ändern wollen und genauso gibt es welche, die positive Erfahrungen machen und sich trotzdem damit auseinandersetzen.

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Schüchternheit ist angeboren. Das verliert sich in zunehmendem Alter, wenn das Umfeld entsprechend reagiert.

Schüchterne Kinder sollte man nicht schüchtern sein lassen, nicht in Ruhe lassen, sie nicht links liegen lassen, obwohl sie das sehr gerne hätten. So nach dem Motto: ja nicht auffallen, dann werde ich nicht angesprochen und muss nichts sagen.

Schüchterne Kinder sollte man so wie andere behandeln, sie herausfordern, Antworten entlocken und dann kräftig loben (das steigert das Selbstbewusstsein, das positive Feedback)!

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An Deiner Stelle würde ich den behandelnden Arzt wechseln und dafür sorgen, dass eine neue, sorgfältigere Diagnose erstellt wird. Das mal vorweg. 

Die für die Persönlichkeitsentwicklung prägendsten Jahre liegen zwischen 0 und maximal 9. Hier kann es zu manchen Fehlern kommen, die sich erst später, frühestens mit Beginn der Pubertät, zeigen. 

Du warst früher schüchtern? Nun, dann gab es während Deiner Ich-Entwicklungs-Phase wohl manche Fehlleistung Deiner Eltern. 

Du entwickelst nun sogenannte Wahnvorstellungen? Da wäre zu hinterfragen, ob es sich nicht um die Aufarbeitung mancher frühkindlichen Erfahrung handelt und Du nun, quasi als voll bewusste Person, versuchst dagegen zu halten. Denn als Kleinkind konntest Du Dich ja nicht wehren, keine eigenen Grenzen setzen und so fort. 

Wesentlich für Dich ist in jedem Fall:

Schreibe täglich eine halbe Stunde von Hand auf Papier Tagebuch. Vergiss Rechtschreibung, Schönschrift und so fort. Bestenfalls schreibst Du vor dem einschlafen. So arbeitest Du nach und nach die Ursache heraus und kannst selbst erkennen, welchen passenden Moment der Abgrenzung Du verpasst und deshalb eben aggressiv reagierst. 

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Ich denke wir werden durch die Umwelt, die Erziehung und die Gene beeinflusst.

Ein Kind, das früh lernt auf fremde Menschwn zuzugehen, sich traut neues auszuprobieren und dadurch viele Erfolgserlebnisse erfährt, wird wohl eher selbstbewusster.

Ein Kind, das dagegen lernt immer nur brav zu gehorchen, ja nur das zu machen, was die Eltern sagen und dadurch keinen eigenen Handlungsraum aufbaut; vielleicht auch noch selbsterfüllende Prophezeiungen wie "Das schaffst du eh nicht." von den Erziehungsberechtigten hört, wird wohl eher weniger selbstbewusst.

Dazu muss man aber noch zwischen schüchtern und introvertiert unterscheiden.

Außerdem kann ein Kind durch beispielsweise Mobbing ebenfalls lernen sich ruhig zu verhalten, ja nicht aufzufallen und traut sich dann irgendwann auch weniger.

LG

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Mangelndes Selbstbewusstsein bei Kinder ist sehr oft auf grob falsche sog. Erziehung zurück zu führen. Eltern leben ihren Kindern falsche Verhaltensmuster vor. Teilweise können auch die Gene für Persönlichkeitsstörungen ursächlich sein.


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Keine Ahnung, jedenfalls würde ich mal behaupten, dass die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen erst mit dem Erwachsenenalter abeschlossen ist (zwischen 18-25, ist sehr unterschiedlich). Ängstlich oder schüchtern zu sein ist zu einem gewissen Grad relativ normal. Eher bedenklich wäre es, wenn man gar keine Ängste mehr verspürt und das gibt es durchaus

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